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Madrid verkaufte Sozialwohnungen: Fonds verkauft sie nun für das Vierfache weiter
Der Madrider Stadtrat verkaufte öffentliche Wohnungen an einen Investmentfonds, der sie nun für mehr als das Vierfache des Kaufpreises weiterverkauft. Das Kleingedruckte ist noch ungeklärt.
Der Madrider Stadtrat verkaufte öffentliche Wohnungen an einen Fonds
Laut dem Artikel, der das Geschäft ans Licht brachte, liegt die Transaktion zehn bis vierzehn Jahre zurück. Der Madrider Stadtrat verkaufte öffentliche Wohnungen an einen Investmentfonds. Dieser Fonds verkauft sie nun für mehr als das Vierfache des Kaufpreises weiter. Die Zahl, nüchtern betrachtet, brennt. Das Problem: Niemand ist sich über das Kleingedruckte einig – wie viel wirklich gezahlt wurde und in welchem Zustand die Wohnungen waren. Aus diesem Riss entsteht alles Übrige.
Wie viel zahlte der Fonds für die öffentlichen Wohnungen?
Die Zahl, die kursiert, liegt bei rund 70.000 € pro Wohnung. Manche halten sie für unmöglich —"eine Wohnung hat garantiert keine 70.000 € gekostet"—, andere belegen sie mit Papieren: die Vertriebskataloge der Sparkassen, darunter Caja Madrid, boten vor über einem Jahrzehnt Einheiten in Hülle und Fülle zu diesem Preis an. Ausgangspunkt des Artikels: Der Fonds kaufte, als der Markt am Tiefpunkt war und fiel, und verkauft nun, während er steigt. Keine einzige dieser Zahlen wird vom Rathaus im Material bestätigt. Diese Lücke nährt die halbe Diskussion.
Kaufen mit Hausbesetzern, leer verkaufen: die Rechnung, die es erklärt
Hier ändert die Geschichte ihre Farbe. Die verbreitetste Rechnung besagt, dass der Fonds das Schnäppchen nicht durch Zauberei bekam: Er kaufte mit Problemen —baufällige Objekte, mit Rechtsstreitigkeiten, mit Bewohnern drin— und verkauft sie nun saniert und leer, am oberen Ende des Zyklus. Ein Großteil des Multiplikators käme daher, nicht aus einem sauberen Coup. Die Deutung stützt sich auf eine elementare Logik: Wer das Risiko einer toxischen Immobilie übernimmt, wird dafür entlohnt. Wer glaubt, der Fonds habe makellose Wohnungen gekauft und nur gewartet, für den bleibt der Multiplikator unerklärlich. Die detaillierte Aufschlüsselung, Posten für Posten, kommt nie vollständig an.
War der Verkauf öffentlicher Wohnungen an einen Fonds unvermeidlich?
Es gibt keinen Konsens, der Konflikt ist frontal. Ein Teil argumentiert, öffentlicher Wohnungsbau werde mit öffentlichen Geldern finanziert und für die öffentliche Nutzung gebaut, nicht um in private Hände zu gelangen: Der Verkauf bedeute den Abbau von Vermögen, das der Steuerzahler bezahlt hat. Die andere Seite antwortet mit unbequemem Pragmatismus: Ein besetzter Wohnungsbestand kostet jeden Monat Geld, und solange Zwangsräumungen nicht "ab Minute null" möglich seien, sei die Unterbringung dieser Einheiten in einem Fonds das kleinste Übel. Dieselbe Logik gilt auf staatlicher Ebene für die Sareb, die spanische Bad Bank, die Tausende Immobilien aus der Bankenrettung übernommen hat und sie ebenfalls nach und nach an Investoren abgibt.
Die Kuriosität, die niemand bestreitet: Grundstücke gewinnen immer
Abseits der Wohnungen fällt jemand eine aufschlussreiche Anekdote ein: Ein Bekannter besitzt die Hälfte von Altea, weil seine Großmutter vor 60 Jahren brachliegendes Land kaufte. Die Sarracena ist so alt wie der Ziegel und entkräftet jede selektive Empörung: Wer billiges Land kauft und Generationen wartet, gewinnt. Der Investmentfonds hat nichts anderes getan, als dieselbe Arbitrage in ein Jahrzehnt zu komprimieren.
Und genau da bleibt die Analyse stecken. Wie viel der Fonds zahlte, in welchem Zustand die Wohnungen waren und wie viele besetzt übergingen: Keine dieser drei Zahlen ist geklärt. Ohne sie ist der Vierfach-Multiplikator eine Schlagzeile, keine Rechnung.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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