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Menschliche Evolution: Fossile Lücken im Fokus
Gehirngrößen von Homo erectus und Neandertalern zeigen Lücken im Fossilbericht, die die Debatte um die menschliche Evolution neu entfachen.
Menschliche Evolution: Die Fossilien, die nicht ins Bild passen
Warum gibt es heute keine Hominiden mehr, die den Übergang vom Affen zum Menschen darstellen? Diese Frage, ohne Umschweife gestellt, trägt einen großen Teil der Kritik am Standardbild der menschlichen Evolution, und der Fossilbericht kann sie nicht vollständig klären. Befürworter der klassischen Version antworten mit einem Wort: Aussterben.
Warum leben heute keine Australopithecinen oder Homo erectus mehr?
Wenn sich der Australopithecus zum Habilis entwickelt hat, dieser zum Erectus und der Erectus zum Neandertaler, hätte der Prozess auf anderen Zweigen erneut beginnen müssen. Genau das ist der zentrale Einwand: Vor 4,2 Millionen Jahren tauchte der Australopithecus auf, und in diesem Zeitraum sollten wir mehrere unfertige Linien nebeneinander sehen. Manche behaupten, Hominiden seien durch gegenseitige Tötung ausgestorben: Wer Stöcke und Steine als Waffen nutzt, braucht keine Rivalen. Andere fügen eine darwinistische Nuance hinzu, dass eine sich entwickelnde Art nicht vollständig verschwindet – ein Teil verändert sich, der andere bleibt wie er war (wie beim Schimpansen) –, und wieder andere entgegnen, dass die Evolution kein Ziel und keine Richtung hat und niemand gezwungen ist, sich zu bewegen, wenn seine Nische stabil bleibt. Niemand schuldet etwas, lautet die Zusammenfassung dieser Seite.
Die unmögliche Karte: Erectus in Georgien, Atapuerca und Griechenland
Der Homo habilis erscheint zwischen Südafrika und Kenia. Der Erectus hingegen springt über Tausende von Kilometern: China, Südostasien und drei europäische Punkte — Griechenland, Georgien und Atapuerca —, mit spärlichen Überresten, die auf sehr kleine Gemeinschaften hindeuten. Neandertaler bedecken Westeuropa und den Irak und erscheinen nicht in Afrika. Wenn vor dem Erectus der Habilis existieren muss, passt die Karte auf den ersten Blick nicht. Es wird angemerkt, dass Meere und Ozeane damals anders aussahen. Der Gegenargument ist, dass der Homo heidelbergensis, in Afrika als Zwischenglied zwischen Erectus und Neandertaler identifiziert, nichts anderes als ein etwas weiter entwickelter Erectus ist. Und der „Flores-Mensch“ in Indonesien, vor mehr als 50.000 Jahren, ist ein weiteres unbequemes Puzzleteil.
Der Sprung von 1.200 auf 1.700 Kubikzentimeter
Zwischen dem Erectus und dem Neandertaler liegt eine große Kluft: 1.200 Kubikzentimeter Hirnvolumen beim ersteren gegenüber 1.700 beim letzteren, plus Werkzeuge, Waffen und Bestattungsriten. Die aufgezeigte Paradoxie besteht darin, dass sich Neandertaler mit dem Sapiens mischten und verschwanden, was darauf hindeutet, dass der Abstand nicht so groß war. Daraus folgt die Forderung: Es sollte ein oder zwei Zwischenindividuen geben, aber der Fossilbericht liefert sie nicht. Die Antwort lautet, dass Schimpansen auch ohne menschlichen Kontakt Werkzeuge herstellen und verbessern und dass der evolutionäre Druck nicht dorthin führt, wo man ihn gerne hätte.
Die Gebärmutter als beschleunigte Evolution
Das auffälligste Argument der Evolutionsseite ist, dass die Schwangerschaft die Geschichte der Wirbeltiere in rasendem Tempo wiederholt: neun Monate lang herrschen Bedingungen, die Salinität und Temperatur des Urmeeres ähneln, und Herz- oder Nierentransplantationen vom Schwein auf den Menschen sind bereits möglich. Dem wird entgegengehalten, dass Kultur und Intelligenz keine natürliche Evolution sind, sondern Industrie und Umweltveränderung: Feuer machen oder einen Sonnenschirm bauen passt den Organismus nicht an. Und es wird erwidert, dass die Ausdauer bei der Jagd durch Erschöpfung durchaus ein messbarer biologischer Vorteil ist. Alles hängt davon ab, wo die Grenze zwischen Biologischem und Kulturellem gezogen wird.
Warum wächst das Kopfhaar unbegrenzt?
Eine Kuriosität, die wie ein Stein ins Rollen gebracht wird: Der Mensch ist das einzige Tier, dessen Kopfhaar ohne Ende wächst — manche Mähnen sind länger als die Körpergröße ihres Trägers —, während der Rest des Körpers kaum behaart ist. Wäre Haar ein Kälteschutz, hätten wir ein vollständiges Fell wie ein Affe. Es gibt keine Lehrbuchantwort, die den Fall abschließt.
Evolution innerhalb der Art, nicht zwischen Arten
Hier herrscht weitgehend Einigkeit: Veränderungen innerhalb derselben Art sind beobachtbar und konstant; Sprünge, die neue Arten schaffen, wurden nie gesehen. Die Diskussion dreht sich darum, ob diese Mechanismen gewaltsam auf lange Zeiträume übertragen werden. Manche argumentieren, dass die natürliche Selektion das Tier erklärt, aber nicht den Menschen, der die Umwelt verändert statt sich ihr anzupassen; andere erinnern daran, dass der Mensch mittlere Strecken besser durchhält als viele schnellere Tiere, was ein klassischer biologischer Vorteil sei.
Bleibt die Hypothese der Schöpfung, unverblümt verteidigt: Wenn der Sprung zwischen Arten nicht erklärbar ist, wäre der Mensch das Werk eines Schöpfers. Keines von beiden wurde bewiesen. Wir haben vier Millionen Jahre Fossilbericht und diskutieren immer noch, ob das fehlende Glied ein vermisstes Fossil ist oder eine falsch gestellte Frage. Welch ein Fortschritt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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