Lehrerstreik in Valencia: Forderungen nach 500€, kleineren Klassen und ein gespaltener Diskurs
Der Thread auf Burbuja.info hat in 24 Tagen 216 Antworten gesammelt und die Debatte reißt nicht ab: Die Lehrer in Valencia fordern 500 Euro brutto mehr pro Monat, eine Reduzierung der Schülerzahlen pro Klasse (Ratios) sowie einen Infrastrukturplan. Während das Forum zwischen denen, die sie als schlecht bezahlte Beamte verteidigen, und denen, die sie als privilegiert betrachten, gespalten ist, liefert ein Datenpunkt den Kontext: Laut OECD beginnen spanische Lehrer relativ gut bezahlt, aber ihre Gehaltsentwicklung stagniert.
500€ oder 200€? Das Angebot überzeugt nicht
Die Regionalregierung (Generalitat) bot 200€ an, doch die Gewerkschaften gaben nicht nach. Ein Forennutzer berechnet, dass die volle Erhöhung jährlich 2,5 Milliarden kosten würde. Nach zehnstündigen Verhandlungen verließen die Gewerkschaften den Tisch: "Keine Gewerkschaft unterzeichnet die Vereinbarung, der unbefristete Streik geht weiter." Andere ironisieren: "Wenn schon fordern, dann sollen sie gleich eine Villa verlangen."
Was ein valencianischer Lehrer verdient (und arbeitet)
Ein Nutzer schlüsselt die Gehälter auf: Zwischen 1.900€ und 2.750€ netto bei 14 Monatsgehältern, je nach Dienstgruppe und Seniorität. Im Vergleich zum OECD-Durchschnitt sind die Einstiegsgehälter relativ hoch, aber die Pogre ist flach. Die Unterrichtspflicht umfasst 13 Tage im Dezember und null Tage im Juli und August. Viele kommen zu dem Schluss: "Sie verdienen gut pro geleisteter Stunde."
Politische Hintergründe und Wohnraum
Mehrere Forenteilnehmer weisen darauf hin, dass der Streik von STEPV kontrolliert wird, einer Gewerkschaft mit Verbindungen zu Compromís und ERC. Der Kontext: Die Immobilienpreise in Valencia sind explodiert, und Lehrer, die in kleinen Gemeinden eingesetzt werden, finden keine erschwinglichen Mietwohnungen. "Der Streik findet jetzt statt, weil die PP regiert", urteilt einer. Ein anderer fügt hinzu: "Es sind dieselben Leute, die Mazóns Rücktritt forderten."
Mit abgebrochenen Verhandlungen und einem unbefristeten Streik bleibt dem Forum eine Frage: Ist es eine Frage der Lohnwürde oder des politischen Opportunismus? Unterdessen machen die Bars rund um das Bildungsministerium gute Geschäfte.
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