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Lieferroboter in Moskau: Warum sie Madrid nie erreichten
Yandex liefert in Russland seit vier Jahren mit Robotern aus. In Madrid gibt es keine einzigen: Genehmigungen, Arbeitskosten und Diebstähle erklären, warum das Geschäft nicht startet.
Lieferroboter in Moskau: das Geschäft, das Madrid nicht zulässt
Yandex liefert seit vier Jahren mit autonomen Robotern in mehreren russischen Städten aus. Die Pandemie ließ ihre Zahl auf den Straßen in die Höhe schnellen. Die Frage, mit der das Thema eröffnet wird, ist unbequem: Warum sind diese Geräte in Madrid oder keiner anderen europäischen Hauptstadt zu sehen? Die Antwort liegt nicht in der Technik. Sie liegt bei den Genehmigungen, den Arbeitskosten und einem Zweifel, den niemand schriftlich festhalten will: Wie lange dauert es, bis ein Robot je nach Viertel seiner Ware beraubt wird?
Was das spanische Recht über einen fahrerlosen Roboter sagt
Ein autonomes Liefergerät ist weder ein Fahrrad noch ein Roller. Auf dem Gehweg darf es nicht fahren: verboten. Auf dem Radweg auch nicht. Und auf der Straße bräuchte es Kennzeichen, Versicherung und eine Regelung, die für fahrerlose Fahrzeuge heute nicht existiert. Das ist die erste Mauer, und sie ist administrativ, nicht technisch. Manche behaupten, diese Mauer lasse sich mit einem Abendessen überspringen: Wenn der Betreiber das Parlament besucht und sich anschließend mit dem richtigen Vermittler zusammensetzt, kommen die Genehmigungen in wenigen Wochen. Das Argument hat Witz und einen unbequemen Wahrheitskern, löst aber das zweite Problem nicht.
Arbeitskosten: ein Kurier auf dem Fahrrad bleibt günstiger
Der wirtschaftliche Vergleich entscheidet. Ein menschlicher Kurier auf dem Fahrrad kostet weniger als der Unterhalt, die Versicherung und die Überwachung einer Roboterflotte. Das ist die Schlussfolgerung, die immer wieder fällt: Das Gerät ist ein Hingucker, aber der Mann auf dem Rad gewinnt. In Russland geht die Rechnung andere Wege, mit anderen Löhnen und Kostenstrukturen. In Spanien müsste der Roboter gegen einen bereits sehr engen Lieferarbeitsmarkt antreten, mit Margen, die nicht viele Experimente zulassen. Und obendrein würde der Staat — dieser stille Partner — Steuern, Gebühren und Regulierung auftürmen, bis aus dem Geschäft keines mehr wird.
Der Diebstahl: das Argument, das niemand ernsthaft bestreitet
Hier wird es rau. Ein Teil der Analyse ist deutlich: Der Roboter überlebt die Straße nicht. Detailliert wird beschrieben, wie er ausgeraubt wird: Man bestellt drei Konsolen, warnt jemanden im Viertel, zerstört Kameras und GPS, durchtrennt die Kabel, lädt das Gerät in einen Transporter und verkauft den Inhalt weiter. Die Bestellung wird trotzdem reklamiert. Andere halten das Problem nicht für den Dieb, sondern für den Staat selbst: Bevor eine Bande kommt, schröppt die Steuermaschinerie den Betreiber. Und manche erinnern daran, dass es in Spanien bis in die siebziger oder achtziger Jahre an Wänden verschraubte Zigarettenautomaten gab, und in Deutschland und Frankreich existieren unbewachte Automaten für Tabak, Brot oder Gemüse bis heute. Der Unterschied, so heißt es, sei Erziehung und Respekt vor dem Gesetz, nicht Technik.
Wo es funktioniert und wo nicht
Die Experimente gab es. In Saragossa fährt ein Roboter durch die stark frequentierte Gegend um den Coso und die Plaza San Miguel, und bisher hat ihm niemand etwas getan: Die Leute fotografieren ihn. In Alcobendas wurde ein Pilotprojekt mit Supermarkt- und Pizzalieferungen erprobt. Ähnliche Geräte sah man in England, Tallinn, Stockholm und Espoo, und in Kalifornien fing man vor allen anderen an. Das wiederkehrende Muster: Sie funktionieren in kontrollierten Wohnanlagen, Kleinstädten und vorhersehbaren Umgebungen. In Madrid oder Barcelona, mit dem Verkehrschaos und der Fußgängerdichte, sieht die Lage anders aus. Auch beim Wetter: Der Schnee und das Eis Moskaus scheinen für Yandex kein Hindernis zu sein, was die Wetter-Ausrede entkräftet.
Was das Geschäft wirklich bremst
Es ist nicht der Schnee. Es ist nicht das GPS. Es ist die Kombination von drei Dingen: ein Rechtsrahmen, der den fahrerlosen Kurier nicht vorsieht, Arbeitskosten, die den Menschen rentabel machen, und ein Verlustrisiko, das kein Versicherer zu einem vernünftigen Preis decken will. Bei der politischen Substanz teilt sich die Diagnose in die, die der Regulierung die Schuld geben, die, die dem geldgierigen Staat die Schuld geben, und die, die direkt auf die Kriminalität zeigen. Die vollständige Rechnung, mit den Posten Diebstahl, Versicherung und Genehmigungen aufgeschlüsselt, entscheidet, ob das Geschäft tragfähig ist oder nur eine teure Demo.
Und wenn das Problem nicht der Roboter wäre, sondern die Tatsache, dass hier niemand will, dass er funktioniert?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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