Frijolito und die Arithmetik der Macht: Warum Wählerstimmen nicht genügen

Forumsdebatte: Frijolito wird in Spanien zwar die meisten Stimmen holen, aber nicht regieren – so eine Rechnung, die über Rentner und im Ausland Geborene kursiert.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Frijolito und die Arithmetik der Macht: Warum Wählerstimmen nicht genügen
Frijolito wird die Wahl gewinnen und nicht regieren

Die Szene wiederholt sich in jedem Gespräch an der Bar: Jemand behauptet, Frijolito werde der nächste Ministerpräsident, ein anderer lacht nur. Dahinter steht eine Frage, die über den Kandidaten hinausgeht: Reicht es zu gewinnen, um zu regieren? Die Antwort fällt, angesichts dessen, was diskutiert wird, eindeutig nein aus. Macht und Regierung sind zwei verschiedene Dinge – sie zu verwechseln ist der teuerste Fehler der spanischen Politik der letzten Jahre.

Der Kandidat, der nicht einmal die eigenen überzeugt

Das erste Hindernis ist Frijolito selbst. Manche halten ihm entgegen, **er habe weder Charisma noch Programm noch einen anständigen Plan**, sein Wahlprogramm glänze durch Abwesenheit. Die häufigste Beschreibung ist die eines Politikers, der nicht einmal seine eigene Wählerschaft überzeugt. Dazu kommt die Wahrnehmung, **er sei gealtert** und habe seit dem Verzicht auf die Brille an Präsenz verloren – ein ästhetisches Detail, das in der Politik mehr wiegt, als es sollte.

Die Frage, die im Raum steht: Will so jemand das Amt überhaupt? Die naheliegende Antwort: **Er wird nicht Ministerpräsident werden wollen**, ebenso wenig wie im letzten Wahlzyklus. Er ist ein Kandidat, der sich umwerben lässt, sich aber nicht festlegt – und diese Ambivalenz zermürbt.

Die Arithmetik, die alles verändert

Die demografische Rechnung ist das stärkste Argument, das kursiert. **Es gibt 10 Millionen Rentner**, die wählen können, dazu kommen **zwischen 12 und 14 Millionen Menschen, die außerhalb Spaniens geboren wurden**, von denen vielleicht **10 Millionen wählen dürfen**. Der Rest der wahlberechtigten Bevölkerung ist kleiner als die Summe dieser beiden Blöcke. Die unbequeme Schlussfolgerung: Die entscheidende Wählerschaft ist nicht mehr die, an die die traditionellen Parteien glauben.

Diese Arithmetik erklärt, warum **alles möglich** ist. Verlässliche Umfragen gibt es nicht mehr, Mehrheiten nicht als sicher. Das einst unausweichliche Szenario – eine absolute Mehrheit der Rechten mit 200 Sitzen – wankt heute. Die spanische Politik ist zu **einer Bananenrepublik** geworden, in der das Ergebnis in letzter Minute entschieden wird.

Gewinnen ist nicht regieren

Der breiteste Konsens: Frijolito wird **stärkste Partei**, aber **keine Regierung bilden können**. Der Grund ist einfach: Macht ohne Regieren ist die Spezialität des Hauses. Wie Sánchez, wie alle, **taugen sie nicht zum Regieren, sondern nur zum Stehlen, Lügen und Verantwortungsdrücken**. Ein Land wirklich zu führen, ist ihnen zu groß. Sie werden sich darauf beschränken, Befehle von oben auszuführen.

Das sich abzeichnende Szenario: ein Regierungschef, der **dasselbe Lied** singen wird wie seine Vorgänger. Die echte Governance verlagert sich nach Brüssel: **Erst 2030 beginnt eine europäische Steuerung** der durch Einwanderung verwüsteten Länder. Bis dahin wird hier weiter Politik als Schauspiel betrieben.

Der Begoña-Faktor und der permanente Zirkus

Die meistgestellte Frage hat einen Namen: **Welchen Listenplatz bekommt Begoña**. Denn wenn etwas diese Phase prägt, dann dass das **Spektakel** jede sachliche Debatte verschlingt. Politik ist zum täglichen Klamauk geworden, in dem es nicht um Gestaltung geht, sondern um Machtverteilung.

Das Ergebnis ist ein Land, in dem **niemand mehr etwas glaubt**. Die Institutionen sind zur Bühne geworden, die Bürger zu Zuschauern. Die Frage lautet nicht mehr, wer regieren wird, sondern wie lange der Nächste braucht, um zu enttäuschen.

Die verblüffende Zahl: **10 Millionen Rentner und 10 Millionen potenzielle Wähler, die im Ausland geboren wurden**, wiegen schwerer als der Rest des Wählerverzeichnisses. Mit dieser Arithmetik kann Frijolito gewinnen. Regieren ist etwas anderes.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (31 Antworten).

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