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Midterm-Wahlen 2026: Florida und Guam deuten keine blaue Welle an
Florida rückt auf 53,1 % Republikaner vor und Guam wechselt die Farbe: Die ersten Daten der Zwischenwahlen 2026 widerlegen die Wettprognosen einer blauen Welle.
Ein Verhältnis von 53,1 % zu 24,8 %. Das war das vorläufige Bild in Florida am 3. November 2026, wobei die Republikaner seit 2024 fast sechs Punkte zulegten und die Demokraten mehr als zwei abgaben. Der Wahltag der Zwischenwahlen begann mit der These, dass der Trumpismus für den Iran und die Spritpreise büßen würde. Die ersten Beteiligungsdaten zeigten ein anderes Bild.
Die vorherrschende Prognose war das Gegenteil. Die Wettmärkte sahen die Demokraten im Vorteil, die Börsen fielen und die Medien berichteten über einen erschöpften Präsidenten. Doch die kreisweise Auswertung in Florida zeigte eine republikanische Führung bei den Dienstagstimmen, die von 21,5 Punkten um sieben Uhr morgens auf 28 Punkte um elf Uhr stieg. Nur drei Kreise wurden blau. Und aus dem Pazifik kam die erste Überraschung: Die Republikaner eroberten das Gouverneursamt von Guam.
Die Wirtschaft dominiert, aber anders als erwartet
Der Hauptgrund, den Exit-Polls an erster Stelle nannten, war die Wirtschaft. Die Lebenshaltungskosten. Hier ist die Diagnose einhellig: Trumps inflationspolitische Maßnahmen und Zölle sind gescheitert. Der Einstieg in den Iran trieb den Ölpreis und damit alles andere nach oben. Manche vertreten die Ansicht, dass der Fehler nicht so sehr der Konflikt selbst war, sondern ihn ungelöst und festgefahren verkommen zu lassen, während der Rohölpreis stieg.
Das Paradoxon besteht darin, dass diese Unzufriedenheit sich in den ersten Daten nicht in einer Wahlniederlage niederschlug. Die Nichtwahl, nicht die demokratische Stimme, schien das Schicksal vieler enttäuschter Wähler zu sein. Einige sehen den Verrat an den Venezolanern und Kubanern – das Aufgeben der demokratischen Sache wegen des Öls – als den schwersten Fehler der Legislaturperiode, noch schlimmer als der Iran. Sie wählen nicht den Gegner. Sie bleiben einfach zu Hause.
Das Modell, das funktioniert: DeSantis und Florida
Wenn es ein Gebiet gibt, das diese Ergebnisse übersteht, dann ist es Florida. Eine immer vielfältigere Bevölkerung, und dennoch gewinnen die Republikaner wieder alles: Senat, Gouverneursamt und Kammern. Das verbreitete Argument lautet, dass DeSantis' Politik, die Gesellschaft nicht in einen ethnischen Krieg zu verwandeln, die einzige exportierbare Roadmap für die Partei sei. Gegen den städtischen Kosmopolitismus, der in die andere Richtung zieht, bietet Floridas Erfolg eine Formel.
Die tiefere Lesart ist unbequemer. Übertriebenen Patriotismus reicht nicht aus, um Wahlen zu gewinnen. Kinder von Einwanderern aus aller Welt, die die Städte bevölkern, stimmen aus anderen Gründen ab. Und die Partei, die zwei Jahre lang das Schreckgespenst des Kommunismus und des radikalen Sarracinismus beschwor – „Dies ist nicht mehr die Demokratische Partei eurer Großeltern“, sagte Sprecherin Karoline Leavitt – stellt fest, dass Angst nicht immer mobilisiert.
Der Senat, der Kongress und die 38 umkämpften Bundesstaaten
Die am häufigsten wiederholte Vorhersage vor Schließung der Wahllokale war, dass der Senat gehalten und der Kongress sehr knapp werden würde. Ohio erschien als republikanische Hochburg. Aber die Nacht ist lang: Die Ostküste schloss erst eine Stunde später, und Alaska lag sieben Stunden dahinter. Parallel dazu wurden Regierungen und Parlamente in 38 Bundesstaaten gewählt, ein Detail, das oft vom nationalen Lärm übertönt wird.
Das Endergebnis für den Kongress stand zum Zeitpunkt dieser Diskussion noch nicht fest. Klar war jedoch, dass die blaue Welle, die viele bereits sicher glaubten, sich in der Beteiligung nicht widerspiegelte. Die Republikaner gingen zur Wahl. Die offene Frage ist, ob dies ausreicht, um beide Kammern zu halten, oder nur eine Niederlage kaschiert, die die Wettanbieter bereits eingepreist hatten.
Mit einem starken Florida und Guam im Sack ist der von Optimisten angekündigte Schlag noch nicht gelandet. Auch kein Erdrutsch. Es bleibt abzuwarten, was passiert, wenn Alaska schließt und die 38 Bundesstaaten ihre Auszählung beendet haben.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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