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Migrationsdruck auf Ceuta und das Gespenst des Grünen Marsches
Weniger als 1.000 Geburten pro Tag und 730.000 Einreisen pro Jahr: Der Migrationsdruck auf die spanische Exklave Ceuta öffnet die Debatte über den Grünen Marsch neu.
Ceuta, die Demografie und das Gespenst eines zweiten Grünen Marsches
Der Migrationsdruck auf Ceuta hat ein Konzept zurück in die Diskussion gebracht, das scheinbar in den 1970er Jahren begraben war: den Grünen Marsch. Die massenhafte Mobilisierung, die Marokko damals im Westsahara-Konflikt organisierte, wird nun als mögliches Szenario für die spanische autonome Stadt beschworen, während ständig Hunderte Menschen an der Grenze ankommen.
Trotz des politischen Lärms bleibt eine Zahl präsent: Spanien verzeichnet weniger als 1.000 Geburten pro Tag, und bei der Hälfte davon hat mindestens ein Elternteil einen ausländischen Hintergrund. Derweil wird die Zahl der Migranten, die über die Südgrenze einreisen, auf 2.000 bis 3.000 Personen pro Tag geschätzt, also rund 730.000 pro Jahr. Hielte dieses Tempo an, läge der Anteil der als einheimisch geltenden Bevölkerung in zwei bis drei Jahrzehnten unter 25 Prozent, so die Analyse, die in Wirtschaftskreisen kursiert.
Was steckt hinter der Anspannung? Es werden zwei Deutungen diskutiert. Die eine besagt, Marokko spiele das Drehbuch von 1975 erneut durch: Chaos an der Grenze erzeugen, um eine internationale Intervention zu erzwingen und den Status von Ceuta neu zu verhandeln. Die andere richtet den Blick auf die spanische Regierung, der vorgeworfen wird, auf den demografischen Druck zu spät und zu schwach zu reagieren.
Gelöst wird die Frage nicht, wie Migrationspolitik mit einer Demografie vereinbar ist, die ohne Zuwanderung nicht mehr trägt. Die Parallele zum Grünen Marsch mag übertrieben sein, aber die Zahl von 25 Prozent einheimischer Bevölkerung in 30 Jahren ist keine Übertreibung: Es ist eine mathematische Projektion, die die politische Debatte vorerst lieber nicht diskutiert.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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