In einer Geisterstadt leben, um keine Miete zu zahlen

Vor teuren Mieten fliehen, indem man in ein verlassenes Dorf in Spanien zieht: die Alternative, die zwischen wirtschaftlicher Lösung und fremdenfeindlicher Entgleisung gespalten diskutiert wird.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

In einer Geisterstadt leben, um keine Miete zu zahlen: echte Lösung oder Wahn?

Immer mehr Stimmen sehen in der Wohnungskrise einen radikalen Ausweg: in ein verlassenes Dorf ziehen, wo niemand Miete verlangt. Die Idee, die in Foren und sozialen Medien kursiert, hat konkrete Varianten: von Weilern in Burgos, die nicht einmal auf Landkarten verzeichnet sind, bis hin zu Häusern, die man besiedeln kann, ohne dass ein Eigentümer sichtbar ist. Doch was als wirtschaftliche Flucht beginnt, stößt bald auf die Realität: Isolation, fehlende Infrastruktur und vor allem der unvermeidliche Schatten des Rassismus, wenn darüber gesprochen wird, wer diese Räume besetzen soll.

Die Option, in einer entvölkerten Gemeinde zu leben, ist rechtlich kompliziert (die Häuser haben meist Eigentümer, auch wenn diese abwesend sind) und gesellschaftlich umstritten. Während manche ein Ventil für all diejenigen sehen, die sich die Preise in den Städten nicht leisten können, weisen andere darauf hin, dass die Debatte schnell in Fremdenfeindlichkeit und Karikatur abgleitet. Die offene Frage ist, ob dieser Trend eine Nischenlösung ist oder ein Symptom dafür, dass der Mietmarkt selbst für diejenigen kaputt ist, die bereit sind, auf alles zu verzichten.

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