Marokkos König Mohamed VI begnadigt 1.788 Häftlinge: Kosten oder Investition für Spanien?

1.788 von Marokko begnadigte Häftlinge, rund 1.500 davon sollen bereits in Spanien sein. Was kostet ihre Unterbringung? Das finanzielle Loch eines intransparenten Abkommens.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Mohamed VI begnadigt 1.788 Häftlinge: Die Rechnung für Spaniens Staatskasse

Das Opferfest (Eid al-Adha) hat eine beachtliche Zahl hervorgebracht: 1.788 von König Mohamed VI. von Marokko begnadigte Häftlinge. Laut im Diskurs zitierten Quellen befinden sich etwa 1.500 davon bereits in Spanien. Ihr Profil – überwiegend irreguläre Migranten mit Vorstrafen in Marokko – öffnet die Debatte über die Kosten ihrer Aufnahme erneut.



Resort oder Aufnahmezentrum? Die Bedingungen der Begnadigung

Der Kontrast zwischen dem marokkanischen und dem spanischen Strafvollzug ist brutal. Befürworter der Aufnahme argumentieren, die Begnadigung sei Teil eines bilateralen Abkommens zur Migrationskooperation; Kritiker monieren, dass die Freigelassenen von marokkanischen Gefängnissen in von NGOs betriebene Einrichtungen wechseln, mit Unterkunft, Verpflegung und medizinischer Versorgung auf Kosten der öffentlichen Hand. Manche Quellen berichten sogar von Fällen einer Blitz-Legalisierung und Sozialleistungen schon nach wenigen Monaten.

Was kostet die Unterhaltung eines Freigelassenen in Spanien?

Die Schätzungen variieren. Eine konservative Rechnung beziffert die monatlichen Kosten pro Person in einer Aufnahmeeinrichtung auf rund 1.500 Euro (Unterkunft, Verpflegung, Gesundheitsversorgung und Verwaltungskosten). Für die 1.500 Begnadigten, die bereits eingetroffen sein sollen, stiege die Rechnung auf 2,25 Millionen Euro pro Monat. Hinzu kommen die Kosten der Legalisierung und gegebenenfalls Sozialleistungen nach Erhalt der Aufenthaltserlaubnis. Befürworter verweisen darauf, dass es sich um einen befristeten Prozess handelt; Kritiker fürchten, dass daraus ein Fass ohne Boden wird.



Die verstörende Zahl: Während internationale Medien über Ceuta und Melilla als "marokkanische Gebiete" diskutieren, übernimmt der spanische Staat de facto die Verwaltung der Freigelassenen des Nachbarlandes – ohne dass eine detaillierte öffentliche Kostenrechnung existiert. Transparenz sucht man vergebens.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (21 Antworten).

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