Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
O'Kean: Bier für 15 Euro zur Rettung der Gastronomie
Ökonom O'Kean nennt 15 Euro als fairen Bierpreis in Spanien, während Stammgäste den aktuellen Zapfpreis deutlich niedriger sehen.
O'Kean fordert 15 Euro pro Bier zur Rettung der Gastronomie
Wie viel müsste ein Bier kosten, damit die Bedienung einen angemessenen Lohn erhält und nicht, wie im Thread zusammengefasst, 50 Stunden für 800 Euro monatlich schuften muss? Der Ökonom José María O'Kean liefert eine unbequeme Zahl: bis zu 15 Euro. Diese Angabe stammt aus dem selben Beitrag unter Berufung auf La Razón und hat sich als Auslöser einer breiten Debatte erwiesen: Selten zuvor diente ein Barpreis dazu, eine ganze Branche so schonungslos zu analysieren.
Seine Diagnose basiert auf drei Wegen. Erstens: höhere Löhne sowie bessere Arbeitszeiten und Ausbildung, was das Bier teurer macht. Zweitens: Selbstbedienung zur Reduzierung des Personals. Drittens: Service-Roboter, die Kosten senken, ohne das Personal vollständig zu ersetzen. Keiner dieser Wege ist angenehm. Die zentrale Erkenntnis des Threads lautet: Wenn die Branche billig ist, dann nur deshalb, weil die Arbeitskräfte billig sind.
Warum 15 Euro nicht zur Kasse der Bar passen
Ein Detail irritiert: Ein Teilnehmer weist darauf hin, dass das kleine Bier („caña“) in der Stadtteilbar weiterhin für 2,50 Euro ausgeschenkt wird. Den Preis eines Alltagsprodukts um das Sechsfache zu erhöhen, ist keine Preisanpassung, sondern ein Kategorienwechsel. Und der Geldbeutel meldet sich bereits. Das Tagesmenü, ein klassischer Indikator, ist laut einem anderen Teilnehmer in wenigen Jahren von 9 auf 14–16 Euro gestiegen, mit entsprechender Abwanderung zum Tupperware-Essen.
Hier kommt die Nachfrageelastizität ins Spiel. Steigt der Preis, sinkt die gekaufte Menge, aber je nach Produkt unterschiedlich stark. Brot wird fast gleich weiter gekauft, auch wenn sich der Preis verdoppelt. Bar-Bier hingegen nicht: Man bleibt einfach zu Hause, kauft Dosen im Supermarkt oder nimmt Flasche und Lunchbox mit, wie mehrere Teilnehmer berichten.
Grob gesagt: Bei 15 Euro pro Bier würde die Lokalität nicht proportional weniger verkaufen, sondern deutlich weniger. Nach dieser Logik würde die zusätzliche Marge pro Einheit den Volumenrückgang nicht kompensieren. Die Rechnung hinter dem Vorschlag geht nur auf, wenn Kunden bereit sind, das Sechsfache für dieselbe Leistung zu zahlen.
Sind Service-Roboter günstiger als Angestellte?
Der dritte Weg scheitert an der Kostenrechnung. Ein Roboter bezieht kein Gehalt und zahlt keine Sozialabgaben, aber er muss gekauft, gewartet, aktualisiert werden und benötigt physischen Platz im Gastraum. Wie ein Teilnehmer erinnert, gab es in Valencia bereits 2019 Service-Roboter, die sich jedoch nicht lange hielten. Die wiederkehrende Einschätzung lautet, dass sie sich nur für Transportaufgaben lohnen: schmutzige Teller in die Küche bringen und Wege sparen. Nichts davon ersetzt das Aufnehmen von Bestellungen, das Umgehen mit verärgerten Gästen oder Improvisation bei Missgeschicken.
