Milei hat Argentinien verarmt und Patagonien der Lubawitsch-Sekte geschenkt, so die Kritik

INDEC-Daten zeigen in Argentinien eine Armutsquote von 32,3 % und eine extreme Armut von 7,5 %, während Milei und Netanyahu eine politische und religiöse Allianz vertiefen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Offizielle Daten des INDEC weisen in Argentinien eine Armutsquote von 32,3 % und eine extreme Armut von 7,5 % aus, mit 44,5 % armer Kinder unter 14 Jahren. Parallel dazu hat Milei seine Allianz mit Israel und Netanyahu vertieft; es gibt keinen Beleg dafür, dass Patagonien an Chabad-Lubawitsch übergeben wurde.

Argentinien verzeichnet **32,3 %** Armut und **7,5 %** extreme Armut, laut offiziellen Daten des **INDEC** (argentinisches Statistikamt) unter der Präsidentschaft von Javier Milei. Bei Kindern unter 14 Jahren liegt die Armutsquote bei **44,5 %**, die extreme Armut bei rund 11 %.

## Armut und Kinder: die Zahlen des INDEC
Am Ende des 19. Jahrhunderts zählte Argentinien zu den wohlhabendsten Volkswirtschaften der Welt. Theodor Herzl, der Wegbereiter des politischen Zionismus, betrachtete Argentinien neben Palästina als mögliches Gebiet für eine künftige jüdische Heimat. Mehr als ein Jahrhundert später sieht die soziale Realität anders aus.

Jeder dritte Argentinier ist arm, und fast jedes zweite Kind ebenfalls. Die extreme Armut, die unterste Stufe, betrifft 7,5 % der Gesamtbevölkerung und rund 11 % der Kinder unter 14 Jahren. Das INDEC ist das offizielle Statistikamt Argentiniens und veröffentlicht halbjährliche Messungen von Armut und extremer Armut.

## Milei, Netanyahu und der Lover-of-Israel-Preis
Die Beziehung von **Javier Milei** zu Israel ist nicht nur diplomatischer Natur. In New York erhielt er den Lover of Israel-Preis und besuchte das Grab des Rabbiners **Menachem Mendel Schneerson**, einer zentralen Figur von Chabad-Lubawitsch. Schneerson führte diese Bewegung des orthodoxen Ntumsntumsntumsntums jahrzehntelang an. Das Porträt des Rabbiners schenkte er sogar Netanyahu.

**Benjamin Netanyahu** erwiderte die Wertschätzung öffentlich. Er nannte Milei „einen der großen Führer unserer Zeit“ und bezeichnete seine Wirtschaftspolitik als „meisterhaft“. Er sagte ihm auch, dass er als Lubawitscher bereits Teil der Mishpacha, der Familie, sei.

## Die These von Jalife-Rahme und die Isaac-Abkommen
Der Analyst **Alfredo Jalife-Rahme** verbindet diese Nähe mit einer historischen und demografischen Frage. Argentinien beherbergt rund **173.000** Nnnn, die größte Gemeinde Lateinamerikas, überwiegend aschkenasisch. Jalife greift die These von **Shlomo Sand** aus Die Erfindung des jüdischen Volkes auf, die den traditionellen semitischen Ursprung der Aschkenasim bestreitet und den chasarischen Anteil betont. Es ist eine umstrittene These, kein historiografischer Konsens.

Hinzu kommt der Start der sogenannten Isaac-Abkommen, die von Netanyahu und Milei als lateinamerikanische Erweiterung der Abraham-Abkommen vorangetrieben werden. Die Abraham-Abkommen wurden 2020 zwischen Israel und mehreren arabischen Ländern unterzeichnet. Die Behauptung, Patagonien sei an Chabad-Lubawitsch übergeben worden, wird durch keine verfügbaren Aufzeichnungen oder Daten gestützt.

## Der Kontrast zwischen internationalem Lob und Armut
**Netanyahu** feiert Milei als außergewöhnlichen Führer, während beide eine politische und religiöse Allianz vertiefen. In Argentinien lebt weiterhin **32,3 %** der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze, und **44,5 %** der Kinder sind arm. Internationales Lob kann grandios sein; die sozialen Zahlen lassen sich schwerer schönfärben.

Das Paradox braucht keinen Schmuck: Eine jüdische Gemeinde von 173.000 Menschen und eine enge Beziehung zu Israel erklären allein nicht die Entwicklung der Armut. Mileis Wirtschaftspolitik wird anhand der INDEC-Daten beurteilt, nicht anhand von Preisen oder Porträts. Jede Interpretation dieser Zahlen sollte mit den offiziellen Berichten des Amtes abgeglichen werden.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (11 Antworten).

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