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Mobile Wärmepumpe: Heizen für nur 62 Euro im Jahr
Ein Nutzer kommt mit einer gebrauchten mobilen Wärmepumpe auf 62 Euro Heizkosten pro Jahr. Sein Trick: Der Kompressor steht in der Wohnung.
Heizen für 62 Euro im Jahr: Die Wärmepumpe, die die Heizkostenrechnung sprengen will
Ein Klimagerät mit Wärmepumpe, gebraucht für 130 Euro gekauft, heizt eine Wohnung sechs Monate lang täglich acht Stunden – für 62 Euro im Jahr. Die Rechnung stammt von einem Nutzer, der mit Heimbatterien und einem Kilowattstundenpreis von 0,066 Euro rund um die Uhr prahlt. Statt die Debatte zu beenden, hat die Zahl eine unbequeme Frage aufgeworfen: Funktioniert eine Wärmepumpe überhaupt, wenn das Thermometer unter fünf Grad fällt?
Die Antwort hängt – und hier liegt der Knackpunkt – davon ab, wo der Kompressor sitzt. Die These dieses Nutzers: Geräte mit Außengerät – die üblichen Split-Klimaanlagen – verlieren bei extremer Kälte an Leistung, während mobile Geräte mit dem Kompressor in der Wohnung die Wärme aus der Innenluft ziehen und die kalte Luft nach draußen blasen. Das Ergebnis, so seine Behauptung, sei eine Leistung, die nicht von der Außentemperatur abhänge. Der Beweis: Bei 17 Grad draußen kommt die Luft mit 55 Grad heraus; bei 7 Grad ebenso.
Das Loch im Fenster und die 200-Euro-Scheibe
Das erste Hindernis ist nicht thermodynamischer, sondern handwerklicher Natur. Um das Rohr für die warme Luft nach draußen zu führen, muss man Fenster oder Wand durchbohren. Wer Dreifachverglasung mit Argon hat, lehnt das kategorisch ab: Er wird sich nicht in ein teures Fenster bohren, um ein Experiment auszuprobieren. Die Alternative, eine maßgefertigte, vorgebohrte Glasscheibe, kostete damals über 200 Euro. In der Praxis verlangt der Aufwand also eine Installationsgebühr, die einen guten Teil der Ersparnis auffrisst.
Der zweite Streitpunkt ist der Komfort. Heizungen, die Luft bewegen, zwingen dazu, die Temperatur höher zu stellen, um dasselbe Wärmegefühl zu erreichen; die Wärme sammelt sich oben, die Füße bleiben kalt. Ein Gerät von 2008, so die Erfahrung eines anderen Teilnehmers, lässt bereits unter sieben oder acht Grad nach. Der vorgeschlagene Ausweg: es als Ergänzung zu einer anderen Wärmequelle nutzen, nicht als Ersatz.
Was kostet das Heizen einer Wohnung mit Wärmepumpe?
Die ursprüngliche Rechnung stützt sich auf einen Strompreis, den nicht jeder bekommt. Mit Batterien kostet die Kilowattstunde 0,066 Euro. Ohne sie sieht die Lage anders aus: Bei einem Festpreis von 0,12 Euro pro Kilowattstunde rund um die Uhr läge die Jahresrechnung über 130 Euro. Immer noch ein niedriger Wert verglichen mit den geschätzten 1.400 Euro für vier Monate konventionelles Heizen – oder den zwei Euro pro Stunde, die einen Vermieter die Heizung jeder Wohnung seines Landhauses kosteten.
Der Vergleich mit dem klassischen Kessel ist das eigentliche Argument: Während die einen behaupten, die Wärmepumpe sei die effizienteste Lösung und wer weiter mit Gas heize, verschwende Geld, erinnern andere daran, dass Millionen Ingenieure nach der optimalen Lösung suchen und dass ein 130-Euro-Gerät von Wallapop die Thermodynamik nicht neu schreiben wird. Die berechtigte Frage bleibt in der Luft: Bei null Grad in Madrid – kommt die Luft mit 55 Grad heraus oder bleibt es ein Herbstversprechen?
Die Antwort wird der Winter bringen. Bis dahin verblüfft eine andere Zahl: Dasselbe Gerät wurde gekauft, um die 50 Grad des Sommers zu überstehen. Das Heizen war Plan B.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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