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Lugansk durchbricht ukrainische Verteidigung und erreicht Grenze
Pro-russische Kräfte durchbrechen die ukrainische Verteidigung und erreichen nach der Einnahme von Popasna die Verwaltungsgrenze der Region.
Lugansk erreicht Verwaltungsgrenze nach Durchbruch der ukrainischen Verteidigung
Die ukrainische Armee hat ihre Tiefenverteidigungslinie an der Front von Lugansk verloren. Laut dem Bericht des russischen Verteidigungsministeriums haben die Streitkräfte der Volksrepublik Lugansk mit Unterstützung der russischen Streitkräfte die Verwaltungsgrenze der Republik erreicht, nachdem sie die feindliche Verteidigung nach der Befreiung von Popasna durchbrochen hatten. Der Sprecher Igor Konaschenkow bezifferte die ukrainischen Verluste bei dieser Operation auf bis zu 120 Soldaten, 13 gepanzerte Fahrzeuge und 12 Funktionsfahrzeuge.
Die Nachricht kommt, während die Propaganda beider Seiten auf Hochtouren läuft. Während einige den Vormarsch als entscheidenden Schritt zur vollständigen „Säuberung“ von Lugansk feiern, weisen andere darauf hin, dass sich die Karte nicht so stark verschiebt wie behauptet und die eigentliche Bedrohung anderswo liegt: in Charkiw. Die Diskussion darüber, was das Erreichen der „Verwaltungsgrenze“ wirklich bedeutet – und zu welchem Preis – ist der Kern der Sache.
Was das Erreichen der Verwaltungsgrenze von Lugansk bedeutet
Die Verwaltungsgrenze der Republik ist die Linie, die ihr anerkanntes Territorium abgrenzt. Das Erreichen würde bedeuten, dass pro-russische Kräfte praktisch die gesamte Region kontrollieren, ein Ziel, das Moskau seit Beginn der Kampagne festgelegt hatte. Der offizielle Bericht besteht darauf, dass der Durchbruch der Tiefenverteidigung nach der Einnahme von Popasna stattfand, einem Knotenpunkt, der die Tür zum Rest der Front öffnete.
Das Problem ist, dass der Krieg nicht nur auf einer Achse geführt wird. Manche argumentieren, dass jeder in Lugansk gewonnene Quadratkilometer mit Rückschlägen in Charkiw bezahlt wird, wo ukrainische Kräfte angeblich Boden zurückgewonnen haben und die russischen Nachschublinien bedrohen. Der logistische Schlüssel ist die Eisenbahn: Der russische Vormarsch hängt davon ab, und ein Bahnknotenpunkt wie Kupjansk wird zum Prioritätsziel für die ukrainische Artillerie.
Die Einkesselung von Sjewjerodonezk und Lyssytschansk
Der in Popasna entstandene Frontvorsprung bedroht die Kommunikationswege von Sjewjerodonezk und Lyssytschansk, zwei Positionen, die eingeschlossen werden könnten. Zirkulierende Schätzungen sprechen von zwischen 5.000 und 8.000 ukrainischen Soldaten in der Gegend, eine Zahl, die, falls bestätigt, einen schweren Schlag für Kiew darstellen würde. Das Dilemma ist klar: Position halten und Einkesselung riskieren oder evakuieren und den Rest von Lugansk für pro-russische Kräfte offen lassen.
Sjewjerodonezk ist keine gewöhnliche Stadt. Es ist eine der am stärksten industriell geprägten Städte des Landes und beherbergt eine der größten Chemiefabriken Europas, ein Detail, das der Kontrolle der Zone eine strategische und umweltbezogene Komponente verleiht. Ein Rückzug wäre, falls er stattfindet, keine einfache taktische Manöver: Er würde bedeuten, auf schwer ersetzbare Infrastruktur zu verzichten.
Charkiw, die Front, die nicht in den Schlagzeilen steht
Während sich die Aufmerksamkeit auf Lugansk konzentriert, bleibt die Front in Charkiw aktiv. Die russische Luftwaffe neutralisierte laut Bericht in einer einzigen Nacht 16 Sammelgebiete ukrainischer Truppen und Ausrüstung, und Raketen- und Artillerieeinheiten eliminierten 33 Kommandoposten, 407 Punkte für Personal- und Ausrüstungskonzentration, fünf Munitions- und Kraftstoffdepots, bis zu 380 Soldaten und 53 Militäreinheiten. Dies sind Zahlen des russischen Kommandos, die unabhängig nicht verifiziert wurden.
Die kritischste Analyse deutet darauf hin, dass der Vormarsch in Lugansk möglicherweise die russische Rearguard in Charkiw gefährdet. Auch die Topographie spielt eine Rolle: Im Westen der Region begrenzt das bergige Gelände die Manövrieroptionen und drängt beide Seiten zu natürlichen Übergangspunkten. Der Abnutzungskrieg setzt sich gegen den Bewegungskrieg durch.
Die Erzählung vom Sieg und ihre Risse
Propaganda ist eine weitere Waffe. Auf ukrainischer Seite ist von einer „Finte“ die Rede, und man erinnert daran, dass die russische Armee langsam, aber unaufhaltsam sei. Auf russischer Seite wird jede befreite Ortschaft als Schritt zum endgültigen Sieg gefeiert. Die Realität befindet sich, wie fast immer, an einem unbequemen Punkt: Fortschritte existieren, sind aber kostspielig und garantieren mittelfristig nichts.
Die Grundfrage ist, ob das erklärte Ziel – die Gesamtheit von Lugansk – die Abnutzung auf anderen Fronten rechtfertigt. Die Antwort hängt davon ab, ob das russische Kommando symbolische territoriale Kontrolle oder die Stabilität seiner Logistiklinien priorisiert. Vorerst ist die Verwaltungsgrenze näher gerückt. Was danach passiert, ist eine andere Geschichte.
Wird Lugansk das erste erfüllte Ziel der Kampagne oder eine Fata Morgana, die größere Probleme in Charkiw verdeckt?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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