Marina D'Or: Der nächste Immobilienboom an Spaniens Mittelmeerküste?

Wohnungen in Marina D'Or (Spanien) ab 120.000 Euro. Verdoppelt sich der Preis in 4 Jahren? Wir prüfen die Prognose und die Beispiele Torrevieja und Benidorm.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Marina D'Or: Der letzte Schnäppchenpreis an der spanischen Mittelmeerküste könnte sich verdoppeln

Marina D'Or war immer das hässliche Entlein der spanischen Küste: Wohnanlagen aus den 70ern, Rentnerkundschaft und der Ruf als plumpere Hochhaussiedlung. Doch wer den Immobilienmarkt genau beobachtet, entdeckt eine Anomalie, die nicht ins Bild passt: Apartments mit Meerblick, Pool und Palmen für 120.000 Euro. Im Jahr 2026 klingt diese Summe nach einem Schnäppchen an jedem Punkt des Mittelmeers, wo der Quadratmeterpreis explodiert ist.

Aktuelle Preise und die Prognose

Die Preise in Marina D'Or liegen zwischen 120.000 und 140.000 Euro für Zwei-Zimmer-Immobilien in geschlossenen Anlagen. Die zentrale These besagt, dass diese Wohnungen in weniger als vier Jahren mindestens 200.000 Euro erreichen werden. Der Grund ist einfach: Erstlinien-Angebot zu Preisen von 2015 an einer Küste, wo alles andere teurer geworden ist. Eine Stunde und zehn Minuten vom Flughafen Valencia entfernt, liegt das Gebiet eine Steinwurfweite von Castellón und bleibt eine Preislücke.

Das Beispiel Torrevieja und Benidorm

Das Argument wird durch die Entwicklung an anderen Küstenorten gestärkt. Vor vier oder fünf Jahren konnte man in Torrevieja Ein-Zimmer-Apartments für 40.000 Euro kaufen. Heute sind sie weg. In Benidorm kosteten Studios in Hochhäusern vor fünf oder sechs Jahren zwischen 55.000 und 70.000 Euro; heute keine Spur mehr. In Sant Jordi (Castellón) wurden Zwei-Schlafzimmer-Apartments vor drei Jahren für 70.000 Euro verkauft und sind heute das Doppelte wert. Das Muster wiederholt sich: Die Provinz Castellón war die große Vergessene, doch dieses Gefälle lockt Investoren an.

Skepsis und Risiken

Nicht alles ist Optimismus. Das Profil von Marina D'Or — laute Rentner und ein Low-Cost-Ambiente außerhalb der Saison — schreckt viele Käufer ab. Januar und Februar sind wie ausgestorben, und die Gegend trägt noch immer das Stigma eines kitschigen Betonresorts. Wer jedoch auf eine Wertsteigerung setzt, glaubt, dass der Schwung über zwei Wege kommen wird: durch ausländische Investitionen (Touristen oder Fonds) oder durch ein großes Unternehmensprojekt, das die Anlage belebt. Die Zeit wird zeigen, ob Castellón das neue Benidorm wird oder derselbe provinzielle Ödplatz bleibt wie eh und je.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (32 Antworten).

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