Die 9 Millionen Dollar für Entzug, die Matthew Perry nicht retteten
Er war 54 Jahre alt, hatte einen Whirlpool in seinem Haus in Los Angeles und eine Rehabilitationsgeschichte, die er selbst mit 9 Millionen Dollar bezifferte. Am 28. Oktober 2023 wurde er gegen 16:00 Uhr Ortszeit (23:00 GMT) bewusstlos im Wasser gefunden. Weder das Geld, noch die Kliniken, noch die Zuneigung der halben Welt kamen rechtzeitig. Die Paradoxie ist unbequem: Der Mann, der zwei Generationen zum Lachen brachte, starb allein, treibend, in einem Whirlpool seines eigenen Gartens.
Was über Matthews Perys Tod bekannt ist
Erste Informationen, die Polizeiquellen zugeschrieben wurden, schlossen ein Verbrechen und Drogen am Tatort aus. Dass die Einheit für Einbrüche und Tötungsdelikte des LAPD den Fall übernahm, klang schwerwiegender als es war: Es handelt sich um das übliche Protokoll, wenn eine prominente Figur öffentlichen Todes stirbt. Wenige Stunden zuvor hatte der Schauspieler noch Pickleball gespielt, diese Sportart mit Schläger, die auch von Achtzigjährigen praktiziert wird und die die US-Presse schnell zur Schlagzeile machte.
Die Szene ließ keine Heldenepen zu. Niemand ertrinkt in einem Whirlpool allein durch das Eintauchen ins Wasser. Was in solchen Fällen tötet, passiert davor: Schwindel, Ohnmacht, ein Herzinfarkt-Anfall, während niemand in der Nähe ist, der hilft. Und Perry hatte drei Jahrzehnte lang Gründe angesammelt, damit sein Herz vorzeitig versagte.
Die Rechnung geht nicht auf: 9 Millionen für Rehabilitation
Die Zahl, die der Schauspieler in seinen Memoiren nannte, lädt zu einer unbequemen Reflexion über das Verhältnis von Geld und Willenskraft ein. Neun Millionen Dollar für Entzugsbehandlungen, fünfzehn Aufenthalte, Einweisungen und Entlassungen, und das Endergebnis war dasselbe wie bei jemandem, der es ohne einen Cent versucht. Geld kauft Zugang, aber keinen Ausweg.
Manche formulieren es fast lehrbuchhaft hart: Geld verändert Menschen nicht, es verstärkt sie nur. Wenn jemand zu Selbstzerstörung neigt und reich wird, korrigiert sich die Tendenz nicht; sie wird finanziert. Und mit einem unbegrenzten Konto ist jeder Rückfall leichter durchzuhalten als im Leben eines Arbeiters, der am Montag wieder arbeiten muss.
Das ist die perverse Arithmetik des Ruhms. Dieselbe Industrie, die dich dafür bezahlt, so zu tun, als wäre dein Leben perfekt, gibt dir genug Geld, um es privat zu zerstören, ohne dass jemand den Hahn zudreht.
54 Vicodin am Tag: Die Arithmetik dreier Jahrzehnte
Die Zahlen, die über seinen Konsum kursierten, sind atemberaubend. Der Schauspieler selbst gab an, bis zu 54 Vicodin-Tabletten täglich genommen zu haben, dazu Kokain-Cocktails, Morphium zum Schlafen, Gin und Amphetamine, um den Dreh zu schaffen. Jahrzehnte dieses Regimes lassen sich nicht mit einem guten Mittagsschlaf bezahlen: Man bezahlt sie mit einer ruinierten Leber, einem zerstörten Herz-Kreislauf-System und einem Alter, das zwanzig Jahre früher kommt als geplant.
Mit 54 Jahren laufen manche Marathon und andere schleppen diese Vorgeschichte mit sich herum. Der Unterschied ist nicht die Genetik. Es ist die kumulierte Bilanz. Der Star der profitabelsten Fiktionsfirma der Neunziger starb, so wie viele anonyme Süchtige sterben: allein, in einem Zimmer seines Hauses, ohne dass das teure private Gesundheitssystem, das er bezahlte, etwas hätte tun können.
Starb Perry wegen der Impfung? Das Gerücht taucht wieder auf
Sobald der Tod bestätigt war, schrieb ein Teil des digitalen Rauschens ihn den mRNA-Injektionen zu. Das Argument lautete, dass der Schauspieler öffentlich für Impfungen geworben habe und dies einen plötzlichen Tod erkläre. Es gibt keinerlei Beweise, die diese Hypothese stützen. Es ist derselbe Mechanismus, der bei jedem Prominenten auftaucht, der jung stirbt: Ein Tweet wird ausgegraben, eine Diagnose angehängt und schneller verbreitet als der forensische Bericht.
Bemerkenswert ist nicht, dass es existiert, sondern wie berechenbar sein Zeitplan ist. Das Gerücht konkurriert nicht mit Daten; es konkurriert mit der Wartezeit. Während die Autopsie Wochen dauert, läuft die Theorie bereits seit Tagen.
Ketamin und der Bericht, der nie rechtzeitig kam
Als erste forensische Schlussfolgerungen durchsickerten, stand Ketamin, ein Anästhetikum mit klinischer und auch rekreativer Nutzung, im Mittelpunkt. Die Letalität dieser Substanz allein ist umstritten: Die mittlere letale Dosis liegt angeblich bei etwa 4,5 Gramm, eine Menge, die schwer auf einmal einzunehmen ist, und Todesfälle resultieren meist aus Mischkonsum mit Alkohol oder Benzodiazepinen. Perry befand sich zudem in einer Behandlung mit kleinen Ketamin-Infusionen.
Das Grundproblem ist nicht die Hauptsubstanz im Bericht. Es ist die Summe. Ein Körper, der dreißig Jahre lang misshandelt wurde, braucht kein neues Gift, um zusammenzubrechen: Ein altes reicht aus.
In der 90 Bedford Street, dem New Yorker Gebäude, das als Fassade für die Serienwohnung diente, wurden Blumen niedergelegt. In sozialen Medien gestand halb Amerika, Episoden mit ihren Eltern, Kindern oder direkt nach der Schule gesehen zu haben. Die Frage, die bleibt, ist nicht, woran er starb, sondern warum der Mann, der sein Leben damit verbrachte, den liebenswerten Versager zu spielen, nie einen Weg fand, es zu bleiben.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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