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Madrid mit 20 Grad mitten im Winter: keine Mäntel, kein Grund rauszugehen
Ein USB-Stick, der nicht im Laden ist, 20 Grad mitten im Winter und Madrid in Kurzarm. Ein Tag, der das Chaos im Kleiderschrank und in der Stadt zusammenfasst.
Madrid bei 20 Grad mitten im Winter: weder Mantel noch Lust auf die Straße
Ein USB-Stick, der nicht im Laden ist, eine graue Stadt und eine Schlange von Menschen, die auf ihr Handy starren, ohne den Blick zu heben. Das ist das Bild eines Wintertages in Madrid, der mit einem gescheiterten Einkauf bei PCcomponents beginnt und mit der Erkenntnis endet, dass man am besten auf dem Sofa geblieben wäre – mit Decke, einem Film oder Quevedo. Das Thermometer zeigte übrigens rund 20 Grad. Und damit beginnt das Durcheinander: die eine Hälfte der Stadt in Kurzarm, die andere in Wollmantel und Schal.
Der USB-Stick, der nicht da war, und der spontane Online-Kauf
Die Szene ist bis zur Langeweile alltäglich: Man geht los, um einen USB-Stick zu kaufen, das Ladengeschäft hat ihn nicht, also bleibt nur die Online-Bestellung. Die Logistik des kleinen Handels verliert weiter das Rennen gegen den Klick. Keine Tragödie, aber es summiert sich. Dazu kommt die Kulisse: hässlich bewölkt, Menschen in ihren Bildschirmen versunken und das Gefühl, dass die Stadt einfach nicht mitspielt.
Der Autor fasst es mit trockenem Humor zusammen: Lieber zu Hause, unter der Decke, Filme schauen, Quevedo lesen oder die Aktionen für den nächsten Tag planen. Jemand antwortet, man solle einen Blog eröffnen, um die Leute zu verwirren. Die Ironie steckt im Detail.
Warum tragen manche bei 20 Grad im Winter Kurzarm?
Weil 20 Grad eben 20 Grad sind. Die Diskussion driftete schnell zur Kleidung der anderen ab: Wer bei dieser Temperatur Wollmantel, Fellstiefel und Schal anzieht, hat nicht ein Wetterproblem, sondern ein Gewohnheitsproblem. Die meisten Frauen, denen ein Teilnehmer begegnete, waren zu warm angezogen. Die Frage, die in der Luft hängt: Was ziehen sie an, wenn es null Grad hat?
Dann kommt der Klimawandel ins Spiel. Jeder milde Winter wird als Beweis angeführt, jede Kältewelle als Widerlegung. Die Realität ist prosaischer: Winterkleidung wird im Sale gekauft und getragen, ob kalt oder nicht.
Madrid und Almería: Die Flucht, die jedes Jahr schwerer wiegt
Der Autor ist sich sicher: Er verbringt sein Leben am Strand und ist nur noch in Madrid, immer seltener. Dieses Wochenende, so Gott will, geht es nach Almería. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Zwischen Vallecas und Almería ist der existenzielle Ekel garantiert. Die Hauptstadt als Formsache, die Küste als Ziel. Ein Muster, das sich in vielen Gesprächen an der Theke wiederholt und hier in zwei Zeilen abgehandelt wird.
Das Land, das Netflix und das wahre Leben
Der beißendste Hieb kam beim Thema Freizeit: Ein Film zu Hause sei laut der Erwiderung nichts anderes als das Verschlingen des amerikanischen Netflix-Katalogs. Das Land dagegen biete Unterhaltung ohne Abo. Es ist der alte Streit zwischen Sofa und Schrebergarten, zwischen Algorithmus und Hacke. Heute wird ihn niemand lösen.
Den Schluss macht der Autor selbst: Er geht noch einmal raus, frisch geduscht und nach dem Vesper, um zu sehen, ob sich etwas geändert hat. Bei 20 Grad und Kurzarm bezweifeln wir es.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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