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Madrid führt Schwangerschaftszuschuss ein: 500 €/Monat ab der 21. Woche
Ayuso aktiviert eine Unterstützung von 500 €/Monat ab der 21. Schwangerschaftswoche: bis zu 14.500 € pro Kind. Voraussetzungen, Kritik und Feijóos Plan zur Ausweitung.
Madrid verlagert Familienhilfe in die Schwangerschaft: 500 €/Monat ab der 21. Woche
María, 28 Jahre alt, lebt in Alcorcón und ist in der 22. Schwangerschaftswoche. Vor wenigen Tagen erfuhr sie, dass sie eine Unterstützung von 500 Euro im Monat für ihr zukünftiges Baby beantragen kann, obwohl es noch nicht geboren ist. Das ist kein Fehler: Die Region Madrid hat eine Regelung eingeführt, die das ungeborene Kind für regionale Leistungen praktisch wie ein bereits geborenes Kind behandelt.
Die Vorzeigemaßnahme ist ein monatlicher Zuschuss von 500 Euro, der ab der 21. Schwangerschaftswoche beantragt werden kann und bis zum 24. Lebensmonat des Kindes gezahlt wird. Insgesamt bis zu 14.500 Euro pro Kind (500×29 Monate). Bei Zwillingen verdoppelt sich der Betrag. Die einzige Einkommensvoraussetzung ist, dass das zu versteuernde Einkommen 30.000 Euro bei Einzelveranlagung bzw. 36.200 Euro bei gemeinsamer Veranlagung nicht übersteigt, und dass man 30 Jahre oder jünger ist.
Die Figur des „ungeborenen Gezeugten" hält Einzug in die Unterstützungen
Das neue Gesetz der Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso stellt das ungeborene Kind einem bereits geborenen Kind beim Zugang zu regionalen Leistungen gleich. Ob für Stipendien, Steuerermäßigungen oder den Status als kinderreiche Familie – die Schwangerschaft zählt ab der 12. Woche (bei der Direktzahlung ab der 21.). Es wird sogar eine „der kinderreichen Familie gleichgestellte Familie" geschaffen, wenn das ungeborene Kind für die Erfüllung der Voraussetzungen zählt. Nach der Geburt muss die Familie ihre Daten innerhalb von drei Monaten aktualisieren.
Die Maßnahme hat unterschiedlichste Reaktionen ausgelöst. Während Feijóos PP bereits verspricht, sie bei einer Regierungsbeteiligung auf ganz Spanien auszuweiten, warnen manche vor möglichem Missbrauch: „Schwangere kassieren 8 Monate und treiben im letzten Monat ab", ist in skeptischen Kreisen zu hören. Für diesen Vorwurf gibt es keine Belege, doch die Kontroverse ist programmiert.
Was die offizielle Erzählung verschweigt
Die Unterstützung ist an Bedingungen geknüpft. Nur für unter 30-Jährige mit mindestens 5 Jahren Wohnsitz in Madrid und durchgehender Anmeldung im Melderegister. Die tatsächliche Berechnung, Posten für Posten aufgeschlüsselt, zeigt, dass eine Familie mit einem Kind bis zu 14.500 Euro erhalten kann, sofern sie die Einkommensgrenze nicht überschreitet. In einem Umfeld von Inflation und teurem Wohnraum lindert die Maßnahme, löst aber nichts.
Verblüffend: Laut INE (spanischem Statistikamt) ist Madrid bereits die Region Spaniens mit der niedrigsten Geburtenrate (1,19 Kinder pro Frau im Jahr 2023). Die Frage ist, ob dieser monatliche Scheck die Geburtenrate ankurbeln kann oder ob er – wie manche Kritiker befürchten – zu einem perversen Anreiz wird.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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