Mopp gegen Roboter: Widerstand mit Preis

Saugroboter kosten inzwischen 350 Euro statt vor fünf Jahren noch 800. Doch Mopp und Putzhilfe haben weiterhin Verteidiger. Was ist Ihre Zeit wert?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der Saugroboter für 350 Euro und der Mopp, der nicht sterben will

In einem 150 Quadratmeter großen Haus ist der Mopp noch immer die letzte Bastion derer, die nicht ausgeben wollen. Doch die Preise für Saugroboter sind drastisch gefallen: 350 Euro für ein Modell mit Ladestation, gegenüber mehr als 800 Euro vor drei bis fünf Jahren. Der Unterschied liegt nicht mehr am Geldbeutel, sondern am Widerstand.

Widerstand gegen Veränderung ist nichts Neues. Dasselbe Argument wurde gegen den elektrischen Fensterheber und die Waschmaschine vorgebracht: „Ich wasche die Kleidung doch schnell im Fluss." Die Geschichte hatte die Antwort; der Mopp hat es nicht mitbekommen.

Der Preis ist keine Ausrede mehr

Wer einen Roboter nutzt, hält dagegen: 350 Euro, über mehrere Jahre verteilt, seien kaum der Rede wert, und die gesparte Zeit rechtfertige die Anschaffung. Auf der anderen Seite steht die simple Rechnung: Ein Mopp und zwanzig Minuten Schrubben reinigen genauso gut. Die Kritiker richten sich sogar mit einem Bodenstaubsauger von Dyson als Fahne ein, doch der Roboter antwortet mit Preisen, die niemanden mehr erschrecken.

Im Rahmen des bewussten Konsums wird die Entscheidung komplizierter. Die Heimautomatisierung, früher ein Luxus, schleicht sich in die Debatte. Und der Vergleich mit der Putzhilfe hat sich verschoben: Eine Person für die Reinigung zu engagieren, wirkt nicht mehr so rational, wenn ein Roboter die Arbeit vom Smartphone aus erledigt.

Sicherheit als gewichtiges Argument

Das Misstrauen gegenüber Haushaltshilfe ist kein Tabu mehr. Zwischen angeblichen Diebstählen und geleakten Bildern von Türschlössern bereitet es Unbehagen, Fremden die eigene Wohnung zu öffnen. Der Roboter redet nicht, fotografiert die Tür nicht und speichert keine Informationen.

Das Etikett „faul" taucht ebenfalls auf: Die einen sehen im Roboter das Werkzeug der Trägheit, die anderen eine unaufhaltsame Entwicklung. Dasselbe „Dafür bin ja ich da" begleitete die Spülmaschine und den Küchenroboter. Der Mopp wird im Museum der sinnlosen Widerstände enden, während jemand weiter vor einem verschimmelten Eimer kniet und behauptet, auch den Schmutz könne man lieben.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (25 Antworten).

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