Niederländische Ministerin gibt Migranten Vorrang bei Wohnraum

Die niederländische Wohnungsministerin erklärte, junge Leute könnten noch bei den Eltern wohnen. Ein Tweet behauptet, Migration habe die Nachfrage seit... um 60% erhöht.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Niederländische Ministerin gibt Migranten Vorrang bei Wohnraum
Niederlande geben Migranten vor jungen Niederländern Wohnraum

Kann sich ein entwickeltes Land leisten, neu Ankommende beim sozialen Wohnungsbau zu priorisieren, während die eigene Jugend noch im Haus der Eltern lebt? Die niederländische Wohnungsministerin, Elanor Boekholt-O'Sullivan, hat dies ohne Umschweife verteidigt: „Für mich ist das Grundprinzip, dass jeder, der kann und will, in den Niederlanden ein Dach über dem Kopf hat.“ Diese Aussage, festgehalten in einem Tweet von Remix News & Views, hat in Spanien eine hitzige Debatte ausgelöst, wo das Problem des Zugangs zum Wohnraum ebenso gravierend ist. Die Daten sind nicht unerheblich: Laut diesem Tweet hätte die Masseneinwanderung seit 2015 zu einem Anstieg der Wohnungsnachfrage um 60 % beigetragen.

Die Warteliste, die niemanden respektiert

In den Niederlanden funktioniert der soziale Wohnungsbau über Wartelisten, die Jahre dauern können. Laut einem Teilnehmer erleben 52 % der Bewohner Stress durch die Wohnsituation, und 72 % derer, die sich eine Wohnung teilen, verschieben wichtige Lebensentscheidungen wie Heirat oder Kinder. Die Geburtenrate ist auf 1,43 gesunken, gegenüber 1,8 im Jahr 2010. Gleichzeitig erhalten Migrantenbewerber Zugang zu „Notunterkünften“ und überspringen diese Schlangen, so der verbreitete Tweet. Die Ministerin rechtfertigt die Priorität mit dem Argument, junge Niederländer könnten „noch bei ihren Eltern wohnen“. Eine unbequeme Wahrheit für viele: Ohne familiäres Netz lässt das System einen zurück.

Der Pull-Effekt des sozialen Wohnungsbaus

Das Argument in Foren lautet, dass das „subjektive Recht auf Wohnraum“ jede Grenze zu einer offenen Tür macht. Wenn jeder Ankömmling das Recht hat, vom Staat ein Dach über dem Kopf zu bekommen, ist der Anreiz zur Einwanderung maximal. Eine kleine Gemeinde könnte mit großer Mühe 200 oder 300 Sozialwohnungen bauen; mit der Verteilung von Migranten wären sie sofort gefüllt. Die Einheimischen zahlen derweil die Rechnung. Es ist dieselbe Logik wie bei Kindergeld, wo bestimmte Gruppen den größten Anteil zu nehmen scheinen. Die schwebende Frage ist, ob der Staat denen den Vorrang geben soll, die bereits beitragen, oder denen, die gerade erst angekommen sind.

Westeuropa: Demografischer Selbstmord als öffentliche Politik

Der niederländische Fall ist keine Ausnahme. In Spanien behaupten einige, die PNV (Baskisch-Nationalistische Partei) und andere Parteien hätten ähnliche Politiken im Baskenland angewandt und Migranten vor Einheimischen Wohnraum gegeben. Das Gefühl, dass ganz Westeuropa derselben Agenda folgt – unabhängig davon, wer regiert –, ist weit verbreitet. Es wird argumentiert, dass selbst rechte Parteien es nicht wagen, die Einwanderung einzudämmen, aus Angst, als Rassisten bezeichnet zu werden. Das Ergebnis: Ein Europa, das einst der Höhepunkt von Freiheit und Wohlstand war, scheint nun entschlossen, sich aufzulösen. Wie ein Teilnehmer sagt: „Westeuropa erreichte im letzten Jahrhundert das höchste Maß an Freiheit, Wohlstand, wirtschaftlicher und militärischer Macht sowie wissenschaftlicher Entwicklung in der bekannten Menschheitsgeschichte. Wenige Generationen später scheint dieses gleiche Europa freiwillig beschlossen zu haben, alles inexplicable wegzuwerfen.“

Was passiert mit den jungen Niederländern?

Ministerin Boekholt-O'Sullivan war deutlich: Junge Leute können zu Hause bleiben. Aber diese Lösung ist nicht neutral. Sie verzögert die Emanzipation, reduziert die Bildung neuer Haushalte und verschärft die Geburtenkrise. 72 % der WG-Bewohner verschieben wichtige Entscheidungen. Der soziale Wohnungsbau, gedacht als Sicherheitsnetz, wird zu einem System, das die Wartenden bestraft und die Ankommenden belohnt. Die unbeantwortete Frage ist, was passiert, wenn diese jungen Leute, die „bei den Eltern wohnen können“, 40 werden und immer noch dort sind.

Die Agenda, die niemand wählt

Einige behaupten, dies sei keine Wahl- oder Wirtschaftskalkulation, sondern die Erfüllung einer globalen Agenda. Parteien folgten derselben Roadmap, egal wie die Urnen aussehen. Würde die Linke die Einwanderung bremsen, würde sie Teile ihrer Wählerbasis demobilisieren und Stimmen verlieren; täte die Rechte es, würde sie als fremdenfeindlich gebrandmarkt. Das Ergebnis ist ein Konsens, der Neuankömmlinge begünstigt und Einheimische benachteiligt. Die Konsequenz, warnen einige, wird nicht nur wahlpolitisch sein: „Im aktuellen Tempo wird in einigen Jahren etwas viel Stärkeres als Wählen nötig sein.“



Macht es Sinn, dass ein Land Neuankömmlinge vor seine eigene Jugend stellt? Die Ministerin glaubt ja. Die Daten zu Geburtenraten und Wohnstress legen das Gegenteil nahe. Aber solange Europa keine effektiven Grenzen hat, bleibt die Warteliste eine Lotterie, bei der die Bedürftigsten nicht immer gewinnen.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (125 Antworten).

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