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Madrid auf Platz 8 der Lebensqualität: Lehrerin nahe Armutsgrenze
Madrid und Málaga belegen Top-10-Plätze bei der Lebensqualität, doch reale Gehälter widersprechen dem: Ein Vollzeitlehrer lebt in der Hauptstadt fast am Existenzminimum.
Das Ranking, das Madrid auf Platz 8 setzt und Vigo ins Abseits stellt
Ein vollzeitbeschäftigter, habilitierter Universitätsprofessor mit langjähriger Erfahrung behauptet, er lebe in Madrid am Rande der Armut. Die Hauptstadt belegt meanwhile den 8. Platz im Ranking spanischer Städte mit der besten Lebensqualität. Hier liegt der Widerspruch: Indizes, die das Leben nach Gemeinden ordnen, bröckeln, wenn man sie mit den tatsächlichen Gehältern abgleicht. Málaga ist Neunte. Barcelona liegt vor A Coruña. Die Methodik bestimmt das Ergebnis noch bevor die Analyse beginnt.
Madrid Achter, Málaga Neunter: Der Witz des Jahres
Die Podiumsplatzierung von Madrid und Málaga unter den Top-10 war der Auslöser. Über die andalusische Hauptstadt wird argumentiert, sie sei eine wunderschöne Stadt, die sich in einen Themenpark für Touristen und digitale Nomaden verwandelt hat – mit Preisen wie in Oslo und Gehältern wie in Murcia. Über Madrid heißt es, ein Kellerloch in Carabanchel koste rund 1.800 Euro pro Monat und die Hypothek laufe bereits über 40 Jahre. Das wiederkehrende Urteil: Lebensqualität aus der Broschüre. Der übliche Verdacht ist, dass die Liste touristische Attraktivität belohnt, nicht aber das Wohlbefinden derer, die dort 365 Tage im Jahr leben.
Was misst Lebensqualität wirklich?
Der erschreckende Wert ist der von San Sebastián: 2.300 Euro Durchschnittseinkommen gegenüber weniger als 1.500 Euro in anderen Regionen. Bei dieser Differenz tritt das Klima in den Hintergrund. Daraus ergibt sich die am häufigsten genannte Lösung: Jede Stadt sollte mit dem verfügbaren Einkommen in einem Gitternetz gekreuzt werden, um zu bewerten, wie man in jeder konkreten Zelle lebt. Denn mit Geld fühlt man sich fast überall wohl, ohne Geld werden Madrid und Barcelona zu den schlechtesten Orten überhaupt. Zudem ändert sich die Antwort mit dem Alter: Junge suchen günstiges Wohnen und Nachtleben, Erwachsene Jobs und gute Schulen, Ältere fliehen vor schlechtem Wetter. Die vollständige Aufschlüsselung dieser Gleichung – Einkommen gegen Kosten, Zelle für Zelle – zeigt Unterschiede, die das offizielle Ranking entlarven.
Das Problem der Stadtdefinition
Auch die Falle der Berechnungsbasis existiert. Wenn jede Provinzhauptstadt aufgrund ihres administrativen Gewichts einbezogen wird, gehören Teruel mit 37.000 Einwohnern, Soria mit 41.000 oder Segovia mit 52.000 dazu. Und wenn die Messlatte so niedrig angesetzt wird, sollten Dutzende mittelgroße Gemeinden auf der Liste stehen. Ihr Fehlen verändert das gesamte Ranking.
Lokale Konflikte
Die Abrechnungen zwischen den Städten sind heftig. Über Galizien wird behauptet, Pontevedra, Santiago und Lugo schlagen A Coruña und Vigo. Vigo erhält den größten Kritikanteil: chaotisch, schlecht geplant, mit niedrigem Einkommen innerhalb seiner eigenen Region; wenig Verteidigung. In Andalusien lautet der Vorwurf anders: Dass Sevilla und Málaga auftauchen, Granada, Córdoba oder Cádiz aber nicht, zeigt, dass der Index Beschäftigung misst, nicht Lebensqualität. Eine scharfe Idee fasst es zusammen: Ein Schlafstadtviertel mit einer Stunde Hinweg und einer Stunde Rückweg zur Arbeit ist keine Lebensqualität.
Wer fehlt und wer überflüssig ist
Cartagena auf Platz 11 und Tarragona auf Platz 20 nähren den Verdacht einer Liste, die jedes Jahr rotiert, je nachdem, wer Druck macht. Unter den Fehlenden gibt es Übereinstimmung darin, Burgos zu fordern – klein, aber stark industrialisiert und mit hohen Löhnen – sowie Palencia, nur einen Steinwurf von Valladolid entfernt und zweieinhalb Stunden von der kantabrischen Küste. Auch Ceuta und Melilla werden vermisst, wobei hier das Schweigen mehr sagt als jede Tabellenzelle.
Bei diesen Einkommensunterschieden zwischen den Provinzen sollte die Migration nach Norden und in die Mittelstädte massiv sein. Sie bleibt marginal. Bessere Lebensqualität für wen und in welchem Alter?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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