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Milei landet in Spanien – ohne Foto mit VOX oder PP
Milei kommt nach Spanien, ohne Abascal oder Feijóo zu treffen. Nur eine akademische Veranstaltung und ein PSOE-Transparent in Ferraz: die wahltaktische Rechnung hinter der Abfuhr.
Milei landet in Spanien, und weder VOX noch die PP wollen das Foto
Javier Milei kommt nach Spanien, und die Szene hat etwas Paradoxes: Der argentinische Präsident, der die Kettensäge zu seinem politischen Markenzeichen gemacht hat, landet in einem Land, wo die Rechte, die mit seinem Diskurs am meisten geflirtet hat, ihm die Tür verschlossen hat. Es wird kein Treffen mit Santiago Abascal geben. Auch nicht mit Alberto Núñez Feijóo. Von den Schwergewichten schien nur Isabel Díaz Ayuso bereit zu sein, ihn zu empfangen, und veröffentlichte Berichte deuten darauf hin, dass es am Ende auch kein Foto mit der Madrider Regierungschefin geben wird. Der Besuch beschränkt sich auf eine akademische Veranstaltung an der Universidad Juan Carlos I, wo sein Freund Jesús Huerta de Soto auf ihn wartet.
Die Rechnung ist nicht ideologisch. Sie ist wahltaktisch. Und zwar auf einfachstem Niveau.
Warum VOX das Foto mit Milei meidet
Die kühlste Antwort liefert der argentinische Wirtschaftskontext, den die spanische Opposition selbst anführt: **30.000 geschlossene Unternehmen** seit Mileis Machtübernahme, ein Anstieg der Arbeitslosigkeit um rund **400.000 Menschen**, eine Arbeitsmarktreform, die die Löhne nach unten gedrückt hat, und eine Inflation, die sich zwar von den geerbten **200%** abgeschwächt hat, aber – so die Kritik – auf Kosten des Konsumverzichts erreicht wurde. Mit dieser Bilanz ist ein Foto neben dem argentinischen Präsidenten eine unbequeme Schlagzeile in der Mittagsnachrichtensendung.
Manche behaupten, VOX habe den Wirtschaftsliberalismus längst aufgegeben und umarme einen Konservatismus mit Fahne und Transparent. Der kirchentreue Wähler wiegt schwerer als der mit dem Volkswirtschaftslehrbuch. Abascal braucht den Argentinier nicht: Die Angst und das „der Wolf kommt" genügen ihm. Und Milei selbst kommt auch nicht, um jemanden zu missionieren, sondern um seine Geschichte in einem wohlgesonnenen Forum zu verkaufen.
Die 70 % Ablehnung, die niemand importieren will
Die Zahl, die über dem ganzen Unternehmen schwebt, sind die **70 % Ablehnung**, die Milei in seinem Land trägt, laut den Umfragen, die in der Debatte zitiert werden. Ein Prozentsatz, der ihn jedoch nicht daran hindert, in den Meinungsumfragen gleichauf mit dem peronistischen Kandidaten zu liegen. Es ist das Prinzip Angst oder Tod: Ein Anführer, der mehrheitliche Ablehnung erzeugt, aber einen harten Kern behält, der groß genug ist, um zu konkurrieren.
Dieses Profil ist giftig für jede Partei, die bei bevorstehenden Wahlen Sitze riskiert. Die spanische Rechte weiß das. Deshalb ist der Besuch zu einer fast privaten Angelegenheit geworden, ohne roten Teppich und ohne Truppe von Funktionären.
Das PSOE-Transparent in Ferraz
Während sich die Rechte versteckt, hat das PSOE im Besuch ein unerwartetes Geschenk gefunden. Die Zentrale in Ferraz erwachte mit einem Transparent mit der Aufschrift „Die Linken heißen dich in Spanien willkommen", eine Geste, die Milei als das darstellen soll, was die Linke in ihm sieht: einen Provokateur, der keine institutionelle Behandlung verdient. Der Schachzug hat seine Logik: Jeder Auftritt des Argentiniers stärkt die sozialistische Erzählung, dass die spanische Rechte mit einem gescheiterten Wirtschaftsenswirtschaft flirtet.
Die Ironie: Pedro Sánchez selbst bat 2023 um die Stimme für den peronistischen Kandidaten, der **200 % Inflation und 50 % Armut** hinterließ, wie die Zeitungsarchive erinnern. Konsistenz ist in diesem Stück niemandes Stärke.
Was die Rechte mit dieser Abfuhr verliert
Für manche ist die verpasste Gelegenheit offensichtlich: ein aktuelles Foto von zwei politischen Tieren zusammen, das Gespräch über die wirtschaftlichen Heldentaten des „peluca" in Argentinien, die Kettensägengeschichte als Optimismus-Symbol für die Basis. All das bleibt unausgeschöpft. VOX und die PP sind laut der häufigsten Kritik Genies im Schuss ins eigene Knie.
Aber die Wahltaktik regiert. Und mit 70 % Ablehnung und einer Bilanz von 30.000 Unternehmen weniger lohnt das Foto nicht.
Wäre etwas anders verlaufen, wenn Milei von der spanischen Rechten mit Ehren empfangen worden wäre? Die Antwort hängt, wie fast alles in der Politik, davon ab, wen man fragt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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