Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Mariupol: Dekret über Einnahme, Azovstal hält mit 2.000 Kämpfern
Russland erklärt Mariupol für eingenommen und gratuliert seinen Truppen, doch mehr als 2.000 ukrainische Kämpfer halten sich noch in der Stahlfabrik Asowstal auf.
Russland erklärt die Einnahme von Mariupol per Dekret, während Asowstal weiter Widerstand leistet
Mariupol ist durch ein Dekret gefallen. Das russische Oberkommando meldete die Kontrolle über die Stadt und beglückwünschte seine Truppen, eine Meldung, die EFE als Eilmeldung verbreitete. Nicht erwähnt wurden dabei mehr als 2.000 ukrainische Kämpfer, die sich in der Stahlhütte Asowstal verschanzt hatten. Verteidigungsminister Sergei Schoigu präsentierte Wladimir Pilingui die Stadt unter dieser Einschränkung als „befreit“, was den Begriff Sieg grundlegend verändert.
Die Situation lässt zwei Deutungen zu. Die wörtliche besagt, dass die russische Armee das Stadtzentrum kontrolliert und den Sturmangriff auf die letzte Festung abgebrochen hat. Die politische Lesart macht aus einem ungelösten militärischen Problem eine Erfolgsmeldung. Ein früh bekanntes Detail zeigt die Diskrepanz: Trotz nur 60 Kilometer Entfernung zur russischen Grenze dauerte die Belagerung viel länger an, als es militärische Handbücher vorhersehen.
Was Russland über Mariupol angekündigt hat
Der Bericht erklärt die Stadt für eingenommen, mit der Stahlhütte als offiziell benannte Ausnahme. In der Sprache des Kremls sind die Verteidiger versteckte „Nationalisten“; für die ukrainische Armee gehört die Anlage zu ihrer militärischen Infrastruktur und wird vom humanitären Völkerrecht geschützt. Der Unterschied ist nicht bloß kosmetisch: Er bestimmt, ob es sich um eine Säuberungsaktion oder eine Belagerung mit Tausenden Zivilisten im Inneren handelt.
Der offiziellen Version widersprechen mehrere Fakten. Ein in sozialen Medien verbreitetes Video zeigt einen von einer Granatwerfer-Rakete getroffenen und kampfunfähigen Panzer, der von einem anderen Fahrzeug abgeschleppt wird. Diese Szene passt schwer zum Bild einer vollständigen Geländekontrolle. Zudem erinnert man an eine fast identische Ankündigung vor wenigen Wochen: Die Stadt wurde bereits vor einem Monat für eingenommen erklärt, betonen Beobachter der Frontlage.
Asowstal: 2.000 Männer und ein Bunker für tausende Arbeiter
Die Stahlhütte ist mehr als nur eine Fabrik. Berichten zufolge befindet sich unter dem Werk ein Bunker aus sowjetischer Zeit, der bei einem Atomschlag Platz für einige tausend Mitarbeiter bieten sollte. Dort haben sich Kräfte versammelt, die als Reste mechanisierter Divisionen und Marineinfanterie sowie des Asow-Bataillons beschrieben werden. Von dort aus sollen sie Überfälle und Hinterhalte ausgeführt haben.
Der Status dieser Verteidiger ist umstritten. Für manche sind sie potenzielle Kriegsgefangene, die durch internationale Konventionen geschützt sind, da das Asow-Bataillon Teil der ukrainischen Armee ist. Andere sehen in den gegen sie erhobenen schweren Vorwürfen – die bisher nicht gerichtlich verhandelt wurden – ein rechtliches Hindernis für jede vereinbarte Aufgabe. Niemand bestreitet, dass ihre Evakuierung das Hauptziel aller Seiten ist.
