Der 3-Euro-Burger von Mercadona, der McDonald's Konkurrenz macht
Ein drei Euro teurer Burger von Mercadona und ein Stück fertige Pizza als Beilage. Das war das Menü, das die Diskussion entfachte: Wer es probiert hat, behauptet, dass das Brioche-Brötchen, die Sauce und der Käse bei jedem Bissen millimetergenau verteilt sind und dass das Produkt kompakt, lecker und günstig ist. So sehr, dass die Person behauptet, sie hätte ohne zu zögern das Doppelte bezahlt und bereut es, nicht zwei gekauft zu haben. Die Barbecue-Pizza hingegen überzeugte nicht: Die Tomate passt nicht zur Barbecue-Sauce.
Von diesem Punkt an ging es nicht mehr nur um einen Burger, sondern um eine Abrechnung darüber, was gesundes Essen ausmacht, wie viel es kosten darf und wer das entscheiden sollte.
Was steckt im Mercadona-Burger und warum wird er mit McDonald's verglichen
Das Produkt, das alles auslöste, ist ein Burger der Eigenmarke von Mercadona, mit Versionen mit einem oder zwei Patties — die für sechs Euro ist ein Doppelburger, wie berichtet — und einem Einstiegspreis von drei Euro. Der Vergleich mit McDonald's kommt von Anfang an: Einige behaupten, er sei besser und günstiger als die Fast-Food-Kette, während andere entgegnen, dass die McDonald's-Burger größer und preiswerter seien. Die Diskussion über die Größe ist ein wiederkehrendes Thema: Es wird behauptet, er habe die Größe eines Daumens und bestehe aus zwei Bissen verarbeiteten Fleisches mit Käse und gezuckertem Brot.
Der am häufigsten genannte Kritikpunkt ist der Fleischanteil: Es wird erwähnt, dass nur 42 % Fleisch enthalten sind und von diesem Anteil nur 70 % tatsächlich Fleisch sind, während der Rest aus Pflanzenfasern, Kartoffelstärke und Dextrose besteht. Diese Zahl stützt das Argument, dass das Produkt reines visuelles Marketing ist, um einen Preis zu rechtfertigen, der nicht den Kosten der Zutaten entspricht.
Auf der anderen Seite stützt sich die Verteidigung auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und den Vergleich mit der Gastronomie. Es wird argumentiert, dass es Restaurants gibt, die einen echten Burger mit Pommes und einem Getränk für sieben Euro servieren, und dass man für fünfzehn oder zwanzig Euro einen schlechteren, langsameren und manchmal kalten Burger bekommt. Das wiederholte Fazit: Um einen anständigen Burger zu essen, ohne Wucher zu bezahlen, muss man in den Supermarkt gehen.
Der Preis des Burgers im Vergleich zum Auswärtsessen
Der wirtschaftliche Kern der Angelegenheit ist einfach zu formulieren, aber schwer abzuschließen: drei Euro für einen Supermarkt-Burger gegenüber fünfzehn oder zwanzig Euro, die man in einem Restaurant für einen Burger verlangt, der nicht immer hält, was er verspricht. Wer das Produkt von Mercadona verteidigt, präsentiert es als würdige, schnelle und günstige Lösung; wer es angreift, behauptet, dass nicht der Preis das Problem sei, sondern dass es normalisiert werde, für verarbeitete Lebensmittel das zu bezahlen, was früher eine komplette Menü kostete.
Das am häufigsten genannte Gegenargument ist die Selbstzubereitung. Es wird vorgeschlagen, Rindfleisch zu kaufen — ein 150-Gramm-Format für 3,50 Euro wird erwähnt — und den Burger zu Hause mit dem gewünschten Brötchen selbst zusammenzustellen, wodurch die Kosten pro Stück bei etwas mehr als einem Euro liegen. Das heißt, die Eigenmarke wäre nicht absolut gesehen billig, sondern billig im Vergleich zum Restaurant.
Die Diskussion geht auch auf die allgemeine Qualität von Supermarktfleisch über. Einige behaupten, dass das vakuumverpackte Rindfleisch bei Mercadona gar nicht schlecht sei und die Rohstoffe daher nicht minderwertig sein müssen. Andere erinnern daran, dass die Fast-Food-Kette ein zusätzliches Problem hat: den Service in den Filialen, der als unfähig beschrieben wird.
