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Margot Robbie: das Gesicht, das die KI zum Schönheitsideal machte
Margot Robbies Gesicht ist zur Schablone für KI-generierte Schönheit geworden: so symmetrisch und harmonisch, dass es unheimlich wirkt.
Margot Robbie: das Gesicht, das die KI als Ideal wählte
Margot Robbie ist nicht die sens Frau des Kinos. Vielleicht war sie es nie, und das ist auch ziemlich egal. Entscheidend ist etwas anderes: Ihr Gesicht ist zur Schablone für die Schönheit geworden, die Maschinen herstellen. Ein Oval mit fast akademischen Proportionen, ein definiertes Kinn, gerade Augenbrauen, ein breiter Mund. So harmonisch, dass sie bei längerem Betrachten eine gewisse Abwehr auslöst. Zu perfekt. Zu unheimlich.
Warum alle KI-generierten Gesichter ihrem ähneln
Wer eine Weile mit einem Bildgenerator herumgespielt hat, kennt das Gefühl: Egal, wie man die Beschreibung ändert, die Ergebnisse konvergieren. Künstliche Gesichter tendieren zum selben Durchschnitt: Symmetrie, ausgewogene Züge, Haut ohne Geschichte. Und dort taucht immer wieder Margot Robbie auf. Es gibt keine Verschwörung, es gibt Verzerrung. Die Algorithmen lernen aus Bildbanken, in denen ein bestimmtes Schönheitsideal überrepräsentiert ist, und liefern diesen gereinigten Durchschnitt zurück. Das Ergebnis ist eine Schönheit ohne Falten, ohne Schlafmangel, ohne Erschöpfung. Makellos und gerade deshalb ein wenig unheimlich.
Das Gesicht, das attraktiv ist und zugleich nicht
Ihre Ausstrahlung spaltet mehr, als die Branche zugibt. Ein Teil des Publikums hält sie für das unumstrittene Ideal; ein anderer Teil, verglichen mit den großen Stars des vergangenen Jahrhunderts, tut sie als generische Blondine ab. Man wirft ihr ein zu markantes Kinn, einen zu großen Mund, halb geöffnete Augen vor. Anerkannt wird dagegen ihre Fähigkeit, im selben Film sowohl die Schöne als auch die Unscheinbare zu spielen. Die Paradoxe hat ihren Reiz: Ihr Gesicht funktioniert besser als Archetyp denn als konkretes Objekt der Begierde.
Von Michelle Pfeiffer zum vom Algorithmus eingefrorenen Ideal
Ein großer Teil der Meinungsverschiedenheit ist generationell. Wer mit Michelle Pfeiffer oder mit dem Kino der Neunziger aufgewachsen ist, findet in jenem Gesicht meist eine Natürlichkeit, die er beim heutigen vermisst. Die Jüngeren sind mit ihr als selbstverständlicher Referenz aufgewachsen. Nostalgie wiegt schwer, und das sollte man zugeben: Es ist leicht, das zuerst Gesehene zu idealisieren. Kurios ist, dass der Algorithmus beschlossen hat, nur eine einzige Version der Schönheit zu übernehmen und sie endlos zu wiederholen.
Ist ihr Gesicht das attraktivste des Kinos – oder schlicht das, das eine Maschine uns als solches beigebracht hat?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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