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Orangen aus Valencia bei 1,89 €/kg: Die Saison startet teuer
4 kg Orangen aus Valencia für 7,55 €: Saisonbeginn und Importware machen den jetzigen Zeitpunkt zur schlechtesten Zeit des Jahres für den Zitruskauf in Spanien.
4 kg Orangen aus Valencia kosten 7,55 €, und der Kalender ist schuld
Orangenkaufen ist Geduldssache geworden. Der Preis, der diese Tage in den Handelsketten zu sehen ist —4 Kilo für 7,55 Euro, gut 1,89 Euro pro Kilo— ist keine Fata Morgana und kein plötzlicher Anstieg: Es ist die schlechteste Zeit im Jahr, um in die Zitrusabteilung zu gehen. Mitte Oktober beginnt die Saison in der Region Valencia, und im Laden liegen die frühesten Sorten in geringen Mengen, daneben Importware von der Südhalbkugel, die die Transportkosten in sich trägt.
Die eigentliche Klage geht jedoch über den Kalender hinaus. Manche halten das Problem nicht für jahreszeitlich, sondern für eine Folge von gedrucktem Geld und sinkender Kaufkraft, andere verweisen auf die Kosten für Dünger, Diesel und Arbeitskräfte. Beides kann gleichzeitig wahr sein.
Warum Orangen im Oktober teuer sind
Der Saisonbeginn ist ein klassischer Engpass. Zu dieser Zeit kommen die ersten Navelina und frühe Mandarinen auf den Markt, noch mit geringen Mengen, während die Lücke durch Frucht aus Südafrika und Argentinien gefüllt wird. Das Ergebnis: knappes heimisches Angebot neben teurerer Importware. Üblicherweise entspannt sich der Preis von November bis Februar, wenn Navel und Lane Late in großen Mengen ankommen.
Der mittelfristige Kontext hilft auch nicht: Dürren und Fröste vergangener Saisons, steigende Vorleistungskosten und eine Anbaufläche, die in der Region Valencia seit Jahren schrumpft. Weniger strukturelles Angebot, höhere Kosten pro Kilo.
Die Rechnung, die Spanien und Schweden vergleicht
Eines der am häufigsten wiederholten Argumente in der Diskussion ist der Unterschied zu Nordeuropa. Die Überlegung: Wenn Orangen in Schweden billiger sind als in Spanien, stimmt etwas mit der Kette oder der Währung nicht. Die kursierende Rechnung vergleicht das in jedem Land ausgegebene Geld im Verhältnis zum BIP —100,7 % in Spanien gegenüber 35,1 % in Schweden— und folgert, dass die spanische Frucht mehr Geldmenge zu tragen hat. Es ist eine ungeprüfte These, die zwei verschiedene Dinge vermischt: die Geldschöpfung der jeweiligen Zentralbank und den Endpreis im Regal, der von Logistik, Margen und Saison abhängt.
Trotzdem taugt die Zahl zu etwas: Sie erklärt, warum viele Menschen das Gefühl haben, dass ihre Kaufkraft geschrumpft ist, ohne dass das Gehalt steigt.
Was die Preise der Konkurrenz zeigen
Der Vergleich der Ketten lässt Spielraum. Am selben Tag gab es 3 Kilo für 5,85 Euro in einem großen Markt und 2 Kilo für 4,99 Euro in einem anderen, letzterer mit deklarierter Herkunft Valencia. Der Kilo-Unterschied zwischen beiden Formaten beträgt Centbeträge, aber die Etikettierung unterscheidet sich: Nicht jedes Regal verrät, woher die Frucht stammt.
Dazu kommt ein weiterer Aspekt der Debatte: die Rückverfolgbarkeit. Manche warnen, man sollte aufs Etikett schauen, um zu wissen, was auf den Anbau angewendet wurde, und andere erinnern daran, dass das Kilo vor nicht allzu langer Zeit noch 0,50 Euro kostete. Dieser Sprung —von einem halben auf fast zwei Euro— hat manche dazu gebracht, sie aus Prinzip nicht mehr zu kaufen.
Der Baum, der gratis Orangen liefert
Als Gegenentwurf zum Regalpreis taucht in der Diskussion das Land auf. Manche erzählen, dass Besitzer auf privaten Grundstücken in den Bergen das kostenlose Pflücken erlauben und dass bei einem einzigen Besuch schon 25 Kilo zusammengekommen sind. Es ist keine Marktlösung, aber sie veranschaulicht den Kontrast zwischen dem, was eine Zitrusfrucht zu produzieren kostet, und dem, was sie im Kauf kostet.
Die Zitrussaison hat gerade erst begonnen. Wiederholt sich das Muster früherer Jahre, sollten die Preise sinken, wenn der Großteil der valencianischen Ernte auf den Markt kommt. Angesichts der Kosten wird der Rückgang das Kilo aber wohl nicht mehr auf das Niveau von vor einem Jahrzehnt bringen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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