Madrider Gericht erhebt Vorwurf der Rechtsbeugung gegen Sofía Puente im Fall Enkelgesetz

Richterin María Inmaculada Lova lässt die Strafanzeige von Hazte Oír gegen Sofía Puente wegen ihrer Umsetzung des Ley de Nietos zu und setzt eine Kaution von 1.000 Euro fest.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

María Inmaculada Lova, Leiterin des Untersuchungsgerichts Nummer 35 in Madrid, hat die Strafanzeige von Hazte Oír gegen Sofía Puente wegen administrativer Rechtsbeugung bei der Umsetzung des Ley de Nietos (dem "Enkelgesetz" zur spanischen Staatsbürgerschaft für Nachkommen von Exilanten) zugelassen. Die Richterin hat sie noch nicht als Beschuldigte vernommen.

María Inmaculada Lova, Leiterin des Untersuchungsgerichts Nummer 35 in Madrid, hat die Strafanzeige zugelassen, die **Hazte Oír** gegen **Sofía Puente** wegen des Delikts der administrativen Rechtsbeugung eingereicht hatte. Der Beschluss, der Libertad Digital vorliegt, hält fest, dass die Vorgänge "Merkmale aufweisen, die das mögliche Bestehen" dieses Delikts vermuten lassen, und setzt eine Kaution von **1.000 Euro** für die klagende Vereinigung fest. Die Richterin hat Puente noch nicht als Beschuldigte vernommen: Die Anklage ergibt sich aus der Zulassung der Anzeige.

## Was der Umsetzung des Gesetzes vorgeworfen wird

Der Ursprung des Falles liegt in der Dienstanweisung, die Sofía Puente erließ, als sie im **Justizministerium** von **Félix Bolaños** tätig war. Nach Ansicht des Klägers war diese Anweisung irreführend und diente dazu, die Anwendung der Norm auf Nachkommen von Personen auszuweiten, die Spanien innerhalb eines bestimmten Zeitraums verlassen hatten – und nicht nur auf die Opfer der Repression im Bürgerkrieg. Daraus sei der Weg entstanden, der später Ausländern mit Nachkommen derjenigen, die nach dem Krieg ihre spanische Staatsangehörigkeit verloren hatten, den Erwerb der Staatsbürgerschaft ermöglichte.

Die betreffende Norm ist das **Ley de Memoria Democrática** (Gesetz über das demokratische Gedächtnis), das **2022** verabschiedet wurde. Die Anzeige richtet sich gegen die Umsetzung dieses Gesetzes, nicht gegen den vom spanischen Parlament verabschiedeten Text, und die Anklage vertritt die Auffassung, dass diese Umsetzung den vom Gesetzgeber vorgesehenen Geltungsbereich auf administrativem Weg erweitert hat.

## Die Kaution und das ablehnende Gutachten der Staatsanwaltschaft

Der Beschluss fordert von Hazte Oír eine Zahlung von **1.000 Euro** als Kaution und hält die vorbereitenden Ermittlungen für zulässig, um zu prüfen, ob Puente eine administrative Rechtsbeugung begangen hat. Diese Ermittlungen werden mit der klagenden Vereinigung vereinbart.

Die **Staatsanwaltschaft** hatte sich gegen die Zulassung der Anzeige ausgesprochen. Trotz dieses Gutachtens hat die Richterin beschlossen, weiterzumachen und die Untersuchung zu eröffnen. Es handelt sich um einen Verfahrensschritt: Die Zulassung einer Anzeige ist keine Verurteilung und nimmt das Ergebnis nicht vorweg.

## Ein Verfahren, das noch vor sich hat

Das Verfahren befindet sich in der vorbereitenden Phase. Puente hat noch nicht ausgesagt, und eine Ladung liegt nicht vor. Jeder Ausgang hängt davon ab, was in dieser Untersuchung geschieht und was das Gericht entscheidet.

Man sollte sich daran erinnern, dass eine Anklage kein Delikt nachweist. Die Unschuldsvermutung gilt weiterhin, und das Verfahren kann eingestellt werden oder in einem Prozess enden.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (1 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver