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OpenAI und Microsoft wussten von der Zerstörung des Webs durch KI
Gerichtsunterlagen zeigen, dass **OpenAI** und **Microsoft** wussten, dass KI das Web schädigen und eine „Zerstörungsschleife“ für Inhalte schaffen könnte.
Durchgestochene Gerichtsunterlagen deuten darauf hin, dass **OpenAI** und **Microsoft** wussten, dass die Entwicklung künstlicher Intelligenz eine „Zerstörungsschleife“ erzeugen könnte, die sowohl den Medien als auch den KI-Unternehmen selbst schadet, weil der Bedarf sinkt, die ursprünglichen Informationsquellen zu besuchen.
## Der KI-„Doom Loop“ und das Web
Gerichtsunterlagen, die im Zuge einer Klage offengelegt wurden, haben ans Licht gebracht, dass **OpenAI** und **Microsoft** über interne Informationen verfügten, die vor dem zerstörerischen Potenzial künstlicher Intelligenz für das World Wide Web selbst warnten. Offenbar hatte man bei **Microsoft** bereits analysiert, wie die Entwicklung großer Sprachmodelle einen Teufelskreis auslösen könnte. Dieses Phänomen, intern als „Doom Loop“ oder Zerstörungsschleife beschrieben, würde gleichzeitig die Internetmedien und die Unternehmen bedrohen, die diese Technologien entwickeln. Die Sorge richtet sich darauf, dass KI-Modelle mit gewaltigen Mengen an Informationen trainiert werden, die dem Web entnommen sind, aber Produkte wie **ChatGPT** oder **Copilot** zusammen mit den direkt in Suchmaschinen erzeugten Zusammenfassungen zugleich das Bedürfnis der Nutzer verringern, die Seiten zu besuchen, die diese Inhalte erstellen. Verlieren diese Seiten Traffic und Einnahmen und damit die Fähigkeit, neue Informationen zu erzeugen, verschlechtert sich die Datenquelle, von der künftige KI-Generationen abhängen.
## Bedrohung für die Inhalts-Lieferkette
Eines der in dem Gerichtsverfahren zitierten internen Dokumente räumte ein, dass die auf künstlicher Intelligenz basierte Inhaltsstrategie ein strukturelles Problem erzeugte. Das Endprodukt, also die KI, könnte diejenigen wirtschaftlich bedrohen, die den für ihren Aufbau notwendigen Rohstoff liefern. **Microsoft** beschrieb seine eigenen Sprachmodelle gar als ein Produkt, das in der Lage sei, „die eigene Lieferkette zu zerstören“, da sie die Inhalte teilweise ersetzen, die sie später für Training und Verbesserung benötigen. Dieses Szenario hängt unmittelbar mit dem als „Google Zero“ bekannten Phänomen zusammen, bei dem Nutzer immer mehr Antworten direkt von Suchmaschinen oder KI-Assistenten erhalten, ohne die ursprünglichen Seiten zu besuchen. **Microsoft**-CEO **Satya Nadella** soll anerkannt haben, dass dieses neue Verhalten die Art und Weise verändert, wie Menschen nach Informationen suchen. Dokumente von **OpenAI**, die in dem Fall zitiert werden, weisen darauf hin, dass Nutzer weniger Anreize haben, den Original-Link aufzurufen, sobald ein Chatbot eine zufriedenstellende Antwort liefert.
## Traffic-Verluste und die Nutzung geschützter Inhalte
Auch die Wirtschafts- und Medienspezialisten von **OpenAI** hätten diesen Traffic-Verlust analysiert. Den gesammelten Dokumenten zufolge könnten Systeme wie **Google AI Overviews** bei einigen Verweisen aus Suchmaschinen Rückgänge von bis zu **60%** verursacht haben. Das stellt ein erhebliches Problem für Medien dar, die für ihre Finanzierung durch Werbung, Abos oder andere Geschäftsmodelle von organischem Traffic abhängen. Ein weiterer heikler Punkt des Verfahrens betrifft unmittelbar die Art und Weise, wie **OpenAI** und **Microsoft** die Daten für die Entwicklung ihrer Modelle beschafft haben. Das Schriftstück des **New York Times** enthält kritische interne Äußerungen, etwa die von **Brent Hecht**, Director of Applied Science bei **Microsoft**, der sowohl den Umfang der Inhaltssammlung als auch die Rechtfertigung in Frage stellte, diese Nutzung automatisch unter das US-amerikanische Konzept des „Fair Use“ (legitime Nutzung) einordnen zu wollen. **Microsoft** hat jedoch versucht, sich von diesen Aussagen zu distanzieren und erklärt, **Hecht** sei gerade deshalb eingestellt worden, um gegensätzliche akademische Perspektiven einzubringen, und seine Kommentare würden nicht die offizielle Rechtsposition des Unternehmens widerspiegeln. Die Gerichtsunterlagen zeigen zudem eine Sorge innerhalb von **OpenAI** über die Fähigkeit ihrer Modelle, geschützte Inhalte nahezu wörtlich zu memorieren und wiederzugeben. Mitarbeitende des Unternehmens räumten intern ein, dass die Vermeidung von Memorierung entscheidend sei, um mögliche Urheberrechtsverletzungen zu reduzieren, obwohl das Gerichtsschriftstück mehrere Beispiele enthält, in denen **ChatGPT** ausgedehnte Passagen aus Veröffentlichungen verschiedener Medien wiedergegeben haben soll.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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