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Metro Bilbao in Spanien erlaubt jetzt Hunde über 8 kg – mit Einschränkungen
Ab dem 15. Oktober 2026 erlaubt Metro Bilbao Hunde über 8 Kilo mit Maulkorb, 50-cm-Leine und zeitlichen Beschränkungen. Die Regeln im Überblick.
Ab dem 15. Oktober 2026 dürfen bei Metro Bilbao Hunde über 8 Kilo mitfahren, was zuvor nur für leichtere Hunde im Arm des Besitzers und für Assistenzhunde galt. Die Vorschrift verlangt Maulkorb, eine nicht ausziehbare Leine von höchstens 50 Zentimetern und verbietet den Zugang in der Rushhour, an Wochenendnächten und bei großen Menschenmengen.
Manche Nachrichten feiert man mit einem „endlich“, und das ist eine davon. Ab Donnerstag, dem **15. Oktober 2026**, lässt die Metro von Bilbao Hunde mit einem Gewicht von mehr als **8 Kilo** an Bord. Bis zu diesem Datum nahm die U-Bahn nur Hunde unter dieser Grenze auf – und auch nur, wenn sie auf dem Arm getragen wurden – sowie Assistenzhunde. Die Änderung öffnet die Tür für Tausende Tiere, deren Besitzer bisher auf das Auto angewiesen waren oder den Ausflug gleich ganz absagten.
Die Regel kommt allerdings mit Kleingedrucktem. Es ist kein „Komm rein und setz dich, wo du willst“. Es ist eine bedingte Erlaubnis, mit Sicherheitsanforderungen, Zeitfenstern und bestimmten Bereichen im Zug. Wer sie nicht einhält, bleibt auf dem Bahnsteig.
## Maulkorb, kurze Leine und keine Rolltreppen
Der Hund muss während der gesamten Fahrt einen **Maulkorb** tragen. Das ist nicht optional und hängt nicht vom Wesen des Tieres ab. Die Leine muss nicht ausziehbar sein und darf höchstens **50 Zentimeter** lang sein, was den Bewegungsradius des Hundes im Waggon stark einschränkt.
Hunde über 8 Kilo dürfen weder Rolltreppen noch Laufbänder benutzen. Zum Bahnsteig hinunter führen nur Aufzüge oder herkömmliche Treppen. Diese Beschränkung soll Unfälle verhindern bei einem Tier, das man nicht mehr hochheben kann, wenn es sich erschreckt oder sich verheddert.
Im Zug sind nur die mittleren Waggons zugelassen. Der erste und der letzte bleiben diesen Hunden verwehrt. Als Begründung dienen Allergien: Wer Atemprobleme hat, weiß, dass an den Enden keine Tiere sein werden. Eine einfache und ziemlich vernünftige Logik.
## Die Zeitfenster, die einen Blick auf die Uhr erzwingen
Hier liegt der Punkt, der den Alltag der Besitzer am stärksten prägen wird. Montag bis Freitag dürfen Hunde über 8 Kilo nicht in der Hauptverkehrszeit fahren. Die gesperrten Zeiträume sind **7.00 bis 10.00 Uhr**, **13.00 bis 16.00 Uhr** und **18.00 bis 20.00 Uhr**. Und es genügt nicht, innerhalb des erlaubten Zeitraums einzusteigen: Die Fahrt muss vollständig in diesem Zeitfenster beginnen und enden.
Auch Wochenendnächte und Abende vor Feiertagen bleiben für diese Tiere gesperrt, und zwar von **22.00 bis 6.00 Uhr**. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Zugang bei außergewöhnlichen Verkehrslagen oder Menschenansammlungen, etwa bei Spielen im **San Mamés** oder während der **Aste Nagusia**.
Das praktische Ergebnis: Eine Metrofahrt mit großem Hund erfordert Planung. Ein „Ich fahr einfach los und seh dann“ reicht nicht. Man muss Uhr, Kalender und Wochentag prüfen. Für kurze Strecken, etwa eine Station zwischen **Algorta** und **Bidezabal**, funktioniert das System problemlos. Für eine Fahrt quer durch die Stadt zur Hauptverkehrszeit nicht.
## Eine Veränderung, auf die Besitzer jahrelang gewartet haben
Die bisherige Regelung galt **15 Jahre** lang. In dieser Zeit sahen Besitzer großer Hunde die Besitzer kleiner Rassen mit einem Mix aus Neid und Resignation vorbeiziehen. **Begoña Beristain**, Journalistin und Besitzerin von **Pantxo**, brachte es so auf den Punkt: Sie waren aufs Auto angewiesen, um sich in Bilbao zu bewegen, und manche Fahrten sagte sie einfach ab, um den Hund nicht allein zu Hause zu lassen.
Ihre erste Fahrt mit Pantxo führte zwischen **Algorta** und **Bidezabal**, eine einzige Station, nach **10.30 Uhr**. Das Tier trug Maulkorb und kurze Leine und ging in kleinen Hüpfern die herkömmliche Treppe hinunter. Im Waggon zeigte es keine Angst und kein Unbehagen. Beim Aussteigen hielt sie eine Fahrgastin an und sagte „endlich“.
Beristain selbst verteidigt die Einschränkungen mit einem Argument des gesunden Menschenverstands: An einem Spieltag des **Athletic**, mit einem vollen Waggon, erscheine es nicht logisch, einen Hund mitzunehmen, der schlechter atmen würde als sein Besitzer. Das ist eine Meinung, keine Regel, aber sie erklärt, warum viele der Beschränkungen sinnvoll sind.
## Was sich für Reisende mit großem Hund ändert
Früher war das Gewicht die Barriere. Jetzt ist die Barriere die Kombination aus Gewicht, Uhrzeit, Ort und Ausrüstung. Ein Hund über 8 Kilo darf in die Metro, ja – aber mit Maulkorb, mit halbmeterlanger Leine, in mittleren Waggons, außerhalb der Hauptverkehrszeit und außerhalb der Wochenendnächte. Fällt die Fahrt mit einem Spiel im San Mamés oder der Aste Nagusia zusammen, gibt es keine Möglichkeit.
Für Besitzer kleiner Hunde ändert sich nichts. Für Besitzer großer Hunde öffnet sich eine Tür, die 15 Jahre lang verschlossen war – wenn auch unter Bedingungen. Entscheidend ist, das Kleingedruckte genau zu lesen, bevor man zum Bahnsteig hinuntergeht. Und wenn das Tier mit dem Maulkorb Stress oder Unbehagen zeigt, sollte man vorab mit einem Tierarzt oder Hundetrainer sprechen, statt die Situation zu erzwingen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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