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Mar Galcerán: Erste Abgeordnete mit Down-Syndrom in Valencia
Mar Galcerán wird die erste Abgeordnete mit Down-Syndrom im Parlament von Valencia. Sie blickt auf 26 Jahre Erfahrung im öffentlichen Dienst zurück.
Erste Abgeordnete mit Down-Syndrom zieht ins Parlament von Valencia ein
Mar Galcerán ist seit sechsundzwanzig Jahren im öffentlichen Dienst der Region Valencia tätig. Dreizehn davon arbeitete sie als befristete Angestellte im Präsidialamt der Generalitat. Im Jahr 2010 bestand sie die ersten angepassten Prüfungen für Menschen mit geistiger Behinderung, die in Valencia ausgeschrieben wurden. Seitdem wechselte sie mehrfach ihre Einsatzorte: Soziales Wohlbefinden, Gleichstellung und inklusive Politik sowie aktuell eine Position als Sachbearbeiterin im Gesundheitsministerium. Die nächste Station ist kein Ministerium. Es ist ein Sitz im Parlament.
Galcerán steht auf dem Platz 20 der Provinzliste der autonomen Kandidatenliste der PP (Partido Popular) der Comunidad Valenciana. Laut Berichten ist dies eine persönliche Entscheidung des regionalen Präsidenten der Volkspartei, Carlos Mazón. Sollte sie gewählt werden, wäre sie die erste Person mit Down-Syndrom, die einen Sitz im Parlament von Valencia innehat. Ihre Verbindung zur Partei reicht weit zurück: Vor zwei Jahrzehnten trat sie den Jungen Unionen bei und ist heute Sekretärin des Bereichs für Menschen mit besonderen Fähigkeiten innerhalb der PP Valencia.
Wer ist Mar Galcerán und welche Laufbahn hat sie?
Die kursierenden Biografien brechen mit Klischees. Sie ist keine Neueinsteigerin noch eine kurzfristige Verpflichtung. Sie kann auf zwei Jahrzehnte politische Aktivität und eine lange berufliche Karriere in der autonomen Verwaltung zurückblicken, mit Stationen in verschiedenen Ministerien und einem bestandenen Examen durch eine öffentliche Ausschreibung, als solche angepassten Verfahren in Spanien kaum existierten. Wer sie auf einer Liste platziert, stützt sich genau auf diese Historie.
Das verwirrende Detail ist die Reihenfolge der Ereignisse. Den Parlamentsplatz erhält sie, falls sie ihn erhält, durch Nominierung auf einer Liste, nicht durch eine Prüfung. Ihre VerwaltungsKarriere hat sie sich durch Tests erarbeitet, in einem Prozess, der speziell für Menschen mit geistiger Behinderung konzipiert war. In der Politik hingegen läuft es weiterhin über Nominierung und Vertrauen.
Warum sorgt eine solche Kandidatur für Kontroversen?
Weil sie zwei wunde Punkte gleichzeitig berührt. Der erste betrifft Quoten: Manche behaupten, solche Ernennungen dienten eher dem Foto und der politischen Korrektheit als der Kompetenz, während andere entgegnen, dass jeder Abgeordnete über Parteiquoten kommt, nicht über Prüfungen. Der zweite Punkt ist die Eignung. Ein Teil der Kritik besagt, dass bestimmte Grade geistiger Behinderung keinen Zugang zu einer so verantwortungsvollen Position rechtfertigen sollten; andere argumentieren, dass ein Abgeordnetenmandat praktisch darin besteht, einen Knopf in die vom Fraktionsvorstand vorgegebene Richtung zu drücken.
Hier liegt der Kern des Problems. Die häufigste Kritik lautet nicht, dass Galcerán unfähig sei, sondern dass die Institution, in der sie Platz nimmt, auch nicht viel verlangt. Wenn die Hürden für das Amt als niedrig angesehen werden, verliert das Argument der Unfähigkeit an Gewicht. Das Problem liegt im Plenum, nicht bei denen, die hineinkommen.
Paternalismus und Vergleich mit anderen Abgeordneten
Eine weitere Strömung, die unangenehmste, bezeichnet sie als dekorativ. Es wird argumentiert, dass die Besetzung eines Sessels mit einer Person mit Down-Syndrom ohne echte Entscheidungsbefugnis eine Form sarracena Zurschaustellung sei und dass die Fraktion ihr Berater zur Seite stellen werde, die ihre Arbeit erledigen. Auch hält sich, wenn auch unbestätigt, das Gerücht, dass ein PP-Abgeordneter gebeten wurde, eine Art Vormundschaft zu übernehmen. Solche Gerüchte nähren die These der Dekoration, doch niemand hat dies überprüft.
Taucht auch der klassische Vergleich auf: Warum nicht einen Richter mit Down-Syndrom oder einen Polizisten mit Alzheimer?[//I] Dies ist die Frage, die gestellt wird, wenn symbolische Repräsentation mit technischer Kompetenz vermischt wird. Die harte Antwort anderer lautet, dass das durchschnittliche Niveau des Parlaments einer solchen Überprüfung bei niemandem standhalten würde.
Was sagen die Befürworter der Maßnahme?
Die befürwortende Seite stützt sich auf eine andere Idee: Repräsentation. Eine Gruppe, die existiert, wählt und Steuern zahlt, hat das Recht, sich in einem Parlament wiederzufinden. Wenn geistige Behinderung nicht repräsentiert ist, werden die Politiken, die sie betreffen, ohne die Betroffenen gestaltet. Unter diesem Blickwinkel ist der Sitz kein Gefallen, sondern eine offene Schuld.
Und es gibt eine dritte Linie, die zynischste: Bei dieser Abgeordneten wird angenommen, dass sie weniger wahrscheinlich stiehlt als die anderen. Es klingt wie ein Witz, aber mehrere Kommentare greifen dies als Symptom dafür auf, wie stark das öffentliche Bild der politischen Klasse degradiert ist. Wenn Ehrlichkeit dem zugeschrieben wird, der am wenigsten Macht hat, richtet sich die Kritik nicht gegen sie.
Kosten und Größe der Institution
Auch die Zahlen spielen eine Rolle. Manche berechnen, dass ihr Gehalt das von zwei oder drei weiteren Beratern nach sich ziehen wird, um Aufgaben abzudecken, die sie allein nicht bewältigen kann, obwohl diese Kosten nirgends quantifiziert wurden. Die Grundfrage bleibt unbeantwortet: Wie viele Abgeordnete braucht eine autonome Kammer wirklich, und wie viele arbeiten unter einem faktischen Vormund, ohne dass es jemand so nennt?
Eine unbequeme Schlussfolgerung für alle. Wenn der Sitz wenig verlangt, ist Behinderung kein Argument. Wenn er viel verlangt, ist das Problem, dass das System jahrelang Leute dort platziert hat, die den Filter ebenfalls nicht bestehen. Galcerán bestand 2010 die erste angepasste Prüfung in Valencia. Dreizehn Jahre später erreicht sie den Sitz über eine Liste.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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