4.000 € für den günstigsten und 68.000 $ für den Luxusplatz: Was das NBA-Finale im Madison kostet
Ein NBA-Finalspiel im Madison Square Garden zu sehen, kostet so viel, wie ein durchschnittlicher Spanier in ein bis zwei Monaten verdient. Das günstigste Ticket für das dritte Spiel der Finalserie zwischen den Knicks und den Spurs liegt bei rund 4.000 €, während VIP-Plätze – neben Promis wie Spike Lee – bis zu 68.000 Dollar kosten. Im Kontext betrachtet wird klar: Live-Basketball ist zu einem Luxusprodukt geworden.
Wer die Knicks seit 27 Jahren nicht mehr in einem Finale gesehen hat, zahlt für die Emotion einen hohen Preis. Das Basisangebot übersteigt bereits die Kosten einer zweiwöchigen Karibikreise. Und die Nachfrage lässt nicht nach: Während manche 4.000 € für einen Sitzplatz für überteuert halten, finden andere das im Vergleich zum Zweitmarkt ähnlicher Events geradezu „billig“. Der Fall Spike Lee illustriert Premium-Treue: Der Filmemacher hat über drei Jahrzehnte hinweg mehr als 10 Millionen Dollar für Dauerkarten ausgegeben, jeweils 300.000 Dollar pro Jahr.
Die Debatte, ob sich das lohnt, spaltet sich in zwei Lager. Die einen halten das Geld in einem globalen Index wie dem MSCI World für besser angelegt. Die anderen sind überzeugt, dass das Erlebnis eines Finalspiels – vor allem, wenn man fast drei Jahrzehnte warten musste – unbezahlbar ist. Die Mehrheit schaut derweil im Fernsehen zu, legal oder über „Piratenstreams“, mit Doritos auf dem Sofa. Der Live-Besuch bleibt sehr bestimmten Geldbeuteln vorbehalten.
Bei dieser Preisspanne verwundert es nicht, dass das Madison mit Corporate Boxes und Promis gefüllt ist, während der eingefleischte Fan das Spiel von zu Hause verfolgt. Die NBA hat die Kunst, Exklusivität zu verkaufen, perfektioniert.
Verwandte Diskussionen im Forum