Leihmutterschaft für alleinstehende Männer: die Gesetzeslücke in der EU

Alleinstehende Männer und Leihmutterschaft: Kosten von 70.000 bis 100.000 Euro, rechtliche Hürden und ein konsularisches Registerverfahren, das in Spanien diskriminiert.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Leihmutterschaft für alleinstehende Männer: das Recht, das die EU ignoriert

Ein alleinstehender Mann ohne Partner, der Vater werden möchte, stößt in Spanien auf eine rechtliche Mauer. Er kann keine Leihmutterschaft in Auftrag geben; die Alleinadoption erfordert jahrelange Formalitäten; und wenn er es schafft, im Ausland ein Kind zu bekommen, wird die konsularische Registrierung zur nächsten Odyssee. Die Diskussion über diese regulatorische Lücke hat Zahlen und Widersprüche zutage gefördert, die schwer zu verteidigen sind.

Die Asymmetrie gegenüber alleinstehenden Frauen ist der erste Brennpunkt. Während diese problematisch Zugang zu Samenbanken und von der Sozialversicherung finanzierten Kinderwunschbehandlungen haben, sind für alleinstehende Männer fast alle Wege verschlossen. Das am häufigsten genannte Argument gegen die Gleichstellung ist der angebliche Schutz des Kindes; dem wird entgegengehalten, dass die Raten von Kindesmisshandlung oder Kindstötung nicht mit dem Geschlecht des Elternteils korrelieren und dass die Verhinderung von Vaterschaft niemanden schützt, sondern nur bestraft.

Die Preise zeichnen die reale Landkarte der Leihmutterschaft für Männer. Albanien ist das einzige europäische Land, in dem sie sie beauftragen können, mit Kosten von 70.000 bis 90.000 Euro über spanische Agenturen. Mexiko und die USA sind Alternativen, wobei in den USA mehr als 100.000 Euro anfallen. Vor dem Krieg war die Ukraine das übliche Ziel mit Tarifen um 50.000 Euro, gefolgt von Georgien mit ähnlichen Preisen. Manche weisen darauf hin, dass Billigpakete am Ende das Doppelte kosten, wenn Fehlgeburten auftreten, während Premium-Pakete das Kind garantiert liefern.

Die institutionelle Hürde ist vielleicht die unsichtbarste und zugleich die entscheidendste. Um eine regulatorische Änderung auf europäischer Ebene zu erzwingen, werden Unterschriften aus sieben verschiedenen Ländern benötigt, und die Maschinerie zu ihrer Sammlung erfordert Finanzierung und Reichweite, die nicht jedem zur Verfügung stehen. Die Klage über mangelnde Mobilisierung vermischt sich mit einer konkreten Zahl: Spanien wäre das einzige Land der Welt, das Kinder von alleinstehenden Vätern, die durch Leihmutterschaft geboren wurden, nicht an seinen Botschaften registriert, was Gerichtsverfahren von zwei bis drei Jahren erzwingt und den Weg über den Einwandererstatus bedeutet.

Das Ergebnis ist eine faktische reproduktive Migration. Wer 80.000 oder 100.000 Euro aufbringen kann, reist nach Albanien oder Mexiko; wer nicht, bleibt außen vor. Währenddessen werden andere Wege der assistierten Reproduktion doch öffentlich finanziert, was eine Hierarchie der Rechte offenlegt, die niemand so recht erklärt hat. Die verstörende Zahl ist genau diese: Es gibt keinen objektiven Grund, warum Familienstand und Geschlecht den Zugang zur Vaterschaft so unerbittlich bestimmen sollten. Und doch ist es genau das, was geschieht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (79 Antworten).

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