Midas verlangt 63 € pro Stunde Werkstattarbeit: Billigwerkstatt ade

Midas berechnet 63 € pro Arbeitsstunde, doch die Werkstatt um die Ecke verlangt schon 55 € und ein BMW-Händler über 100 €. Die günstige Alternative verschwindet.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Midas verlangt 63 € pro Stunde Werkstattarbeit: Billigwerkstatt ade
Arbeit für 63 € die Stunde: Warum es die billige Werkstatt nicht mehr gibt

Ein Friseur verlangt 15 Euro für einen Schnitt, den er in fünfzehn Minuten erledigt. Das sind 60 Euro pro Stunde, und niemand schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. Midas berechnet 63 Euro für die Arbeitsstunde am Auto – mit dem Zusatz, dass die abgerechnete Zeit in Wirklichkeit vielleicht 55 oder 50 Minuten war. Die eigentliche Frage lautet nicht, ob ein Mechaniker so viel wie ein Friseur verlangt, sondern wann die Schnellwerkstatt-Kette aufgehört hat, die günstige Option zu sein.

Die Werkstatt um die Ecke rettet die Rechnung nicht mehr

Man sollte einen weit verbreiteten Irrtum ausräumen: dass die Werkstatt um die Ecke der Zufluchtsort für alle ist, die ihr Geld nicht zum Fenster hinauswerfen wollen. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Eine halbwegs ordentliche neighborhood-Werkstatt beginnt inzwischen bei 55 Euro pro Stunde, und das ist keine Kette mit Ledersofas im Eingangsbereich. Bei einem offiziellen BMW-Händler liegt der Satz über hundert Euro pro Stunde, und manche erinnern daran, dass das vor einem Jahrzehnt der Preis des offiziellen Volkswagen-Service war. Die Spanne hat sich von unten her zusammengezogen.

Was abgerechnet wird, ist nicht das, was der Mechaniker verdient

Hier liegt der verblüffende Punkt. Der Stundensatz hat keine direkte Beziehung zum Lohn desjenigen, der den Schraubenschlüssel schwingt. Es gibt den pensionierten Mechaniker, der in seiner kleinen Halle weiter für 30 Euro pro Stunde arbeitet, während die Ketten in einer ganz anderen Größenordnung unterwegs sind. Das Argument, man zahle Struktur, Marke und Finanzierung, kollidiert mit der tatsächlichen Leistung: Für einen Ölwechsel oder eine Inspektion funktionieren die Ketten; sobald es über das Basisspektrum hinausgeht, verweisen sie die Arbeit an andere Stellen, ohne dafür einzustehen.

Wohnungen für 700.000 Euro und Löhne, die um 0,1 % steigen

Es gibt eine Lesart, die das Phänomen erklärt, ohne es zu rechtfertigen: In einem Umfeld, in dem sich Immobilien zwischen 700.000 Euro und einer Million bewegen, gibt derjenige die Inflation weiter, der es kann, und wer es nicht kann, erträgt jährliche Steigerungen von 0,1 %. Unter diesem Blickwinkel wären die 63 Euro keine Anomalie, sondern der neue Mindestsatz. Diese These hat ein offensichtliches Loch: Sie würde jeden Preis legitimieren, denn es wird immer jemanden geben, der bereit ist, ihn zu zahlen.

Wann hat die Schnellmechanik aufgehört, die Option für diejenigen zu sein, die sich den Händler nicht leisten können – und wer ist bereit anzuerkennen, dass sie es nicht mehr ist?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (26 Antworten).

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