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Lidl-Entsafter: günstig, laut und meist im Schrank verstaut
Der Lidl-Entsafter ist wieder in den Regalen: günstig, laut und mit nassen Trester. Wer ihn getestet hat, warnt, dass er am Ende ungenutzt im Schrank landet.
Lidl-Entsafter: günstig, laut und meist im Schrank verstaut
Der Lidl-Entsafter ist wieder in den Regalen, und mit ihm das gleiche Ritual wie jede Saison: Jemand fragt, ob er sich lohnt, und die überwiegende Antwort lautet nein. Das Muster wiederholt sich seit Jahren. Das Gerät wird aus einem Impuls gekauft, zwei Wochen benutzt und landet ganz unten im Schrank. Der niedrige Preis gleicht das nicht aus.
Das Problem ist nicht nur der Lärm. Wer einen günstigen Zentrifugal-Entsafter hatte, beschreibt ein Gerät, das so viel Strom verbraucht wie ein Föhn, lästige Teile zum Reinigen hat und nassen Trester hinterlässt – ein Zeichen, dass ein Teil des Safts im Müll landet. Eine immer wiederkehrende Rechnung in diesen Diskussionen: Fast das gesamte Obst im Behälter ist klatschnass. Das bedeutet, Saft wegzuwerfen, den niemand trinkt.
Slow Juicer gegen Zentrifugal-Entsafter: der Kampf ohne Ende
Gegen die billigen Zentrifugal-Entsafter verteidigt ein Lager die Slow Juicer. Sie drehen sich mit 40 oder 60 Umdrehungen pro Minute, erhitzen den Saft nicht, sind leiser und nutzen das Obst besser aus. Der Preis steigt allerdings: Es gibt Modelle für 250 bis 300 Euro. Wer sie getestet hat, versichert, dass der Trester praktisch trocken herauskommt und der Saft zwei Tage im Kühlschrank hält.
Der Einwand ist immer derselbe: die Bequemlichkeit beim Reinigen. Mehrere Nutzer geben zu, dass sie selbst mit einem teuren Gerät den täglichen Gebrauch aufgeben. Der Neuigkeitseffekt verpufft, das Gerät bleibt.
Lohnt sich ein günstiger Lidl-Entsafter?
Es kommt darauf an, wofür. Für wasserreiches Obst wie Orangen oder Äpfel reicht ein einfacher Zentrifugal-Entsafter. Bei Karotten oder hartem Gemüse verstopfen die günstigen Modelle. Der immer wiederkehrende Rat: Wenn die Nutzung gelegentlich bleibt, ist ein Standmixer besser. Wenn das Ziel tägliche grüne Säfte sind, muss man mehr ausgeben.
Ein gesundheitliches Argument taucht immer wieder auf: Saft ohne Ballaststoffe lässt den Blutzucker stark steigen. Ganzes Obst sättigt mehr und liefert Ballaststoffe. Ein Saft aus drei Orangen bündelt den Zucker von drei Früchten ohne die Ballaststoffe, die die Aufnahme verlangsamen. Das ist keine Panikmache: das ist einfache Physiologie.
Das Problem mit Platz und echtem Nutzen
Die Größe zählt. Zentrifugal-Entsafter nehmen viel Platz ein und sind schwer. Mehrere Berichte stimmen überein: Sie landeten im Müll oder im Abstellraum. Ein Brocken, nennen sie es. Die Alternative, die immer mehr Anhänger findet, ist der Stabmixer mit Messbecher – oder einfach das Obst direkt zu kauen.
Jahre später ist die Diskussion immer noch nicht beendet. Wer einen Slow Juicer gekauft hat, ist zufrieden, nutzt ihn aber weniger als gedacht. Wer den günstigen gekauft hat, bereut es. Und wer gar nichts gekauft hat, hat vermutlich die beste Entscheidung getroffen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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