Wie lange kann eine solche Position halten? Häufig wird der Vergleich mit einer Kirche auf den Philippinen gezogen, wo 50 Soldaten 11 Monate widerstanden. Übertragen auf eine befestigte Anlage von mehreren Quadratkilometern und 2.000 Kämpfern deutet die Rechnung eher auf Monate als auf Tage hin. Dieser Vergleich hinkt jedoch: Ohne Entlastungskräfte bedeutet Widerstand nur eine Verzögerung des Endes.
„Besetzen heißt Befreien“: Die Neusprache des russischen Berichts
Der häufigste Kritikpunkt am Ankündigung ist sprachlicher Natur: Die Ersetzung von besetzen durch befreien, ein Erbe der alten sowjetischen Schule, die Probleme per Dekret löst. Auch der Begriff Genozid, von beiden Seiten als Anschuldigung genutzt, muss hier vorsichtig behandelt werden.
Die Kritik hat ihr Spiegelbild. Eine andere Strömung argumentiert, dass auch die westliche Rhetorik ähnliche Muster zeigt, indem sie Maßnahmen, die eine tutelare Regierung einschließen, als Demokratieverteidigung darstellt, und betont, dass die Fakten vor Ort oft nur aus einer Perspektive erzählt werden. Das Ergebnis ist ein Wortkrieg, in dem jede Seite erst definiert und dann prüft.
Zwischen den beiden Darstellungen bleibt ein unbequemes Feld: das der Zivilisten. Einige Quellen berichten, dass sich Tausende Bewohner in den Kellern der Stadt versteckten, und sammeln Zeugenaussagen über Misshandlungen durch russische Truppen. Es handelt sich um parteiische Berichte ohne unabhängige Bestätigung im Material selbst, die entsprechend behandelt werden.
Vom Alcázar von Toledo zur Kirche auf den Philippinen
Historische Parallelen waren seit Tag eins das bevorzugte Thema. Der Alcázar von Toledo dient dazu, zu diskutieren, ob die Eingekesselten Geiseln oder Verteidiger sind: Damals waren Entlastungskräfte unterwegs, heute nicht. Brest-Litowsk (1941) passt besser wegen des Fehlens von Verstärkung. Die philippinische Kirche steht für extremen Widerstand.
Keine Analogie löst das Problem, aber alle weisen auf dasselbe hin: Der symbolische Wert der Stahlhütte übersteigt ihren militärischen Nutzen. Deshalb ist es entscheidend, wer dort herauskommt, wie und mit welchem Status. Ein Gefangenenaustausch, eine vereinbarte Kapitulation oder ein finaler Sturmangriff führen zu völlig unterschiedlichen politischen Bewertungen.
Das tatsächliche Gewicht des Hafens
Die Kontrolle über Mariupol wird auch als wirtschaftliche Beute verkauft: ein Schwarzmeer-Hafen. Die Analyse des Konflikts relativiert dies. Der größte ukrainische Hafen ist Odessa, und nach gängigen Vergleichen gehört Mariupol nicht einmal zu den zehn wichtigsten Schwarzmeer-Häfen. Der Gewinn liegt strategisch im Landkorridor, nicht im Containerumschlag.
Angesichts dieser Umstände sind Korrekturen zu erwarten. Wenn die effektive Kontrolle von der Räumung Asowstals abhängt, bleibt die Siegesmeldung wochenlang stärker auf dem Papier als im Gelände. Der Beweis liefert der erste Bericht über eigene Verluste in der Hütte: Dann zeigt sich, ob die Operation militärischer oder rein propagandistischer Natur war.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (167 Antworten).
Der Oberste Gerichtshof bestätigte die Vaterschaft von Paqui Gento, die ein Inventar des Vermögens des Fußballers verlangt und die Anfechtung der Erbschaft vorbereitet.
Ein von Chay Bowes verbreitetes Video zeigt, wie ein Ukrainer zur Mobilisierung gebracht wird. Es kritisiert das Schweigen der EU und Amnesty International.
Ein Szenario beschreibt den Weg vom Stromausfall zum Nuklearschlag mit 1,5 Milliarden Toten. Die Strahlung gilt als entscheidender Schwachpunkt der Theorie.