Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Madrid-Pool von 1968: Die schlanken Körper der Franco-Ära
Nutzer diskutieren ein Foto des Parque Sindical in Madrid aus dem Jahr 1968. Sie vergleichen die damalige schlanke, tätowierungsfreie Physis mit heutigen Gesundheitsdaten und Lebenserwartungen.
Das Schwimmbad im Parque Sindical 1968: Körper, die man heute kaum noch sieht
Ein olympisches Schwimmbad in Madrid, Sommer 1968. Hunderte Badegäste. Kein einziges Tattoo, keine kosmetische Operation, kein offensichtlich übergewichtiger Körper. Das Bild, aus dem Archiv der entwicklungsorientierten Franco-Diktatur geborgen, taucht regelmäßig in sozialen Medien auf und wirft dieselbe Frage auf: Was hat sich seitdem geändert, dass diese körperliche Verfassung heute fast eine Ausnahme darstellt? Die kurze Antwort lautet: Fast alles – die Ernährung, die Arbeit, die Freizeit und sogar das Wasser, das wir trinken.
Was auf dem Foto zu sehen ist und was nicht
Das Bild zeigt ein öffentliches Schwimmbad in Madrid aus dem Jahr 1968, wahrscheinlich das im Parque Sindical, einer Sportanlage, die von der Gewerkschaftsorganisation (Organización Sindical) des Regimes errichtet wurde. Auffällig ist zunächst die Homogenität: schlanke, sehnige Körper, ohne Fitnessstudio-Muskeln, ohne Tattoos, ohne Piercings. Ein Teil der öffentlichen Kommentare betont das Offensichtliche: Keine Fettleibigkeit, keine Tattoos, keine sichtbare Vielfalt. Diese Lesart verwechselt jedoch das Fehlen von Fettgewebe mit Gesundheit.
Laut einer im Thread kursierenden Berechnung lag die Lebenserwartung 1968 bei 71 Jahren; 1975 bei 73 Jahren. Die Medizin war rudimentär, Asbest war weit verbreitet und die Wasserkontrolle ließ stark zu wünschen übrig. Zeitzeugen erinnern sich, dass das Fleisch, das in die Städte kam, von schlechter Qualität war, oft durch Brühepulver kaschiert wurde und dass das Obst vom Markt nicht besser war als heute. Das Foto ist ein demografisches Dokument, kein Idealbild für öffentliche Gesundheit.
Das Fitnessstudio als Pflaster für eine Junk-Food-Ernährung
Der Kontrast zur Gegenwart steht im Mittelpunkt der Debatte. Manche argumentieren, dass Menschen heute drei- bis viermal pro Woche ins Fitnessstudio gehen und dennoch schlechter aussehen als jene Badegäste, die nie einen Hantelraum betreten haben. Der Grund ist klar: mehr Kalorien aufnehmen, sich weniger bewegen und überallhin Auto fahren erzeugt Körper, die durch Sport allein nicht ausgeglichen werden können. Wenn jemand abnehmen will, greift er oft zu proteinarmen Diäten, die Muskelmasse abbauen.
Es gibt einen Klassenfaktor, den man nicht ignorieren sollte. Physische Arbeiten und Jobs mit geringer Qualifikation neigen eher zu schlechterer Ernährung und höherer Adipositas als Bürojobs, wo sozialer Druck und sportliche Freizeitaktivitäten – Padel, Radfahren, Wochenendläufe – ein Mindestmaß an Fitness erzwingen. Es ist keine Tugend, sondern Milieu.
Das Schwimmbad als gesellschaftliches Barometer
Die Diskussion lenkt bald auf die Nutzung öffentlicher Räume. Das Schwimmbad im Parque Sindical, 50 Meter lang und 150 Meter breit, ist heute eine riesige Anlage, die oft leer steht, ausgestattet mit Rettungsschwimmern, Erste-Hilfe-Station und Ambulanz. In den Sechzigern war es bis zum Rand gefüllt. Der Unterschied ist nicht nur demografisch, sondern auch kulturell. In einem überfüllten Pool zu schwimmen, mit geteiltem Wasser und umherschwimmenden Urinresten, ist eine Erfahrung, die viele heute nicht mehr tolerieren wollen.
Der Artikel endet nicht mit einer Schlussfolgerung, sondern mit einem unbequemen Faktum: Die Generation, die 1968 abgebildet wurde, lebte im Durchschnitt kürzer, aß schlechter und arbeitete mehr. Und trotzdem waren ihre Körper besser. Niemand konnte dies bisher vollständig erklären.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (167 Antworten).
Die Lebenserwartung in Großbritannien sinkt stärker als in Ländern mit ähnlicher Impfquote. Gesundheit, Ernährung und Armut konkurrieren als Erklärungsansätze.
Ein Steuerpflichtiger in Spanien berichtet von vier Forderungen des Finanzamts (Agencia Tributaria) für dieselben Dokumente, obwohl das Gesetz 39/2015 dies verbietet.