Liest mich hier überhaupt jemand? Tweet spielt mit dem Wort „Zufälle“ und dem Namen Cohen

Ein Tweet, der Gon Sánchez Rey zugeschrieben wird, spielt mit dem Wort „Zufälle“ und dem Nachnamen Cohen. Wir erklären, was darin steht und warum er geteilt wird.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der Tweet, der Gon Sánchez Rey zugeschrieben wird, stellt eine angebliche Übereinstimmung zwischen dem Nachnamen Cohen und den Namen verschiedener Amtsträger her, ohne irgendeinen Beleg. Es ist ein Wortspiel, das als Verdacht kursiert, nicht als überprüfte Tatsache.

Die Nachricht, die in den sozialen Medien die Runde macht, ist extrem kurz: ein Bild und eine rhetorische Frage. Der Text des Beitrags, der **Gon Sánchez Rey** zugeschrieben wird, lautet wörtlich: „O solo son COHENcidencias ?“ („Oder sind es nur COHENzidenzen?“). Das ist der ganze Köder: Das spanische Wort „coincidencias“ (Zufälle) wird in der Mitte geteilt, damit der Nachname **Cohen** erscheint. Mehr gibt es nicht.

## Was genau in dem Tweet steht

Der Beitrag listet keine Ämter auf, nennt keine Daten, liefert keine Dokumente. Er deutet nur an, dass es eine auffällige Übereinstimmung zwischen diesem Nachnamen und bestimmten Eigennamen gibt, und lässt den Leser den Rest ergänzen. Das ist das klassische Muster der Unterstellung: Eine Frage wird geworfen, die Antwort bleibt schuldig.

Der Trick funktioniert, weil **Cohen** einer der häufigsten Nachnamen unter den jüdischen Gemeinden sephardischen und aschkenasischen Ursprungs ist. In Spanien ist er zudem ein ganz normal registrierter Familienname. Ihn zu einem Zeichen für etwas zu machen, erfordert einen Sprung, den der Tweet weder geht noch zu gehen versucht.

## Warum diese Art von Nachricht funktioniert

Sie funktioniert durch Ökonomie. Ein Bild und sechs Wörter erzeugen mehr Kommentare als ein Bericht von zwanzig Seiten, weil jeder Leser seinen eigenen Verdacht hineinprojiziert. Die rhetorische Frage erledigt die Arbeit: Sie behauptet nichts, also kann man sie auch nicht dafür zur Verantwortung ziehen. Und das grafische Spiel mit den Großbuchstaben macht aus dem Nachnamen einen Augenzwinker für Eingeweihte.

Das Problem: Eine Namensgleichheit ist weder eine wirtschaftliche noch eine politische Tatsache. Ohne eine geschlossene Liste von Personen, ohne konkrete Ämter und ohne eine Quelle, die den Zusammenhang stützt, ist das Einzige, was überprüfbar ist, dass es einen verbreiteten Nachnamen und ein umgeschriebenes Wort gibt.

## Ein Nachname ist kein Argument

Wenn die Nachricht etwas über wirtschaftliche oder institutionelle Macht sagen will, muss sie es mit Namen, Daten und Zahlen sagen. Solange sie beim Wortspiel bleibt, gibt es nichts zu überprüfen außer der Häufigkeit des Nachnamens. Und das erklärt nichts.

Man sollte solche Beiträge mit derselben Vorsicht behandeln wie jeden ohne Belege geäußerten Verdacht: nicht als wahr hinnehmen, nicht wiederholen, als wäre es eine Entdeckung, und nicht zur Grundlage irgendeiner Schlussfolgerung machen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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