Plakette A: Kein Fahren und kein Parken in Madrid ab Januar
Im Forum wird diskutiert, dass Madrid Fahrzeuge ohne Umweltplakette von den Straßen verbannt, einschließlich derer ihrer eigenen Bewohner. Laut dem zitierten Text darf ab Januar kein Fahrzeug mit Plakette A mehr auf städtischen und öffentlichen Wegen fahren, „nicht einmal für Anwohner“. Ausnahmen gelten nur für angepasste Fahrzeuge für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, als historisch zugelassene Fahrzeuge sowie Einsatz- und Militärwagen. Die Stadt, in der man geboren ist, parkt und seine Kfz-Steuer zahlt, wäre für ihre Bewohner nicht mehr befahrbar.
Der allgemeine Rahmen fügt eine weitere Ebene hinzu: Laut den im Thread verlinkten Informationen gestattet die Regierung die Erhebung einer Maut für die Zufahrt zu Städten. Und es gibt eine dritte Front, die juristische, mit Barcelona als unangenehmem Präzedenzfall. Die Maßnahme wird als Umweltpolitik präsentiert; das Kriterium für ihre Anwendung, das Datum der Erstzulassung statt der tatsächlichen Emissionen, trägt einen Großteil der Kritik.
Muss man Maut zahlen, um ins Zentrum von Madrid zu fahren?
Die Genehmigung zur Erhebung von Gebühren für die Zufahrt zu Städten liegt bereits vor. Es ist keine originelle Formel: In London zahlt man etwa 20 Pfund für die Einfahrt mit dem Auto, erinnern Kritiker, die diese Stadt als kommunistisch beschreiben und das Modell mit mittelalterlichen Mauern vergleichen, bei denen man zahlen musste, um durch das Tor zu kommen, und nicht jeder hineinkam.
Das Problem endet nicht im Zentrum. Manche warnen, dass das Verbot sich auf die Zufahrtsstraßen ausweitet: Sobald man die Stadt verlassen muss, um die M-40 oder M-50 zu nehmen, liegt die Schwierigkeit nicht mehr im Hineinfahren, sondern im Hinausfahren. Ein weiterer Reibungspunkt ist die Beschilderung. Ein Fahrer berichtet über seine Route von der A-1 zum Terminal 2 von Barajas: Kein einziges Schild für eine Umweltzone auf der gesamten Strecke.
Madrid Central: Was im Januar 2019 versprochen wurde
Das Archiv macht wieder von sich reden. Im Januar 2019 versprach José Luis Martínez-Almeida, dass seine erste Maßnahme als Bürgermeister darin bestehen würde, Madrid Central abzuschaffen, und fügte hinzu, dass man, wenn man die Alternative sehe, an der sie arbeiteten, verstehen würde, warum es liquidiert werden müsse. Wer sich an dieses Versprechen erinnert, betont, dass der restriktive Rahmen weiterhin gilt und mit neuen Instrumenten erweitert wird, statt abgeschafft zu werden.
Gegen dieses Argument wird Artikel 139 der Verfassung angeführt: Alle Spanier haben die gleichen Rechte und Pflichten in jedem Teil des Staatsgebiets, und keine Behörde darf Maßnahmen ergreifen, die die Freizügigkeit und Niederlassungsfreiheit direkt oder indirekt behindern. Daher kommt die am häufigsten wiederholte Vorwurf: gegen eine Einschränkung Wahlkampf machen und sie dann durch die Hintertür einführen.
Warum hat mein Auto die Plakette B, obwohl es die Euro-4-Norm erfüllt?
Hier zeigt sich die Lücke im System. Nach den Kritiken wurden die Plaketten nach dem Zulassungsdatum und nicht nach den tatsächlichen Emissionen vergeben, was Fahrzeuge ausschließt, die die Norm erfüllen. Der Besitzer eines Toyota Corolla 1.6 Benzin von 2004 behauptet, ein Zertifikat der Marke zu haben, das bestätigt, dass sein Auto die Euro 4-Norm erfüllt, denselben Standard, der identische, später hergestellte Fahrzeuge zur C-Plakette berechtigt. Er sandte die Unterlagen an die DGT (Dirección General de Tráfico), und die Antwort war, er solle eine Gebühr von 8 Euro für die Änderung zahlen. Seine Diagnose: „Es ist illegal, weil im BOE (Staatsanzeiger) nichts vom Datum steht, sondern nur, ob die Euro-4-Norm erfüllt ist.“
Die tatsächlichen Kosten sind nicht diese 8 Euro. Die Umrüstung des Autos auf LPG (Flüssiggas), um Anspruch auf die C-Plakette zu haben, kostet rund 2.000 Euro. Und wer ein altes Auto fährt, tut dies selten aus Überzeugung: Er kann sich einfach kein anderes leisten, wie es im Thread wiederholt wird. Auf dieser Basis beruht die These, dass die Norm die Erneuerung des Fuhrparks regulatorisch erzwingt, mit einer Nebenwirkung, die ein anderer Nutzer beschreibt: Eine Kamera, die dich beim Befahren von 100 Metern der M-30 über eine Servicestraße erwischt, löst ein Bußgeld von 200 Euro aus, ohne zu prüfen, wie weit du gefahren bist oder ob es ein Fehler bei der Ausfahrt war.
Wie viele Autos betrifft die Umweltzone in Madrid
Die Zahlen zur Kalibrierung der Auswirkungen, laut den von einem Teilnehmer genannten Daten: Die Stadt hat rund 1,8 Millionen Autos, hat zwischen 2017 und 2022 etwa 500.000 zugelassen, und die kursierenden Schätzungen beziffern den durch die A-Plakette betroffenen Fuhrpark auf 50.000 bis 80.000 Fahrzeuge. Auf dem Papier ist es ein kleiner Prozentsatz der Gesamtzahl. In der Praxis sind es tausende konkrete Familien, die sich nicht mehr fortbewegen können. Dass in fünf Jahren 500.000 Autos gekauft wurden, deutet zudem darauf hin, dass die Erneuerung nicht so schnell vorankommt, wie die Norm annimmt.
Barcelona, Burgos und das Oberste Gericht: Die juristische Front
Das Tribunal Supremo (Oberster Gerichtshof) hat die Berufungen des Ayuntamiento de Barcelona, der Generalitat und des Área Metropolitana gegen das Urteil des TSJC (Tribunal Superior de Justicia de Cataluña), das die Verordnung von 2019 zur Regelung der Umweltzone aufhob, abgewiesen. Die Aufhebung wird bestätigt, obwohl der Stadtrat bereits nach der Entscheidung von 2022 einen neuen Text genehmigt hat. Das katalanische Gericht stellte Mängel bei der Ausarbeitung und fehlende entscheidende Berichte fest.
Daher stellt sich die wiederkehrende Frage: Warum nicht hier, wenn es in Barcelona gekippt wurde? Es wird auch darauf hingewiesen, dass die Anwendung in Burgos bereits gestoppt wurde und dass die Klage fehlt, die das Verfahren in Gang bringt.
Mit Blick auf den Kalender dürfen ab Januar Autos ohne Plakette nicht fahren. Mit Blick auf die Erfahrung werden solche Zeitpläne oft gedehnt, neu verhandelt oder begnadigt: Man könnte eher mit einer Sarracena rechnen als mit einer strikten Anwendung, und dennoch unterschreibt niemand, wie der Ausgang sein wird. Klar ist jedoch, dass die Rechnung für die Transition ein weiteres Mal von denen bezahlt wird, die am wenigsten Spielraum haben, sie zu tragen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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