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Online-Shop-Kosten: PrestaShop von 90 bis 5.000 Euro
In Spanien variieren die Angebote für denselben PrestaShop-Shop stark zwischen 90 und 15.000 Euro. Die tatsächlichen Kosten liegen nicht im Design, sondern in unsichtbaren Faktoren.
Derselbe PrestaShop kostet je nach Anbieter 90 oder 5.000 Euro
Der Aufbau eines Online-Shops auf Basis von PrestaShop kann nur 31 Minuten dauern und dennoch mit 5.000 Euro abgerechnet werden. Beide Extreme existieren auf dem spanischen Markt und erklären, warum viele kleine Unternehmer bei der Budgetplanung ratlos sind und nicht wissen, wofür sie eigentlich zahlen. Die enorme Preisspanne von 90 bis 15.000 Euro für vergleichbare Produkte ist zur größten Hürde für alle geworden, die ohne Programmierkenntnisse online verkaufen möchten.
Ein typisches Beispiel verdeutlicht das Problem. Ein Gründer sucht ein Angebot für einen „ganz normalen Shop“ und erhält Vorschläge ab 2.500 Euro plus MwSt., wobei manche Anbieter bis zu 5.000 Euro verlangen. Seine Einschätzung, dass ein PrestaShop „bereits fertig konfiguriert“ sei und nicht mehr als 1.000 Euro kosten sollte, teilen tausende Selbstständige mit ähnlichen Erfahrungen. Daraus entstehen zwei Lager: jene, die den Preis als Abzocke sehen, und jene, die seit Jahren für unsichtbare Stundenarbeit abrechnen.
Was kostet ein Online-Shop wirklich?
Die Bandbreite der Honorare macht Vergleiche unmöglich. Manche berechnen 600 Euro für die Konfiguration und Anpassung des Shops an den Kunden, exklusive Hosting und späterer Änderungen. Andere bieten ein Basispaket für 300 Euro an: Installation, vier Farbänderungen und die Anbindung des Zahlungsanbieters. Wieder andere behaupten, komplette Installationen für 90 Euro geliefert zu haben.
Am anderen Ende der Skala empfand der Inhaber einer Firmenwebsite für 900 Euro, plus 100 Euro monatliches Hosting und 35 Euro pro Stunde für Änderungen, diese als teuer. Eine Entwicklung mit individuellen Funktionen, Zahlungsanbindung, Versandkostenberechnung und Rechtstexten überschreitet problemlos die Marke von 2.500 Euro. Das Argument der Branche ist simpel: 90 Euro entsprechen buchstäblich dem Preis für ein decentes Hosting mit Domain. Wenn jemand die gesamte Arbeit für diesen Betrag liefert, sind das Hosting schlecht, das Template kostenlos und die Installation eine Standardfabrikinstallation.
Das Budget, das von 1.800 auf 15.000 Euro stieg
Der auffälligste Fall betrifft einen Kunden, der etwas „Gleiches“ wie eine Website, die ihm gefällt, bestellt. Erster Preis: 1.800 Euro. Als er dann sein Geschäftsmodell erklärt, mit dem er Geld verdienen will, schießt die Zahl auf 15.000 Euro. Seine Beschwerde – es leuchtet ihm nicht ein, dass sich das Budget vervielfacht, nur weil er seine Gewinnquelle offenlegt – hat eine Antwort, die die Branche oft wiederholt: Man berechnet nicht, was Sie verdienen, sondern was die Website leisten muss. Und das weiß man erst, wenn man die internen Abläufe des Geschäfts kennt. Für dasselbe Projekt gab es auch ein identisches Angebot für 1.500 Euro.
Warum variiert der Webpreis so stark: Die Berechnung nach Bildschirmen
Abseits von runden Zahlen gibt es eine Methode, um Ordnung zu schaffen. Man zählt die Anzahl der benötigten Seiten (Screens) und multipliziert sie mit den Stunden, die jede Seite je nach Profil des Programmierers erfordert: 8 Stunden pro Seite für einen guten Entwickler, 16 Stunden für einen durchschnittlichen und bis zu 30 Stunden für einen Praktikanten oder Unerfahrenen. Der Schlüssel liegt laut erfahrenen Profis nicht im Design. Ein schönes Design ist an einem Nachmittag erledigt; eine Website, die gegen Injection-Angriffe und Attacken resistent ist, nicht.
Die unsichtbaren Kosten: Wartung, Sicherheit und Hosting
Hier liegt der Teil, den der Kunde nicht sieht und den kein billiges Angebot enthält. Häufige Angriffe erfolgen, wenn ein Content-Management-System mit bekannten Schwachstellen nicht aktualisiert wird. Man muss die Dateiberechtigungen überwachen, sicherstellen, dass der Cache-Ordner außerhalb des öffentlichen Verzeichnisses liegt und die Serverkonfiguration keine offenen Türen lässt. Bei Shared Hosting kann ein nachlässiger Nachbar fremde Konten gefährden. All dies – sowie der Support, wenn nach sechs Monaten etwas kaputt geht – ist Teil des bezahlten Dienstes.
Programmierer aus Indien: Die falsche Billiglösung
Wenn der Preis schmerzt, ist Outsourcing die häufigste Lösung. Die gesammelte Erfahrung zeigt jedoch das Gegenteil: Gute indische Entwickler sind teurer als der spanische Durchschnitt, und weniger gute liefern manchmal unbrauchbare Produkte. Ein „einfaches“ Projekt, das nach Indien ausgelagert wurde, kostete am Ende mehr als die lokale Umsetzung.
Angesichts dieser Unterschiede ist es ratsam, nicht sofort das erste Angebot anzunehmen, sondern mehrere einzuholen und anhand von Referenzen zu vergleichen. Die Frage bleibt offen: Wenn ein einfacher Shop in einer halben Stunde erstellt werden kann, warum verlangt niemand für die reine Arbeitszeit, sondern dafür, was der Kunde fürchtet zu verlieren, falls irgendwann etwas schiefgeht?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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