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Maduros 300 Tote gegen Netanyahus 134.000
134.000 Tote werden Netanyahu zugerechnet, 300 Maduro: Die Doppelmoral der internationalen Justiz in Zahlen.
Maduros 300 Tote gegen Netanyahus 134.000: die Doppelmoral
Ein Machthaber sitzt wegen rund 300 Toten bei Straßenprotesten zwischen 2014 und 2024 in einer New Yorker Zelle. Ein anderer, dem über 134.000 Tote durch seinen Krieg im Nahen Osten zugerechnet werden, bleibt im Amt. Der Vergleich liegt auf dem Tisch und hat keine einfache Antwort.
Die Zahlen des Kontrasts
Die Aufstellung, die kursiert, ist so grob wie eindeutig: 120.000 Tote in Palästina, 6.000 im Libanon, 2.000 in Syrien und weitere 6.000 verteilt auf Iran, Irak und Jemen ergeben mehr als 150.000 Opfer. Hinzu kommen über 300 getötete Journalisten, gegenüber keinem einzigen während Maduros Amtszeit, laut derselben Bilanz.
Auf der anderen Seite halten manche dagegen, dass Maduros Verantwortung nicht auf die 300 Protesttoten beschränkt ist: Die Verbannung der halben Bevölkerung ins Exil und die Verurteilung der anderen Hälfte zum Hunger müssten im weltweiten Urteil genauso zählen. Nicht alles misst sich an Leichen auf der Straße.
Der Schatten der Blockade über den 7. Oktober
Der andere Knotenpunkt der Debatte ist der 7. Oktober. Es wird argumentiert, dass die von Israel über Gaza verhängte Blockade den Angriff erzwungen habe, was die Letztverantwortung bei demjenigen verorten würde, der die Belagerung aufrechterhält. Eine These, die frontal mit der offiziellen Selbsterzählung der Selbstverteidigung kollidiert.
Mit diesen Zahlen auf dem Tisch lautet die Frage nicht, ob es vergleichbare Todesopfer gibt, sondern wer sie zählt und wozu. Wiegt ein Toter bei einer Proteste mehr als Zehntausende in einem Krieg? Der Taschenrechner ist nicht neutral; wer ihn bedient, macht den Unterschied.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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