Nordkorea: vom rostigen Schiff zum Hwasong-20 auf 11 Achsen

Das nordkoreanische Regime entwickelte sich von einem rostigen Schiff 2015 zum Hwasong-20 auf Lkw mit 11 Achsen. So entstand Jahr für Jahr ein Arsenal, das den Raketenschild übersteigt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Von rostigem Schrott zum Hwasong-20: ein Jahrzehnt Aufrüstung

Am 3. Juli erprobte das Regime das Kampfsystem des Zerstörers Kang Kon, des zweiten Schiffs der Choe-Hyon-Klasse, mit strategischen Marschflugkörpern, Bordgeschützen, automatischer Artillerie und elektronischer Kriegsführung. Das erste Schiff, die Nummer 51, ist bereits im Dienst; das dritte und vierte werden gebaut. Es ist die letzte Station eines Arsenals, das 2015 kaum einen eigenen Namen hatte und heute mit Feststoff-ICBMs, nuklearen Unterwasserdrohnen und einem Atom-U-Boot mit 8.700 Tonnen prahlt.

Was sich seit 2015 am nordkoreanischen Arsenal geändert hat

Im Februar 2015 tauchte ein schnelles Angriffsboot vom SES-Typ auf, mit geringer Radarsignatur und vier Seezielflugkörpern. Ein Jahr später bestätigte der Kwangmyongsong-4, dass das Raumfahrtprogramm nach den Fehlschlägen von 2012 durchhielt. Im Januar 2021 präsentierte sich der Pukguksong-5 bei der Parade zum Achten Parteitag als Feststoff-SLBM. Die Abfolge ist nicht kosmetisch: Aus einem Schauarsenal wurde eine Kette, die entwirft, testet und stationiert.

Die Artillerie schlug denselben Weg ein. Im Mai zeigte das Regime ein Mehrfachraketenwerfersystem mit 24 Rohren und 240 mm mit erweiterter Reichweite von 90 km sowie eine Granate mit 65 km Reichweite für die 155-mm-Selbstfahrlafette. Geschütze, die darauf ausgelegt sind zu sättigen, nicht zu paradieren.

Der Hwasong-18 und das Ende der Vorwarnzeit

Der eigentliche Sprung kam im April 2023. Der Hwasong-18, der erste echte Feststoff-ICBM, verkürzte die Startvorbereitung von Stunden auf Minuten und ermöglichte es, den Launcher in Tunneln zu verstecken, bereit zum sofortigen Ausfahren. Im April 2024 kam der Hwasong-16B hinzu, eine IRBM mit Hyperschall-Gleitflugkörper, der mit über Mach 5 in geringer Höhe fliegt und ausweicht, um Radaren zu entgehen. Im März 2025 eine umgebaute Il-76MD als AWACS; im Oktober 2025 der Hwasong-20 auf TEL-Lkw mit 11 Achsen.

Die Kosten, die nicht aufgehen: 63 Milliarden gegen eine Rakete

Die wirtschaftliche Analyse ist die, die wehtut. Das amerikanische Ground-based Midcourse Defense (GMD) hat bereits mehr als 63.000 Millionen US-Dollar gebunden für eine Verteidigung, die das Material selbst als mathematisch unzureichend beschreibt: eine billige Rakete mit einem teuren Abfangjäger abzufangen ist ein Geschäft, das der verliert, dessen Brieftasche kleiner ist.

Auf der anderen Seite des Arguments steht der Skeptizismus. Manche erinnern an das unvollendete Hotel in Pjöngjang und behaupten, die halbe Infografik sei Kulisse. Andere lesen den Rost am ersten U-Boot als Beweis, dass die Geräte genutzt und die Besatzungen trainiert werden. Beide Lesarten existieren nebeneinander, ungelöst.

Was nicht zusammenpasst

Zwei Aussagen lässt das Material offen. Erstens, ob der Zerstörer Kang Kon voll einsatzbereit ist und nicht nur ein Testmodell. Zweitens die tatsächliche Rolle der nordkoreanischen Pioniere in Kursk, mit russischen Uniformen und Ausrüstung und einem Notizbuch voller politischer Lehren im Gepäck. Widerspruchsfrei ist die offizielle Erzählung jedenfalls.


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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (95 Antworten).

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