Mayra Gómez Kemp stirbt mit 76: Zwei Krebserkrankungen und ein Sturz
Im April 2024 gab Mayra Gómez Kemp das, was sie selbst als ihr letztes Interview ankündigte, und sprach ohne Umschweife: „Ich werde es wie Napoleon machen; mich in die Winterquartiere zurückziehen.“ Ein halbes Jahr später starb die Schauspielerin, Sängerin und Moderatorin am Sonntag, dem 13. Oktober 2024, in Madrid im Alter von 76 Jahren, wie Familienmitglieder der Nachrichtenagentur Efe mitteilten. Geboren in Havanna am 14. Februar 1948, lebte sie seit fünfzehn Jahren mit zwei onkologischen Diagnosen und war gerade aus einem Krankenhaus entlassen worden, nachdem sie sich zu Hause in Mijas, Málaga, verletzt hatte. Die Nachricht wurde zunächst als plötzlicher Tod gemeldet. Die Fakten deuten auf etwas anderes hin.
Zwei Krebsarten, ein Sturz und die Debatte über den „plötzlichen“ Tod
2009 wurde bei ihr Zungenkrebs diagnostiziert; 2012 folgte eine weitere Diagnose von Krebs im Hals- und Nackenbereich. Angesichts dieser Vorgeschichte wirkt die Bezeichnung „plötzlicher Tod“ fragwürdig. Einige behaupten, der unmittelbare Auslöser sei der häusliche Sturz gewesen, und dass die Moderatorin stundenlang am Boden lag, ohne dass jemand es bemerkte. Andere Berichte relativieren dies: Der Sturz sei nicht schwerwiegend gewesen, sie habe sich nichts gebrochen, und das eigentliche Problem sei die Zeit gewesen, bis jemand sie fand. Von diesem Detail hängt fast die gesamte folgende Erzählung ab.
Danach wandelte sich die Diskussion in einen weniger freundlichen Bereich. In den sozialen Medien wird oft betont, dass Stürze in einem bestimmten Alter sehr gefährlich sind und dass ein häuslicher Unfall in diesem Stadium ein ernstes Risiko darstellt, häufiger als allgemein anerkannt. Am Rande tauchten, wie vorhersehbar, Verschwörungstheorien über Impfungen auf: Es gibt keine Beweise dafür, und das bekannte klinische Bild – zwei Krebsarten und ein Unfall – erfordert solche Erklärungen nicht.
Von Havanna nach Magenta: Der Werdegang von Mayra Gómez Kemp
Sie wurde in Kuba geboren; im Alter von zwölf Jahren zog ihre Familie nach Puerto Rico; danach folgten Venezuela und Miami. Im Jahr 1967 trat sie in einem B-Film namens *La venganza de Tartu* unter dem Künstlernamen Mayra Christine auf. In den 70er-Jahren kam sie nach Spanien und spielte in der spanischen Theaterfassung von *The Rocky Pavor Picture Show* die Rolle der Magenta.
Bei dieser Produktion lernte sie erstmals den argentinischen Schauspieler Alberto Berco kennen, den sie später heiratete. Ihren großen Durchbruch hatte sie bereits beim staatlichen Sender RTVE als Moderatorin der Quizshow *Un, dos, tres... Responda otra vez*. Eine Tatsache, die viele überrascht, die sie als TV-Institution in Erinnerung haben: Als sie begann, die Sendung zu moderieren, war sie erst 34 Jahre alt.
Alberto Berco, 47 Ehejahre und der Schock von 2021
Berco starb 2021 im Alter von 91 Jahren. Sie waren 47 Jahre zusammen gewesen. „Den Verlust meines Mannes war das Härteste, was mir je passiert ist“, gestand sie bei der Vorstellung des Buches *El cerebro optimista* von Dr. Mikel Alonso. Sie fügte hinzu, dass sie immer noch in ihn verliebt sei und sich an die Töchter ihres Mannes klammere, die sie brauchten. Berco war zudem der Schwiegervater von Joaquín Galán, dem Mitglied des Duos Pimpinela.
Das ist der Kern, der ihre letzten Jahre bestimmte: kein televisiver Niedergang, sondern ein langes, bewusstes Witwenleben. Der öffentliche Rückzug passt zu diesem Drehbuch, ebenso wie die erneute Schlagzeilenträchtigkeit durch den häuslichen Unfall und nicht durch ein neues berufliches Projekt.
„Man muss jungen Leuten Platz machen“: Der Rückzug im April 2024
In ihrem letzten Interview, das sie Marta Torres in der Sendung *El Faro* des Radiosenders Cadena Ser gab, erklärte Gómez Kemp ihren Abschied ohne Dramatik: Sie habe getan, was sie tun musste, und es sei an der Zeit, den Jüngeren Platz zu machen. Sie bat darum, als diejenige in Erinnerung zu bleiben, die gut sprach, mit fast perfekter Aussprache, die sich noch jung und schön sah. Ein geordneter Abschied, mit einer bereits ausgewählten eigenen Erinnerung.
Wenige Monate später kam der Unfall in Mijas und dann die ärztliche Entlassung. Diese Abfolge – Rückzug, Sturz, Entlassung, Tod – nährt das Gefühl der Plötzlichkeit, das die Nachricht begleitet.
Die Freitage der 80er und die Nostalgie für das Zwei-Kanal-Fernsehen
Ihr Tod löste eine alte Debatte wieder aus. Eine Seite verteidigt die Freitagabende der 80er als eine andere Welt, mit einer Moderatorin, die Sympathie und Professionalität ausstrahlte. Die andere Seite argumentiert, dass Nostalgie eine Ära mit sehr begrenztem Angebot verschleiert, und dass das Monopol der beiden Kanäle keineswegs ein Paradies war: Auch *la telebasura* (Schundfernsehen) ist ein Kind jener Jahre. Im Grunde geht es bei der Diskussion nicht um sie, sondern um das, was jeder glaubt, verloren zu haben.
Und eine Frage stellt sich diese Tage immer wieder: Hat dieser Typ von Moderator einen Nachfolger? Manche fassen es so zusammen: Das Format überlebt, aber das Handwerk nicht.
Ihr Nachfolger als Moderator der Show, Jordi Estadella, starb 2010, wie in den Online-Diskussionen erinnert wird. Die Moderatorin, die sich „in die Winterquartiere zurückzog“, überlebte denjenigen, der ihr Erbe antrat.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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