Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Meine Eindrücke vom historischen Roman Numantia von José Luis Corral
Ein historischer Roman über die Belagerung von Numantia (153–133 v. Chr.), geschrieben 2004 vom Historiker José Luis Corral. Eine Geschichtsstunde für unter 4 Euro.
**Numantia** von **José Luis Corral** ist ein historischer Roman aus dem Jahr 2004, 570 Seiten, gebunden, der für **3,99 Euro** zu finden ist. Er behandelt die zwanzig Jahre römischer Belagerungen der keltiberischen Stadt zwischen **153 und 133 v. Chr.** und funktioniert als Geschichtslektüre für jedermann.
Es gibt Bücher, die man mit einem misstrauischen Blick kauft. Ein Band mit **570 Seiten**, gebunden, von einem renommierten Verlag, gezeichnet von **José Luis Corral**, für **3,99 Euro**. Geschrieben **2004**, hat also schon einige Jahre auf dem Buckel. Zu billig, um nicht misstrauisch zu werden. Aber manchmal geht die Skepsis nach hinten los, und das Buch ist genau das, was es versprach.
## Wer den Roman geschrieben hat und warum das zählt
**José Luis Corral** ist kein Romancier, der für sein Schreiben recherchiert. Er ist Historiker, Professor für Mittelalterliche Geschichte an der **Universität Zaragoza**, und gilt als einer der Väter des modernen historischen Romans in spanischer Sprache. Diesen Unterschied merkt man in jedem Kapitel: Wenn er einen Feldzug beschreibt, weiß er, wovon er spricht.
Das Ergebnis ist ein Roman, der sich wie Fiktion liest, aber als populäre Geschichtsdarstellung Bestand hat. Die Figuren sind zugleich bewundernswert und glaubwürdig, ohne Verschwörungspläne oder an den Haaren herbeigezogene Effekte. Kein Feuerwerk.
## Zwanzig Jahre Krieg um eine einzige Stadt
Der Hauptort des Geschehens ist **Numantia**, doch das Buch beschränkt sich nicht darauf. Es umfasst die zwanzig Jahre der aufeinanderfolgenden römischen Belagerungen von **153 bis 133 v. Chr.** und zeichnet dabei nebenbei den **Dritten Punischen Krieg** und die Zerstörung **Karthagos** nach, die Aufstände in **Griechenland** und **Makedonien**, die Gestalt des **Viriatus** sowie die Feldzüge gegen Vaccäer, Vettonen und Gallaeker im nordwestlichen und zentralen Iberien.
Der numantinische Widerstand war für Rom unbequem genug, um seinen Kalender zu ändern. Das zeigt, was dort auf dem Spiel stand. Das Buch erzählt es ohne billigen Pathos und ohne die Keltiberer zu Superhelden zu machen.
## Die Mängel einer sehr billigen Ausgabe
Bei diesem Preis musste etwas haken. Manche Absätze kommen mit verwischter Tinte daher, ein Zeichen dafür, dass der Toner in der Druckerei knapp war, obwohl man sie problemlos lesen kann. Auch ein paar Tippfehler tauchen auf, darunter eine Verwechslung von Städtenamen: **Numantia** und **Termantia**. Das sind Fehler der Ausgabe, nicht des Textes, und im Verlauf der Handlung erschließen sie sich von selbst.
All das trübt die Lektüre nicht. Es ist eines dieser Bücher, die man als Pflichtlektüre im Geschichtsunterricht geben würde, nicht aus Pflicht, sondern weil es fesselt. Für jemanden, der mit dem Genre arbeitet, ist es eine Anomalie, so etwas für **3,99 Euro** zu finden – schwer zu wiederholen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (7 Antworten).
Zaragoza, Ciudad Real und Ferrol konkurrieren um den Titel der edelsten Stadt Spaniens. Die Debatte darüber, welcher Ortsname das größte historische Gewicht trägt, bleibt ungelöst.
Bürgerkriege und wirtschaftlicher Kollaps, nicht das Christentum, brachten das Weströmische Reich zu Fall. Die Daten des Byzantinischen Reiches widerlegen die These.
Im Jahr 1870 lynchte in Hautefaye (Dordogne) ein Mob aus Dorfbewohnern Alain de Monéys während des Dorffestes, 600 km von der Front entfernt. Ein Fall, der beunruhigt…
Von 600.000 Männern im Russlandfeldzug kehrten nur 35.000 in Ordnung zurück. Preußen besiegelte Waterloo, doch der Sieg war britisch und das Blutvergießen russisch und spanisch.