Selbstbedienung und die Rückkehr der Lunchbox
Die zweite Lösung – der Gast bedient sich selbst – wird vom Markt bereits umgesetzt, ganz ohne Genehmigung. Im Supermarkt gekaufte Dosen, Getränke von zu Hause, Mini-Flaschen und Lunchboxen. In der Fachsprache gibt es dafür einen Begriff: Lonchafinismo (die Kultur des Mitnahme-Essens). Die Logik ist simpel: Wenn der Aufpreis keinen Mehrwert bringt, fällt der Zwischenhändler weg.
Selbstbedienung macht das Produkt nicht billiger, sie reduziert die Anzahl der Personen, die es handhaben. Und diese Reduktion wird in einer arbeitsintensiven Branche von manchen eher als Lohnanpassung denn als Innovation gelesen.
Wie viel Marge lässt eine Bar wirklich?
Hier wird die Diskussion interessanter als die Schlagzeile. Manche argumentieren, dass Personal zwar oft der größte operative Posten ist, aber nicht der einzige: Miete, Strom und Steuern belasten die Rechnungen ebenfalls. Als Referenz für geringe Margen wurde Mercadona genannt, mit einer Nettogewinnmarge von rund 3 % auf Millionenumsätze. Ein weiteres häufiges Argument besagt, dass spanische Unternehmen mit geringer Wertschöpfung kaum Spielraum haben, Gewinne zu reduzieren, ohne in Verlustzone zu rutschen.
Bei dieser Struktur ist die Erhöhung des Endpreises die am leichtesten zu erklärende, aber schwerst durchhaltbare Lösung. Manche befürworten stattdessen niedrigere Steuern und Stromkosten; andere entgegnen, dass dieses Rezept das Grundproblem nicht löst, sondern nur versteckt.
Auswirkungen auf Beschäftigung und Löhne in der Branche
Ein Teilnehmer erinnert daran, dass früher ein Kellner eine Familie ernähren konnte und mit der Schürze in Rente ging, ohne astronomische Barpreise. Der klassische Vergleich zieht die Landwirtschaft heran: Tagelöhne von etwa 60 Euro in den Neunzigern gegenüber 40 Euro heute, während der Kilopreis für Orangen von 60 Cent auf 3 Euro stieg.
In diesem Kontext wandte sich ein Teil der Diskussion der Rolle ausländischer Arbeitskräfte in der Branche zu. Es wird argumentiert, dass der kontinuierliche Zustrom von Arbeitnehmern, die bereit sind, lange Stunden für niedrige Löhne zu arbeiten, als Lohnpuffer fungiert hat; eine andere Lesart besagt, dass das Problem in der Geschäftsstruktur liegt, nicht darin, wer sie ausfüllt. Beide Sichtweisen stimmen in einem Punkt überein: Die Löhne in der Branche sind nicht mit den Lebenshaltungskosten Schritt gehalten.
Und damit kehren wir zum Ausgangspunkt zurück. Mehrere Teilnehmer sind sich einig, dass billiges Bier, subventioniert durch schlechte Bezahlung der Bedienung, kein tragfähiges Geschäftsmodell ist, sondern eine bequeme Art, Arbeit nicht fair zu entlohnen. Die Frage bleibt: Wird bei 15 Euro pro Bier jemand die Hand heben, um die nächste Runde zu bestellen?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (226 Antworten).
Laut La Razón sind in Galicien in zwei Septemberwochen 1.400 Lehrer krankgeschrieben, was die Debatte über Arbeitsunlust und politische Instrumentalisierung neu entfacht.
Vor einem Jahrzehnt sagte Soros voraus, dass Spanien in einer Dauerkrise leben würde. Lohn-, Einkommens- und Kinderarmutsdaten bestätigen seine Vorhersage. Eine Analyse…
Die Verlegung französischer und britischer Truppen nach Odessa macht diese Soldaten zu Zielen für Russland und bringt die NATO einer direkten Konfrontation näher. Ein Pulverfass droht zu explodieren.
Vor dem spanischen Verkehrsministerium skandieren Demonstranten „Óscar Puente, ministro de la muerte“ – Minister des Todes. Aus Bahnprotest wird ein politischer Schlachtruf gegen den Minister.