Mercadona-Kassenbon von 2004: Eigenmarken-Shake verteuert sich um 300 %

Ein Eigenmarken-Shake kostete 2004 noch 0,55 €, heute 1,89 € – eine Steigerung von 300 %. Während Zuckerpreise schwanken, steigt der Warenkorb nicht für alle gleich.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Vergleich eines Mercadona-Kassenbons von 2004 mit den Preisen von 2025

Ein zwanzig Jahre alter Einkaufszettel hat ausgereicht, um die unangenehmste Debatte der spanischen Wirtschaft wieder anzufachen. Der Shake der Eigenmarke kostete 2004 0,55 Euro; heute wird er für 1,89 Euro verkauft. Eine Preissteigerung von 300 %. Aber der Zucker machte das Gegenteil: Er stieg von 0,77 auf 1,45 Euro pro Kilo und fiel dann wieder auf 1,10. Nichts steigt gleich stark, und genau darin liegt die Falle jeder Inflations-Erzählung.

Der Shake um 300 % teurer, während der Zuckerpreis einbricht

Der Warenkorb bewegt sich nicht als Ganzes. Im Gegensatz zum Shake, dessen sich der Preis verdreifacht hat, gibt es Positionen, die sich in zwei Jahrzehnten kaum verändert haben: fünfzehn Cent pro Kilo bei Mercadonas Zucker, laut einer der kursierenden Zählungen. Kaffee, Eier, Öl, Kartoffeln und Schokolade sind eine andere Geschichte: in mehreren Fällen mehr als doppelt so teuer. Coca-Cola und Würstchen liegen nahe an einer Verdopplung. Tomatensoße springt von 0,33 auf 1,29 Euro.

Relevant ist nicht, dass alles teurer wird, sondern wie stark sich jede einzelne Sache verteuert. Ein Warenkorb aus Grundnahrungsmitteln trifft viel härter als einer voller Produkte, die kaum gestiegen sind, und wer zwei unterschiedliche Quittungen vergleicht, kommt mit derselben Rechnung in der Hand zu gegensätzlichen Schlüssen.

Warum liest man den Bon von 2004, aber nicht den von vor sechs Monaten?

Da ist ein technisches Detail, das viele überrascht hat. Alte Quittungen wurden mit Tinte auf Nadeldruckern gedruckt; aktuelle auf Thermopapier, das mit Bisphenol behandelt wurde. Das erste hält jahrzehntelang; das zweite verblasst in wenigen Monaten, besonders bei Hitze oder Licht. Mehrere Berichte bestätigen: Bankautomaten-Quittungen altern am schlechtesten. Selbst das Einkaufspapier ist vergänglich geworden. Wer einen Bon von 2025 aufbewahrt, um ihn 2045 zu vergleichen, findet wahrscheinlich ein leeres Blatt Papier.

Den Wagen mit 60 oder mit 200 Euro füllen

Die häufigste Berechnung betrifft den Einkaufswagen. Mit 60 Euro war er 2004 voll bis oben hin; mit 200 Euro im Jahr 2024 bleiben nur die nötigsten Extras. Andere erinnern sich, den Wagen mit 50 Euro gefüllt zu haben, ohne ihn wegen des Gewichts tragen zu können. Die Frage, die diese Erzählung entkräftet, lautet: Wie stark ist das Gehalt im selben Zeitraum gestiegen? Die Antwort ist nicht einheitlich. Manche behaupten, die Löhne hätten sich verdreifacht und die Lebensmittelpreise seien kaum spürbar; gegenüber steht das Argument, dass der Mindestlohn, gemessen an dieser Rechnung, bereits über 2.000 Euro monatlich liegen müsste.

Vom Warenkorb zur Miete: Was wirklich vom Gehalt übrig bleibt

Hier ändert sich die Dimension des Themas. Der Supermarkt, selbst wenn sich die Preise verdoppeln, ist nicht das größte Loch im Familienbudget. Das Wohnen frisst fast das gesamte Gehalt auf, und um es zu bezahlen, muss man den Tag außerhalb des Hauses verbringen und einen extrem teuren Raum nutzen, den man nur wenige Stunden genießt. Eine um ein Drittel höhere Inflation beim Essen verblasst dagegen. Die Entwicklung der Gewohnheiten bestätigt dies: Wenn immer mehr Menschen Essen nach Hause bestellen – was deutlich teurer ist als Selbstkochen –, ist das Ernährungsproblem kein Existenzproblem, sondern eines des verfügbaren Einkommens.


Angesichts dieser Zahlen lautet die Frage nicht, ob Einkaufen teurer ist als 2004. Ist es. Die Frage ist, warum manche Posten um 300 % steigen und andere nur um fünfzehn Cent, und wer darüber entscheidet.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (229 Antworten).

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