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Online-MBA: 4.000 € 'zum Fenster hinausgeworfen' und kein Karriereschub durch ESADE
Ein Forumsnutzer beschreibt seinen 4.000-€-Online-MBA als verlorenes Geld, ein anderer berichtet, dass sich in seinem ESADE-Jahrgang 2005 kaum jemand verbesserte. Zweifel am Postgradualen Studium.
Online-MBA: 4.000 € bezahlen und genauso dastehen wie vorher
Ein Ingenieur mit drei Jahren Berufserfahrung und einem festen Job fragt sich, welche Business School für ihn die richtige ist, um den Sprung in Führungspositionen zu schaffen. Seine Kandidatenliste —Bureau Veritas, IEP mit CEU, EEN, ESEUNE und OBS— hat eines gemeinsam: Es sind alles Online-MBA-Optionen, und alle liegen innerhalb seines Budgets. Die besten, räumt er ein, sind für ihn zu teuer. Damit beginnt das Problem, denn der spanische Markt für postgraduale Studiengänge ist voller Kürzel, die Führungskompetenz versprechen und PDFs liefern.
Die Antwort, die er erhält, stimmt nicht gerade optimistisch. Ein Forumsnutzer fasst es schonungslos zusammen: mehr als 4.000 Euro in den OBS-MBA investiert und das Gefühl, das Geld zum Fenster hinausgeworfen zu haben. Die Diagnose ist vernichtend: ein Master 'aus Resten zusammengesetzt', eine Ansammlung von Links ohne jeglichen Zusammenhang, bei der der Studierende den Lehrplan selbst durch wöchentliche Diskussionen über Themen erstellt, von denen er keine Ahnung hat. Fragen bleiben wochenlang unbeantwortet. Wenn dir die Methode nicht gefällt, lautet der Ausweg: abbrechen.
Der MBA als teures Etikett
Die Skepsis beschränkt sich nicht auf die billigen Schulen. Ein weiterer Bericht, diesmal über den ESADE Part Time MBA 2005, behauptet, dass praktisch niemand aus seinem Jahrgang beruflich vorangekommen sei. Das Argument: zu viele Menschen mit MBA und zu wenige Stellen. Und was die Kontakte angeht, dieses immaterielle Gut, das den Preis der Eliteschulen rechtfertigt, entkräftet derselbe Bericht auch das: Man schließt sie mit Leuten auf dem eigenen Niveau, also bringen sie nichts Besonderes.
Manche gehen noch weiter und raten schlicht von allen fünf genannten Optionen ab. Die These: Diese Masterstudiengänge nützen nur denen, die bereits eine gute Position haben und deren Firma bereit ist, für ein schnelles, billiges Etikett neben dem Namen zu zahlen. Für alle, die den Sprung suchen, nicht.
Zehntausend Euro und die Selbstständigkeit
Die härteste eigene Erfahrung kommt aus einem anderen Blickwinkel: 10.000 Euro für einen Master, der nichts brachte, gefolgt von speziellen Kursen und der Anmeldung als Selbstständige. Der daraus gezogene Schluss: Wissen eignet man sich besser durch gezielte Weiterbildung an als durch einen generalistischen Abschluss. Die Empfehlung, die sich ins Gespräch einschleicht, lautet CEF als günstige und angesehene Alternative, mit dem Bonus, dass dort spanische Steuerprüfer unterrichten und man ihnen begegnen kann.
Der Konsens, der sich allmählich herausbildet, hat wenig mit Wissenschaft und viel mit gesundem Menschenverstand zu tun: Ein postgraduales Studium lohnt sich, wenn dir Erfahrung fehlt, das Geld übrig ist oder du das Fach wechseln willst. In allen anderen Fällen bringen Aufwand und Ausgaben für die Karriere wenig.
Präsenz oder nichts
Das Plädoyer für das Präsenzformat kommt früh und ohne Abstriche: Die Kontakte sind der eigentliche Gewinn. Das Problem: Der Protagonist kann es zeitlich nicht leisten, außer freitags nachmittags und samstags vormittags. Dort stößt er an die übliche Mauer: das goldene Kalb.
Das Gespräch zieht sich über Jahre hin —die Spur führt bis vier Jahre später— und endet, ohne dass jemand eine belastbare Referenz für eine der fünf Schulen beisteuert. Übrig bleiben nur Links zu Master-Suchportalen, ein frisch veröffentlichter Zehn-Punkte-Leitfaden und die Erkenntnis, dass Google der beste Berater ist. Das Interesse am Online-MBA ist ungebrochen. Der Beweis, dass er etwas nützt, ebenso.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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