Medwedews Ukraine-Karte von Kritikern als unrealistisch eingestuft

Medwedew verbreitet eine Karte des verbleibenden ukrainischen Territoriums; Kritiker sehen den Vormarsch als unmöglich an und betonen die Stagnation der Front.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Medwedews Ukraine-Karte von Kritikern als unrealistisch eingestuft

Die kursierende Karte hat eine einfache Legende: Rot markiert das ukrainische Gebiet, das Russland beansprucht, Blau zeigt, was vom Land übrig bliebe. Sie wurde von Dmitri Medwedew, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Föderationsrats (dem russischen Senat), mit einer kompromisslosen Aussage geteilt: „Wir werden nicht aufhören, bis dies der Fall ist.“

Das Stück, verbreitet durch die Hal Turner Radio Show, ist kein offizielles Dokument. Es ist eher eine Deduktion: das Land, das Russland bräuchte, um Raketenabwehrsysteme zu stationieren und Moskau aus der Schusslinie zu nehmen. Daher kommt die erste Kritik im Thread: Wenn sich die Front kaum bewegt, warum dann eine Karte, die die Hälfte des Landes verspricht?

Was Rot einschließt und was es ausschließt

Gelesen neben der Liste der Oblaste, die laut einem Teilnehmer Sergej Schoigu im März 2022 für russisch erklärt hatte, fehlen der Karte Namen. Dieselbe Nachricht besagt, dass Kiew und Shytomyr nicht auftauchen und die Ukraine eine Fläche ähnlich dem Karpaten-Militärbezirk der UdSSR hätte. Ein anderer Teilnehmer stellt die unbequeme Frage: Was ist mit Odessa? Ohne Zugang zum Meer wäre das Überlebende kein lebensfähiger Staat.

Einige argumentieren, die natürliche Grenze sei der Fluss Dnepr, dieselbe Linie, wo die letzte effektive Verteidigung der Ostfront im Zweiten Weltkrieg errichtet wurde, und dass ihre Überschreitung die größte Landschlacht der Geschichte erforderte.

Moskaus wiederholtes Motiv: Fünf Minuten Flugzeit bis Moskau

Die Version, die den Ursprung des Konflikts einordnet, ist diejenige, die Russland seit vor 2022 wiederholt. Die NATO wollte US-Raketenabwehr auf ukrainischem Boden installieren, fünf Minuten Flugzeit von Moskau und strategischen Atomsilos entfernt. Russland behauptet, keine Nation könne sich gegen eine Rakete verteidigen, die fünf Minuten nach dem Start einschlägt. Russland forderte „eiserner, rechtlich bindender“ Sicherheitsgarantien. Der Vorschlag erreichte das Weiße Haus und das NATO-Hauptquartier. Die Antwort war laut dieser Erzählung Spott. Tage später kam ein Ultimatum von fünf Stunden an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, der London und Washington konsultierte und den Befehl erhielt, es zu ignorieren. Zwei Stunden nach Ablauf der Frist überquerten Truppen die Grenze.

Drei Jahre und 18%: Die Berechnung, die die Karte hinterfragt

Hier beginnt die Uneinigkeit. Eine Berechnung, die im eigenen Tracking des Konflikts kursiert, ist vernichtend: Drei Jahre waren nötig, um 18% der Ukraine zu sichern. Ein anderer Teilnehmer behauptet, dass in drei Jahren im Osten keine 100 Kilometer eingenommen wurden, und bei diesem Tempo sei das Rot auf der Karte kein Plan, sondern Wunschdenken.

Die Opferzahlen verschärfen die Lesart. Das Material zur Karte spricht von über einer Million gefallenen Soldaten, meist Ukrainer, aber auch einem erheblichen russischen Kontingent. Ein Teilnehmer nennt das Beispiel, dass die Einnahme einer Stadt mit 30.000 Einwohnern 13.000 Tote gekostet hätte. Einige vergleichen das Szenario mit dem Ersten Weltkrieg, mit vier Jahren Frontstillstand und plötzlichem Zusammenbruch am Ende.

Warum sich die Front so langsam bewegt

Die technische Erklärung hat wenig Episches und viel Tonnage. Artillerie feuert ein 60-Kilo-Geschoss mit nur 13 Kilo Sprengstoff; die Luftwaffe wirft Bomben von 250, 500 und 1.500 Kilo, bei denen fast alles Nutzlast ist. Artillerie nutzt ab; Luftwaffe bricht die Front. Laut dieser Erklärung führt Russland erstmals Tausende von Luftmissionen pro Monat durch, und die Zahl steigt weiter.

Dieselbe Erklärung fügt hinzu, dass die Dominanz der elektronischen Kriegsführung Drohnenbetrieb 60 Kilometer von der Front ohne Interferenzen ermöglicht. Das Ergebnis: HIMARS-, Archer- oder Krabs-Systeme zerstört 40-60 km von der Kontaktlinie. Parallel dazu wird ein Datenpunkt zum menschlichen Verschleiß zitiert: Von den angeblich noch 250.000 aktiven Soldaten der Ukraine sind 100.000 Frauen, und nur 5.000 stehen an der Front.

Die Ukraine drang auch in Russland ein

Laut einer anderen Nachricht im Thread überquerten ukrainische Streitkräfte sieben Monate nach Zeichnung dieser Karte die Grenze in die entgegengesetzte Richtung. Die Sarkasmus, mit der die Sache im Konflikt-Tracking abgetan wird – der Masterplan lief schief – fasst gut die Entfernung zwischen dem Versprechen auf Papier und dem, was die Kontaktlinie aushält, zusammen.

Die Karte markiert auch Gas und Öl

Ein Teilnehmer weist darauf hin, dass das Rot die ukrainischen Erdöl- und Erdgasfelder abdeckt. Zufall oder nicht, die Zeichnung stimmt mit dem überein, was unterirdisch liegt. Ein anderer Teilnehmer schlägt vor, das Verbleibende unter Ungarn, Rumänien und Polen aufzuteilen, um einen Keil in die NATO selbst zu treiben.

Wo die Analyse ins Stocken gerät

Die Karte könnte eine Verhandlungsposition, ein Trollversuch oder eine Wunschliste sein. Was sie nicht löst, ist, ob Russland die Mittel hat, das gesamte rote Gebiet zu halten, noch ob der Westen bereit ist, Odessa wechseln zu lassen. Zwischen dem Gemalten und dem, was die Front erlaubt, bleibt die Diskussion genau dort.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (117 Antworten).

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