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Ortiz de Zárate: Verhaftung in Guadalajara am 22. Juli 1936
Ein Foto von 1936 zeigt Kommandant Ortiz de Zárate bei seiner Verhaftung in Guadalajara vor der Hinrichtung. Die Zahlen zur Repression sind umstritten.
22. Juli 1936: Das Foto des verhafteten Kommandanten in Guadalajara
Ein auf den 22. Juli 1936 datiertes Foto zeigt einen Armee-Kommandanten, der mitten auf einer Straße verhaftet wird. Neben ihm stehen Guardia Civil, Polizisten und bewaffnete Milizen. Der Mann ist Ortiz de Zárate, der Militär, der den Aufstand in Guadalajara angeführt hatte und an einer Barrikade neben der Brücke über den Fluss Henares gefangen genommen wurde, wo er ein Maschinengewehrnest errichtet hatte. Er wurde wenige Stunden später erschossen.
Das ist es, was das Bild zeigt. Alles andere – wie viele starben, mit welcher Legalität, wer begann – flammt jedes Mal wieder auf, wenn das Foto auftaucht. Und es ist kein kleiner Dissens: Es sind zwei unvereinbare Arten, dieselben drei Jahre zu zählen.
Warum scheiterte der Aufstand in Guadalajara?
Guadalajara war eine kleine Stadt, aber mit einer starken und gut organisierten Arbeiterbewegung. Als sich Teile des Offizierskorps erhoben, war die Antwort nicht die erwartete: Der Großteil der Truppen schloss sich nicht an, ebenso wenig die Guardia Civil. Nur ein Teil des Offiziersrahmens unterstützte den Versuch. Der Kommandant endete allein, an einer Barrikade, verteidigte einen Zugang zur Stadt.
Das Muster wiederholte sich an anderen Orten. Die Marine, Málaga. Die Idee, dass ein Befehl automatisch jede Einheit mitreißt, zerbrach innerhalb weniger Tage. Die Rebellen hatten eine Operation für Tage geplant, nicht für Jahre, und stießen auf Sicherheitskräfte und Einheiten, die nicht so reagierten, wie ihre Vorgesetzten angenommen hatten.
In Guadalajara war das Ergebnis eine Stadt, die auf der Seite der Behörden blieb, mit einem verhafteten und fotografierten Kommandanten vor seiner Hinrichtung. Das Foto ist in diesem Sinne der dokumentarische Beweis eines konkreten Scheiterns.
Die deutsche Luftbrücke und die aus Afrika gekommenen Truppen
Eine der häufigsten Positionen besteht darauf, dass die Halbinsel unterlegen war und nur unorthodoxe Taktiken – die Luftbrücke – dem Aufstand ermöglichten, sich zu halten. Es wird ein wiederkehrendes Detail hinzugefügt: Die Flugzeuge waren deutsch, und mit ihnen wurden marokkanische Kämpfer gebracht. Dieser Beitrag wird auf 130.000 Männer geschätzt, die aus Afrika ankamen.
Daraus ergibt sich das Argument, das einen Teil der Diskussion am meisten belastet: Ohne die deutsche Luftwaffe und ohne diese Truppen, behaupten sie, hätte die sogenannte nationale Seite nicht die Mittel gehabt. Die übliche Gegenreaktion leugnet die Tatsache nicht, sondern rahmt sie neu: Entscheidend war nicht die externe Unterstützung, sondern die Unfähigkeit der Regierung, das Gebiet zu kontrollieren, das sie theoretisch regierte.
Málaga, Ronda und die Bilanz der beiden Repressionen
Hier tauchen die Zahlen auf. Es wird behauptet, dass es in Málaga mehr als 2.000 Tote in sechs Monaten anarchistischer Herrschaft gab, und dass etwa 200 Personen in die Schlucht Tajo de Ronda geworfen wurden. Die Exhumierung des Massengrabs in Málaga förderte etwa 2.400 Leichen zutage, von denen mehr als tausend keinen Bezug zu repressiven Handlungen herstellen konnten.
Die daraus abgeleitete Lesart ist, dass die Repression der aufständischen Seite weniger systematisch war als oft dargestellt, und dass ein großer Teil der späteren Hinrichtungen auf vorherige Straftaten zurückging, die vor Gericht verhandelt wurden. Im Gegenzug lautet der Vorwurf direkt: Die Zählung wird manipuliert, um die Zahl der Opfer zu reduzieren. Keine der beiden Seiten hat hier auch nur einen Millimeter nachgegeben.
Wie viele Opfer: Die Zahlen, die nicht zusammenpassen
Die Diskussionsbandbreite reicht von den 20.000-25.000 Leichen, die ein forensischer Bericht zur Exhumierung empfahl, bis zu den 34.000 – 25.000 plus 9.000 –, die Regierungsquellen der Diktatur zuschreiben. Der Abstand zwischen diesen Schätzungen ist nicht kosmetisch: Er definiert die Größe des Phänomens.
Hinzu kommt ein technischer Einwand, der sich wiederholt: Wenn die Mehrheit der Verfolgten als anonym registriert ist, wie weiß man dann, wer sie waren, warum und wer sie hingerichtet hat? Die Frage funktioniert in beide Richtungen, und wer sie gegen die eine Seite stellt, ignoriert sie oft, wenn sie die andere Seite betrifft.
Das vom Plaza Mayor in Salamanca entfernte Bildnis
Der symbolische Abschluss kam spät: Das Bild des Diktators wurde erst 2017 aus dem Zentrum von Salamanca entfernt. Es wird betont, dass dies eine Verzögerung von sechs Jahren für eine Geste war, die in anderen Hauptstädten viel früher erledigt worden war. Für manche beweist die Langsamkeit, wie schwer es war, mit dem Regime zu brechen; für andere ist es der Beweis, dass die Angelegenheit nie eine echte Priorität für jemanden war.
Ein Teil des Episodenverlaufs ist unbestreitbar: Der fotografierte Kommandant wurde wenige Stunden nach dem Foto erschossen. Was offen bleibt, ist, wie viele ihm folgten, mit welchem Verfahren und unter welchem Namen. Jede Seite hat ihre eigene Zählung. Keine passt zur anderen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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