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Omanischer Copilot greift Tel-Aviv-Flug an; Passagiere überwältigen ihn
Ein omanischer Copilot stach auf den Kapitän ein und versuchte, einen FlyDubai-Flug nach Tel Aviv zum Absturz zu bringen. Vier Passagiere überwältigten ihn und retteten 180 Menschen.
Vier israelische Passagiere überwältigen Copiloten, der Flugzeugabsturz versuchte
Ein kommerzieller FlyDubai-Flug auf der Strecke zwischen Dubai und Tel Aviv gab eine Notfallwarnung aus und landete schließlich außerplanmäßig in Saudi-Arabien, nachdem laut laufenden Ermittlungen der omanische Copilot den Kapitän erstochen und versucht hatte, die Steuerung zu übernehmen, um das Flugzeug zum Absturz zu bringen. An Bord befanden sich fast 180 Personen, überwiegend Israelis. Das Eingreifen einer Gruppe von Passagieren, die ins Cockpit gelangten und den Angreifer überwältigten, verhinderte ein Szenario, das israelische Quellen, zitiert von El Mundo, als ähnlich wie die Anschläge vom 11. September oder die Entführung von Entebbe 1976 beschrieben.
Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch, den 30. September 2026. Der Flug FZ1073 startete um 6:05 Uhr in Dubai und sendete um 8:31 Uhr ein Notsignal, gefolgt von einer spezifischeren Warnung wegen möglicher Entführung Minuten später. Die israelische Luftwaffe schickte Kampfjets zur Abfangung des Flugzeugs, und Antiterror-Einheiten eilten zum Flughafen Ben Gurion. Das Flugzeug wurde jedoch zum saudischen Flughafen Tabuk umgeleitet, wo es laut offizieller Darstellung der Fluggesellschaft mit allen Passagieren sicher landete.
Was über den Angriff auf den Piloten und die Reaktion der Passagiere bekannt ist
Berichte aus israelischen Medien beschreiben eine Sequenz von nur wenigen Minuten. Ein Besatzungsmitglied versuchte, die Kontrolle über das Flugzeug zu übernehmen; jemand rief „Stiche, Blut!“ und mehrere israelische Passagiere begaben sich zum Cockpit. Nach Aussage einer Passagierin namens Meital neutralisierten ihr Ehemann und drei weitere Passagiere den Angreifer. Ein anderer Passagier fasste die Szene mit einem weit verbreiteten Satz zusammen: „Vier Israelis übernahmen die Kontrolle und retteten 180 Menschen.“ Der Pilot erlitt schwere Verletzungen.
Die Ermittlungen, an denen der Mossad beteiligt ist, sollen die Motivation des omanischen Copiloten klären. Die Hauptthese, noch nicht offiziell bestätigt, deutet auf einen Versuch hin, das Flugzeug mit Insassen zum Absturz zu bringen. Ein zweiter Flug derselben Gesellschaft zwischen Dubai und Tel Aviv, FZ1081, wurde umgeleitet und kehrte nach Dubai zurück, so Daten von Flightradar24.
Zweifel an der offiziellen Darstellung
Ein großer Teil der öffentlichen Diskussion nach dem Vorfall drehte sich weniger um die Fakten als um deren Glaubwürdigkeit. Der erste Einwand ist technischer Natur: Seit den Anschlägen vom 11. September sind Cockpits kommerzieller Flugzeuge mit gepanzerten Türen gesichert, was es Passagieren erschwert, ohne Hilfe von innen einzudringen. Der zweite Einwand ist statistisch: In der Geschichte der kommerziellen Luftfahrt sind mindestens zehn Fälle dokumentiert, in denen Piloten ihr Flugzeug absichtlich abstürzen ließen, und in keinem dieser Fälle gab es Überlebende. Die Erfolgsrate von Rettungsversuchen lag bei null. Bis jetzt.
Manche behaupten, dass der Ausgang dieses Mittwochs dieses Muster durchbricht und ein beispielloser Fall ist. Andere weisen darauf hin, dass der politische Kontext in Israel – mit Benjamin Netanyahu im Wahlkampf und Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir, der erklärte, dass „die naive Vorstellung, unsere Feinde liebten das Leben, heute Morgen eine Erinnerung erhalten habe“ – dazu einlädt, den Vorfall vorsichtig zu betrachten. Die Koinzidenz eines terroristischen Luftangriffs mit einem Wahlzyklus ist für sich genommen kein Beweis; auch nicht die Geschwindigkeit, mit der die Erzählung in den Medien Fuß gefasst hat.
Warum das Profil des Copiloten und die Route wichtig sind
Seit der Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten im Rahmen der Abraham-Abkommen von 2020 ist Dubai ein sehr beliebtes Ziel für Israelis geworden. Emiratliche Fluggesellschaften betreiben zahlreiche tägliche Flüge nach Tel Aviv, die anders als viele andere Länder während des Krieges nach dem Hamas-Angriff vor drei Jahren nicht eingestellt wurden. FlyDubai, im Besitz der Regierung von Dubai und Billigflug-Tochtergesellschaft von Emirates, bestätigte, dass ihr Boeing 737 einen „Vorfall“ erlitten habe, und kooperiert mit den zuständigen Behörden.
Der Copilot war laut kursierenden Daten acht Monate bei der Firma. Dieses Detail nährt zwei gegensätzliche Lesarten: Für manche ein zu kurzer Zeitraum, um eine Radikalisierung zu erkennen; für andere genau genug Zeit, um einen Angriff von innen zu planen. Die Ermittlungen laufen weiter, keine der Hypothesen ist bestätigt.
Politisches Echo eines ungelösten Vorfalls
Der israelische Premierminister traf sich mit hochrangigen Sicherheitsbeamten, während erste Zeugenaussagen bekannt wurden. Ben Gvir, Minister für Nationale Sicherheit, nutzte die Gelegenheit, um seine harte Linie zu verteidigen. Die Opposition hat die offizielle Version öffentlich nicht infrage gestellt, aber der Vorfall ist bereits Teil der politischen Debatte in Israel über Sicherheit und Führung.
Außerhalb Israels waren die Reaktionen gemischt. In Spanien löste der Vorfall gegenseitige Anschuldigungen darüber aus, wer in einem ähnlichen Szenario wie reagiert hätte. Die Grundfrage – ob eine Gruppe ziviler Passagiere einen suizidalen Piloten mitten im Flug neutralisieren kann – hat eine unbequeme empirische Antwort: Bis zu diesem Mittwoch war dies nie geschehen. Reicht ein Fall, um unser Wissen über Luftsicherheit neu zu schreiben?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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