Maricarmen Abascal stirbt vor Rückkehr nach Hause, wird Symbol der Wohnungskrise

Die 87-jährige María del Carmen Abascal starb nach einer Zwangsräumung in Madrid, die landesweite Proteste auslöste.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

María del Carmen Abascal, genannt Maricarmen, die 87-jährige Bewohnerin des Madrider Stadtviertels Retiro, die am 23. September zwangsgeräumt wurde, ist gestorben, ohne in die Wohnung zurückkehren zu können, um die sie jahrzehntelang gekämpft hatte. Ihr Fall, der zum Symbol der Wohnungskrise wurde, löste Demonstrationen in ganz Spanien aus.

Maricarmen starb, ohne nach Hause zurückzukehren. María del Carmen Abascal, die **87-jährige** Nachbarin aus dem Madrider Viertel **Retiro**, die zum sichtbaren Gesicht des Kampfes gegen die Wohnungskrise wurde, verstarb am Mittwoch, den **7. Oktober 2026**, wie ihr Umfeld bestätigte. Sie lag seit dem **23. September** im Krankenhaus, dem Tag, an dem die Polizei sie aus ihrer Wohnung räumte und auf einer Bahre ins **Krankenhaus Gregorio Marañón** brachte. Sie hatte eine Wohnung, in die sie hätte zurückkehren können. Sie schaffte es nicht mehr.

## Ein Vertrag von 1956 und vier Räumungsversuche

Die Geschichte von Maricarmen ist eigentlich die Geschichte eines Dokuments, das vor fast siebzig Jahren unterzeichnet wurde. Ihr Vater schloss den Mietvertrag für die Wohnung im Jahr **1956** ab. Ihre Mutter übernahm ihn **1960**. Sie tat dies im Jahr **2005**. Drei Generationen, dieselbe Wohnung, ein alter Mietpreis, der Reformen des Mietrechts und einer Immobilienoperation im Gebäude überlebte.

Der Konflikt eskalierte, als der Eigentümer, im Besitz des Fonds **Urbagestión**, die zweite Vertragsübernahme anfocht. Maricarmen gewann in erster Instanz. Das **Provinzgericht** hob diese Entscheidung später auf und bestätigte die Position des Unternehmens, wodurch die Zwangsräumung genehmigt wurde. Am **23. September** wurde sie beim vierten Versuch vollstreckt. Hunderte Menschen versammelten sich, um dies zu verhindern. Es gelang ihnen nicht.

## Eine Vereinbarung, die zu spät kam

Nach der Räumung gelang es der Vermittlung durch das **Rathaus von Madrid**, eine Vereinbarung mit Urbagestión zu erzielen, damit Maricarmen in ihre Wohnung zurückkehren konnte. Die Übereinkunft existierte. Die Rückkehr war möglich. Aber sie lag weiterhin im Krankenhaus, und die Zeit lief ab, bevor sie wieder durch die Tür treten konnte.

Die **Mietergewerkschaft von Madrid** bedauerte ihren Tod in einer Erklärung und betonte, dass die Lösung "zu spät" gekommen sei, nach einem Prozess, den sie als "quälend" und "absolut vermeidbar" bezeichnet. Die Organisation vertritt die Ansicht, dass Maricarmens Fall einen "Wendepunkt" in der öffentlichen Debatte über Wohnraum markiert habe, fügt jedoch hinzu, dass der Preis dafür "zu hoch" gewesen sei.

## Von einer Räumung zu einer nationalen Bewegung

Das Bild einer 87-jährigen Frau, die auf einer Bahre ihr Haus verließ, verbreitete sich innerhalb weniger Stunden in ganz Spanien. Was als Rechtsstreit um einen Altbaumietvertrag begann, wurde zum sozialen Auslöser. Demonstrationen, Zeltlager in mehreren Städten, Gesetze, die im **Parlament** scheiterten und Neuwahlen erzwangen. Das Thema Wohnraum rückte mit einer Kraft in den Mittelpunkt der politischen Debatte, die es seit Jahren nicht mehr gehabt hatte.

Die Gewerkschaft erinnerte an einen Satz, den Maricarmen ihnen zufolge oft wiederholte: "Kämpft, kämpft weiter für das, was euch zusteht." Und sie versicherte, dass sie das Recht auf Wohnraum "mit der Stärke und dem Mut" verteidigen werde, den, wie sie sagen, Maricarmen ihnen beigebracht habe. Ihr Fall gehört nun nicht mehr nur ihr allein. Aber sie konnte nicht nach Hause zurückkehren.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (2 Antworten).

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