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Nachbarn, Lärm und Sonderumlagen: Zusammenleben hat seinen Preis
Lärm, Versammlungen und ein Stellplatz für 24.000 Euro: Eigentümergemeinschaften sind ein Mikrokosmos, in dem das Zusammenleben teuer wird und schwarzer Humor hilft.
Eigentümergemeinschaften: Lärm, Sonderumlagen und der Kampf um einen Stellplatz
Was kostet es, mit jemandem zusammenzuleben, den man sich nicht ausgesucht hat? In Spanien wird die Antwort jeden Monat über die Gemeinschaftsabgabe bezahlt – und manchmal in einem Krieg mit Einschreiben. Musik auf volle Lautstärke, der Hund, der nicht schläft, das Baby, das sich das Gummimundstück eines Ballons in den Mund steckt, der Pool, den die einen wollen und die anderen nicht: Eigentümergemeinschaften sind der perfekte Mikrokosmos des erzwungenen Zusammenlebens.
Garagen – diese Blase auf Rädern
Wenige Streitigkeiten zeichnen den Immobilienmarkt besser nach als Stellplätze. Mitten in der Blase gekauft, kostete ein Stellplatz 11.000 Euro; nach dem Platzen bekam man einen ähnlichen für 3.000. Trotzdem erhält der Schnäppchenkäufer inzwischen Kaufangebote über 24.000 Euro. Die Monatsmiete für einen Stellplatz liegt in Gegenden ohne Parkdruck bei etwa 40 Euro. Die komplette Rechnung, Posten für Posten aufgeschlüsselt, zeigt, wie weiter mit einem Raum spekuliert wird, den niemand je zu Gesicht bekommt.
Die Versammlung als Volksggericht
Ausgabenentscheidungen bringen die auf, die Sanierungen und Umbauten wollen, gegen die, die sie nicht bezahlen können. In einer der beschriebenen Versammlungen fiel die Antwort eines Bewohners, als ihn an die Kosten der Sonderumlage erinnert wurde, so simpel wie vernichtend aus: „Wenn ich nicht zahlen kann, zahle ich nicht.“ In einer anderen Gemeinschaft schlägt eine Gruppe von Eigentümern vor, Bänke, Rasen und Bäume zu entfernen, um in einer für Sport angelegten Wohnanlage einen Pool zu installieren. Der Splitter im Auge des anderen bleibt Nationalsport auf jeder Treppe.
Lärm als Schlachtfeld
Der Lärmkrieg wird an zwei Fronten geführt: der Erdgeschosswohner, der Ruhe verlangt, und der Nachbar, der den Hausflur als Teil seines Wohnzimmers betrachtet. Der eine hämmert mitten in der Nacht, um zurückzuschlagen, der andere antwortet der Versammlung mit Einschreiben gegen Rückschein. In diesem Ökosystem ist die WhatsApp-Gruppe eine Verlängerung des Chaos: ein einfaches Ballongummi auf dem Boden wird zur lebensgefährlichen Bedrohung für das Kind der Nachbarin, und ein Rauchverbot in den Wohnungen landet ernsthaft auf der Tagesordnung.
Der Konflikt schmort auf niedriger Flamme, mit Versammlungen, die man aus dem Wohnzimmer hört, und Eigentümern, die „es wird ein Update geben“ verkünden. Bei diesen Geschichten versteht man, warum die Wirklichkeit des Nachbarn jede Fiktion übertrifft und warum das Zusammenleben in der Gemeinschaft mit Geld und Gesundheit bezahlt wird. Die nächste Folge verspricht: „Ich bin gespannt.“ Oder man mauert sich eben im Treppenhaus ein.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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