Maduros Kräfte fangen María Corina Machado ab und lassen sie frei, Berichten zufolge

María Corina Machado wurde abgefangen und freigelassen, so die Vorwürfe. Das Regime bestreitet die Entführung und setzt Flüge zwischen Kolumbien und Maiquetía bis zum 13. aus…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Maduros Kräfte fangen María Corina Machado ab und lassen sie frei, Berichten zufolge
María Corina Machados Express-Abfang und -Freilassung

Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado wurde von Sicherheitskräften des Regimes von Nicolás Maduro abgefangen und festgehalten, als sie eine Kundgebung in Caracas verließ, so die kursierenden Meldungen. Sie schossen auf ihren Motorradkonvoi, stoppten das Fahrzeug und einer ihrer Leibwächter wurde verletzt. Stunden später erschien sie frei. Die Episode, die der Chavismus entschieden bestritt, hinterließ eine Spur widersprüchlicher Versionen, Bilder, die einige als Beweis und andere als Montage präsentieren, und eine unbequeme Frage: War es eine echte Entführung oder eine inszenierte Operation?

Die gewählte Regierung Venezuelas, angeführt von Edmundo González, forderte ihre sofortige Freilassung und warnte die Sicherheitskräfte, nicht mit dem Feuer zu spielen. Die Antwort des Regimes war die Aussetzung kommerzieller Flüge zwischen Kolumbien und dem Flughafen Maiquetía bei Caracas bis zum 13. Januar, eine Maßnahme, die viele als Zeichen der Panik vor einer möglichen Rückkehr des gewählten Präsidenten deuteten.

Was geschah wirklich mit María Corina Machado?

Die offizielle Darstellung des Chavismus bestritt die Entführung. Die von einem argentinischen Medium verbreiteten Bilder, so die kursierenden Meldungen, würden bestätigen, dass die Festhaltung existierte und sie danach freigelassen wurde. Der Widerspruch zwischen beiden Versionen nährte alle möglichen Theorien: von denen, die behaupten, es sei eine Show gewesen, um die internationale Sache wiederzubeleben, bis zu denen, die versichern, der globale Mediendruck habe ein tödliches Ende verhindert.

Es gibt einen Punkt, an dem Analysen gegensätzlicher Ausrichtung übereinstimmen: Die Diktatur tötete sie nicht, weil alle hinsahen. Die am häufigsten wiederholte Hypothese ist, dass sie sie bedroht hätten, nicht nur sie, sondern auch ihr familiäres Umfeld und ihre Mitarbeiter, als Kontrollmechanismus. Es ist das klassische Handbuch von Regimen, die sich keinen Märtyrer leisten können, aber die Angst aufrechterhalten müssen.

Warum wurden die Flüge zwischen Kolumbien und Maiquetía ausgesetzt?

Die Aussetzung kommerzieller Flüge zwischen Kolumbien und dem Flughafen Maiquetía, gültig bis zum 13. Januar, wurde von vielen Beobachtern als Zeichen der Nervosität in Miraflores interpretiert. Die Ankunft von Präsident Edmundo González in Venezuela, je nach Quelle angekündigt oder befürchtet, hätte die Maßnahme ausgelöst. Die Schließung des Luftraums ist keine logistische Entscheidung: Sie ist eine Botschaft.

Gleichzeitig fügte die im Netz kursierende Belohnung für Maduros Ergreifung eine weitere Spannungsebene hinzu. Die venezolanische Opposition, mit Guaidó als Referenz für einen Teil des internationalen Spektrums, erscheint in dem Material als Block mit umstrittenen Referenzen: Es wird an die Festnahme der Ehefrau Guaidós an der Grenze mit einem Koffer mit Hunderten von Tausenden Dollar erinnert, eine Episode, die die Opposition als Geld für Medikamente erklärte und die ihre Kritiker als Beweis für Undurchsichtigkeit nutzen.

Das Öl, Zapatero und das geopolitische Spiel

Venezuela hat Öl. Diese Offensichtlichkeit erklärt, warum ein Land mit potenziell vergleichbaren Ressourcen wie die Schweiz Armut und Kriminalität anhäuft. Der Sozialismus des 21. Jahrhunderts verwandelte eine der größten Reserven des Planeten in eine Subsistenzwirtschaft, und dieses Paradox durchzieht die gesamte Analyse. Die Verwicklung Zapateros und der PSOE in die Orbit von Miraflores wird als einer der Gründe genannt, warum ein Sturz Maduros politische Konsequenzen in Spanien hätte.

Die These, dass die Globalisten Tyrannen stützen, wenn es ihnen passt – und sie verlassen, wenn das Öl den Besitzer wechselt –, wird mit Brutalität formuliert. Russland und Iran hätten Lieferkürzungen angedeutet, und daraus entstand eine Express-Demokratie mit Maduro, an die sich niemand mehr erinnert. Die Kalkulation ist kalt: Dem Westen geht es um Rohöl, nicht um Freiheit.

Was passiert, wenn Maduro fällt?

Die am häufigsten wiederholte Vorhersage ist, dass Maduro wie Saddam Hussein oder Gaddafi enden wird und dass sein Fehler war, seinen Abgang nicht gut ausgehandelt zu haben. Andere zweifeln: Der Chavismus, sagen sie, werde in der Regierung bleiben, auch wenn sich das sichtbare Gesicht ändert, und der jeweils Verfolgte werde sicher sein, solange die Struktur intakt bleibt. Die Drehbuchautoren sind fauler als Tarzans Schneider, fasst einer der meistzitierten Beiträge zusammen.

Das Kriegsszenario wird schnell verworfen: Sobald die Vereinigten Staaten die ersten Luftwaffenstützpunkte zerstören, wäre die Kapitulation sofort, wie im Irak. Niemand sieht venezolanische Militärs ihren Treueeid auf Maduro bis zum Ende erfüllen. Die Opposition kommt jedoch auch nicht in allen Darstellungen gut weg: Man wirft ihr vor, die Wahlen gewonnen und diesen Sieg nicht in reale Macht umsetzen zu können.



Mit diesen Zutaten lautet die Vorhersage mit Vorbehalten, dass die Episode María Corina Machado ohne sichtbare Leichen und mit intaktem Chavismus enden wird. Der internationale Druck wird um ein paar Dezibel steigen, die Flüge werden wieder aufgenommen und die Aufmerksamkeit wird sich auf das nächste Täuschungsmanöver verlagern. Es bleibt rentabler, wegzuschauen, als das Geschäft mit dem venezolanischen Öl zu demontieren.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (103 Antworten).

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