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Mietpreisbremse in Barcelona treibt Preise in die Höhe
Die Mietpreisbremse in Spanien hat die Kosten nicht gesenkt: Ein 25-m²-Studio wird für 1.500 Euro angeboten, während Eigentümer Wohnungen leer stehen lassen.
Die Mietpreisbremse gilt in Barcelona bereits seit einiger Zeit und führt zu Ergebnissen, die dem vom BOE (Staatsanzeiger) versprochenen Ziel widersprechen: Die Stadt festigt ihre Position als einer der teuersten Mietmärkte weltweit. Das Paradoxon hat eine Erklärung, die Vermieter ohne Scheu wiederholen: Wenn die Einhaltung der Gesetze teurer ist als die Vermietung, werden Wohnungen verschlossen. Ein 25-Quadratmeter-Studio wird für 1.500 Euro inseriert, wobei Referenzen verlangt werden. Dies ist keine Übertreibung, sondern der Markt, der unter den auferlegten Regeln funktioniert.
Leere Wohnungen statt geschützte Mieter
Der häufigste Fall betrifft private Eigentümer geerbter Immobilien, nicht große institutionelle Vermieter. Ein Eigentümer einer 65-Quadratmeter-Wohnung in Les Corts, die er vermieten wollte, bis sein Kind auszieht, installierte eine Sicherheitstür und einen Alarm und ließ die Wohnung leer. Sein Berater erklärte, dass nach dem aktuellen Gesetz über städtische Mietverhältnisse schutzbedürftige Mieter nicht gekündigt werden können und Nebenkosten weiterhin gezahlt werden müssen. Die Wohnung, die für 1.300 oder 1.400 Euro monatlich vermietet worden wäre, fehlt im Angebot. Multipliziert man dies mit Tausenden, wird der angespannte Markt deutlich.
Die Logik des Vermieters ist einfach: Wenn das juristische Risiko die Rentabilität übersteigt, wird nicht vermietet. Wird nicht vermietet, gibt es kein Angebot. Ohne Angebot spiegelt der verbleibende Preis wider, was Käufer für knappe Einheiten zahlen. Das Gesetz hat nicht die Nachfrage begrenzt, sondern das Angebot.
Geschlossene Mietkreise und Empfehlungsschreiben
Die unmittelbare Folge ist ein Parallelmarkt, in dem persönliche Beziehungen wichtiger sind als Einkommensnachweise. Private Eigentümer fragen zuerst Familie und Freunde nach vertrauenswürdigen Kandidaten und bieten diesen unter Marktpreis an. Diese Einheiten werden innerhalb von Wochen vermietet, ohne Inserate oder Makler. Außenstehende ohne Netzwerk sehen sich aufgeblähten Preisen und strengen Auswahlverfahren gegenüber, die zuvor unbekannt waren.
Einige argumentieren, dass das Kernproblem nicht die Bremse selbst, sondern die rechtliche Unsicherheit sei: Die Möglichkeit, Immobilien in Wochen statt Jahren zurückzuerhalten, würde Tausende geschlossener Wohnungen auf den Markt bringen. Andere behaupten, die Bremse allein schrecke Investitionen ab. Beides kann gleichzeitig wahr sein und ist es wahrscheinlich auch.
Warum Preise trotz Begrenzung steigen
Weil Deckelungen die Angebotspreise beeinflussen, nicht die Wohnungsknappheit. Wenn Obergrenzen unter dem Gleichgewichtspreis liegen, zieht sich das Angebot zurück und der Markt verengt sich. Das Ergebnis ist weniger verfügbare Ware und stagnierende oder steigende Preise im verbleibenden Segment. Dieses Muster entspricht anderen europäischen Städten mit ähnlichen Maßnahmen und wiederholt sich hier.
Ein weiterer Faktor sind Steuern und Bodenverfügbarkeit. Experten argumentieren, dass der einzige reale Weg zur Erschwinglichkeit im Massenbau günstiger Wohnungen liegt: Freigabe von Bauland und Steuerbefreiung für Erstwohnungen könnten die Endpreise halbieren. Der Einwand ist politisch, nicht ökonomisch: Wenn dies die Vermögenswerte der 77 % der Bevölkerung, die Hauseigentümer sind, entwertet, würde keine Partei, die dies umsetzt, erneut Wahlen gewinnen.
Der soziale Schutzschild, den niemand finanzieren will
Die Debatte verlagert sich auf das Wahlkampfthema. Eine Ansicht besagt, dass Vorschriften für politischen Gewinn und nicht für wirtschaftliche Ergebnisse gestaltet werden und die Entscheidungsträger dies wissen. Eine andere Argumentation sieht das Problem in Angebot und Boden, nicht in Ideologie. Eine dritte, unbequeme Perspektive zielt auf die Basis der Gesellschaft: In einem Land, in dem Mieter Vermieter missbilligen und Wohngemeinschaftsbewohner Alleinstehende beneiden, wird jedes Gesetz, das jene mit etwas mehr Reichtum benachteiligt, gefeiert, ohne die langfristigen Folgen zu bedenken.
Währenddessen bleiben Wohnungen geschlossen, Schlüssel zirkulieren unter Bekannten und Barcelonas Quadratmeterpreis bleibt hoch. Das Gesetz scheiterte nicht an mangelnder Durchsetzung. Es funktionierte genau wie geplant: Es schützt bestehende Mieter und schließt Neulinge aus.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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