Die Debatte über Junkfood und das Urteil über die Konsumenten
Der Thread wird vergiftet, wenn die Diskussion nicht mehr das Produkt, sondern den Konsumenten betrifft. Ein Teil der Nachrichten bezeichnet den Burger direkt als Junkfood für Menschen ohne Urteilsvermögen und empfiehlt, qualitativ hochwertige Lebensmittel zu essen. Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten: Weren, die Belehrungen erteilen, wird vorgeworfen, mit ihrer Diät zu prahlen, während sie beleidigen, und es wird ihnen daran erinnert, dass echte Lebensmittel — ein Steak mit Paprika, Scholle nach römischer Art, eine Kotelett mit Kartoffeln oder ein im Ofen gebratenes Hähnchenschenkel — kein Kochtalent erfordern.
Der Austausch verschärft sich mit Anspielungen auf das Aussehen der Beteiligten, die Fingernägel der Person, die das Foto macht, und den angeblichen Status als Community Manager von Mercadona der Person, die das Produkt verteidigt. Es ist das klassische Muster: Wenn es keine Daten gibt, wird der Überbringer der Nachricht angegriffen. Die Verteidigung der Supermarktkette erfolgt explizit: Es wird behauptet, dass dank Mercadona die anderen Supermärkte ihre Eigenmarken verbessert haben und dass die Eigenmarke der Kette in Qualität, Präsentation und Verpackung weiterhin vorne liegt.
Inmitten des Lärms taucht das Gesundheitsargument auf. Es wird davor gewarnt, dass eine Ernährung, die auf solchen Produkten basiert, mit vierzig Jahren ihre Spuren hinterlassen kann, und es wird daran erinnert, dass der häufige Verzehr von verarbeitetem Fleisch Risiken birgt. Die Antwort derjenigen, die das Produkt verteidigen, ist der kompensatorische Aufwand: dreimal die Woche sechs Kilometer laufen und dreimal die Woche ins Fitnessstudio gehen, um Gewichte zu heben, damit man essen kann, was man will.
Was ist mit der Barbecue-Pizza und den Crispy Potatoes?
Das ursprüngliche Menü beschränkte sich nicht auf den Burger. Die fertige Barbecue-Pizza erhielt konkrete Kritik: Es passt nicht, bei einer Barbecue-Pizza Tomate zusammen mit Barbecue-Sauce zu verwenden. Es ist die Art von Detail, die in einer Diskussion über Supermarktlebensmittel als Beweis dafür dient, dass derjenige, der seine Meinung äußert, das Produkt tatsächlich probiert hat und nicht nur die Argumente anderer wiederholt.
Die Angelegenheit wurde durch die Crispy Potatoes erweitert, die leicht enttäuschten: ab und zu als Beilage akzeptabel, aber mit dem Geschmack eines trockenen Kabeljau-Kuchens. Das implizite Fazit ist, dass die Eigenmarke nicht homogen ist: Bei einigen Produkten trifft sie ins Schwarze und bei anderen daneben, und der Burger lässt sich nicht auf das restliche Sortiment übertragen.
Der Burger als Kultobjekt und die Gastronomie als Verdächtige
Eine der Ideen, die am weitesten verbreitet ist, ist die, dass der Burger zu einem Kultobjekt geworden ist. Es wird behauptet, dass man aus einem Stück Fleisch zwischen zwei Brötchen ein Produkt für fünfzehn oder zwanzig Euro gemacht hat, mit zwanzig Minuten Wartezeit und der Pflicht, eine positive Bewertung zu hinterlassen. Dem gegenüber löst der Supermarkt-Burger das Problem, würdig, schnell und günstig zu essen.
Der Vergleich mit der kostenlosen Tapa (ein kleiner Snack) erscheint als kulturelle Referenz: In einigen Bars wird der Mini-Burger kostenlos zum Kaffee serviert. Dies ist das härteste Argument gegen den Preis des verpackten Produkts: Wenn man ihn in einer Bar als Tapa bekommt, ist es kein Schnäppchen, drei Euro für zwei Bissen im Supermarkt zu bezahlen.
Das Ende der Angelegenheit kommt nicht. Einige sagen weiterhin, sie werden ihn probieren, auch wenn sie vorhersagen, dass er schrecklich sein wird; andere haben bereits bezahlt und wiederholen ihre Meinung. Die einzige Zahl, die niemand bestreitet, ist die, die am meisten unbequem macht: 42 % Fleisch. Mit dieser Zahl auf dem Tisch ist die Frage nicht mehr, ob er schmeckt, sondern wie viel von dem, was wir für einen Burger bezahlen, Nahrung ist und wie viel nur Marketing.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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